Großeinsatz von Polizei und SEK

Polizei nimmt Schleuser in Banfe fest

Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen einen Syrer an der Banfetalstraße festgenommen, der zu einer Schleuserbande gehören soll.

Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen einen Syrer an der Banfetalstraße festgenommen, der zu einer Schleuserbande gehören soll.

Banfe. Ein Mitglied einer bundesweit tätigen Schleuser-Bande wurde am frühen Mittwochmorgen in Banfe festgenommen. Schwer bewaffnete Polizeibeamte holten den Syrer aus einer Wohnung an der Banfetalstraße und brachten ihn in Untersuchungshaft. „Wir können die Festnahme im Raum Bad Laasphe bestätigen“, sagte Alexander Klunker, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München, auf SZ-Anfrage.

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Anwohner bemerkten das massive Polizeiaufgebot bereits gegen 5 Uhr, auch ein Sondereinsatzkommando (SEK) soll dabei gewesen sein. Die Polizei Siegen-Wittgenstein war indes nicht an dem Einsatz beteiligt. Nach SZ-Informationen soll der Festgenommene nicht in dem Bad Laaspher Stadtteil gemeldet gewesen sein, hielt sich aber dort auf, um Unterschlupf zu finden.

Gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern

In mehreren Ermittlungsverfahren der Schwerpunktstelle für grenzüberschreitende Kriminalität der Staatsanwaltschaft Landshut wurden nach ersten, bereits im Januar erfolgten Durchsuchungen und Festnahmen am Mittwoch zwei weitere Bandenmitglieder in Untersuchungshaft genommen – eines davon in Banfe. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um zwei Syrer im Alter von 22 und 25 Jahren, die mutmaßlich seit mindestens Frühjahr 2020 zahlreiche Schleusungen organisiert haben – laut Pressemitteilung besteht der Tatverdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.

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Nach Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München sollen dabei die geschleusten Menschen vorwiegend syrischer Herkunft etappenweise über die Balkanroute nach Deutschland und in die Niederlande gebracht worden sein, „zum Teil unter lebensgefährdender Behandlung durch den Transport auf Lkw-Ladeflächen“, wie es im Polizeibericht heißt. Den bisherigen Ermittlungsergebnissen zufolge waren die Beschuldigten dabei neben der eigentlichen Organisation der Schleusung insbesondere auch für die Abwicklung der für deren Bezahlung notwendigen Finanztransaktionen nach dem so genannten „Hawala“-Prinzip verantwortlich.

Insgesamt 17 Wohnungen durchsucht

Bei dem seit dem frühen Mittwochmorgen laufenden Einsatz wurden insgesamt 17 Wohnungen und Geschäftsräume in Schwerte, Bottrop, Dortmund, Aachen, Ibbenbüren, Kerken und Banfe durchsucht und die besagten zwei Untersuchungshaftbefehle vollstreckt. Dabei konnten nach Darstellung der Münchener Ermittler Bargeldbeträge im fünfstelligen Bereich sichergestellt werden.

„Aufgrund der laufenden polizeilichen Maßnahmen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden“, erklärte Alexander Klunker abschließend.

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