Gemeinsamer Antrag aller Parteien

Überraschung: Kein Vollausbau der B62 in Bad Laasphe

Die Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt von Bad Laasphe soll nicht komplett neu gebaut, sondern nur oberflächen-saniert werden. Das fordern alle Ratsfraktionen in einem gemeinsamen Antrag für die kommende Sitzung.

Die Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt von Bad Laasphe soll nicht komplett neu gebaut, sondern nur oberflächen-saniert werden. Das fordern alle Ratsfraktionen in einem gemeinsamen Antrag für die kommende Sitzung.

howe Bad Laasphe. Die Politik will keinen Vollausbau der Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt der Stadt Bad Laasphe. Mit einem gemeinsamen Antrag positionieren sich alle Ratsfraktionen – SPD, CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die FRAKTION der PARTEI – eindeutig gegenüber dem Landesbetrieb Straßenbau NRW. „Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Landesbetrieb Straßen NRW Gespräche dahingehend zu führen, dass für die B62 in der Ortsdurchfahrt Bad Laasphe zunächst lediglich eine vollständige Oberflächensanierung durchgeführt wird“, heißt es.

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Handel und Gewerbe in Bad Laasphe nicht belasten

Konkret: Abfräsen der vorhandenen Fahrbahndecke und Aufbringen einer neuen Asphaltschicht. Die geplante Komplettsanierung der B62 in der Ortsdurchfahrt Bad Laasphe mit Erneuerung des Straßenunterbaus werde einen mehrjährigen Zeitraum in Anspruch nehmen, schreiben die Fraktionen in ihrer Begründung. Dies werde zu massiven Beeinträchtigungen und Belastungen des ortsansässigen Handels und Gewerbes führen. „Hier bestehen bereits jetzt bedingt durch die Corona-Pandemie existenzbedrohende Situationen.“

Direkt anschließende Belastungen durch einen lang andauernden Straßenbau wären objektiv nicht zumutbar und nicht hinnehmbar. Vielmehr müsse dem Handel und Gewerbe zunächst eine Erholungsphase nach der Pandemie zugestanden und gewährt werden. Der Zeitraum zwischen einer Oberflächensanierung und der Komplettsanierung sei zu nutzen, um ein neues bzw. angepasstes Stadtentwicklungskonzept mit einem Verkehrskonzept für die gesamte Stadt Bad Laasphe zu entwickeln. Auch dies werde einen gewissen Zeitraum in Anspruch nehmen. „Es ist aber zwingend, die Ergebnisse des Konzeptes zunächst abzuwarten, da sie zumindest in großen Teilen nicht unerheblichen Einfluss auf die mit einer Komplettsanierung einhergehende Neugestaltung des Straßenraumes der Ortsdurchfahrt haben werden.“

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Infos von einem Geografen geben den Ausschlag

Wie SPD-Chef Samir Schneider am Donnerstag erläuterte, basiere der Antrag auf eine Info-Veranstaltung im vorigen Jahr. Ein Geograf hatte die Auswirkungen bei einer Sanierung der B62 in Voll- und Teilsperrung in Anwesenheit von Vertretern der Bad Laaspher Supermärkte und des Einzelhandels vorgestellt. Nach seiner Prognose werde es mindestens 30 Prozent Umsatzeinbrüche geben, egal ob Teil- oder Vollsperrung. Bei einer Teilsperrung würde sich die Sanierungszeit erheblich verlängern. Dagegen würde eine bloße Deckensanierung die Bauzeit auf ein Minimum reduzieren und den betroffenen Einzelhändlern die Möglichkeit geben, die entstandenen Umsatzeinbrüche durch Corona zu kompensieren und die Verkehrssicherheit der B62 wäre für die nächsten Jahre gewährleistet.

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