Stadt Bad Laasphe investiert 305.000 Euro

Neues TLF 3000 für die Feuerwehr Rüppershausen

Bürgermeister Dirk Terlinden, die stellv. Feuerwehr-Chefs Rainer Müller und Maik Hobrath, Leiter Dirk Höbener und der stellv. Rüppershäuser Einheitsleiter Jens Höse (v. l.) freuen sich über das neue TLF 3000.

Bürgermeister Dirk Terlinden, die stellv. Feuerwehr-Chefs Rainer Müller und Maik Hobrath, Leiter Dirk Höbener und der stellv. Rüppershäuser Einheitsleiter Jens Höse (v. l.) freuen sich über das neue TLF 3000.

sz Rüppershausen. Die Fahrzeugflotte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe wurde verjüngt: Ein funkelnagelneues Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) ist seit Kurzem am Standort der Löschgruppe Rüppershausen stationiert. Aufgrund von Corona fand die offizielle Übergabe nur im kleinen Rahmen statt. Bürgermeister Dirk Terlinden stellte das 290 PS starke Gefährt in Dienst und übergab es an Feuerwehrchef Dirk Höbener, der den Schlüssel symbolisch sogleich an den stellv. Einheitsleiter, Jens Höse, weiterreichte. Bei dem TLF 3000 handelt es sich um ein Fahrzeug der Firma MAN mit Automatikgetriebe und einem Aufbau des Ausrüstungsspezialisten Rosenbauer. Es kann sowohl zur Brandbekämpfung als auch zur technischen Hilfe eingesetzt werden. Bereits Mitte November hatten die Feuerwehrkameraden das Fahrzeug bei Rosenbauer im brandenburgischen Luckenwalde abgeholt. Es ersetzt das bisher in Rüppershausen stationierte LF 20, das mit seinen 24 Jahren das älteste Fahrzeug der Bad Laaspher Wehr war.

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Einheit Rüppershausen mit großem Einsatzgebiet

Die vergangenen beiden Wochen nutzten die Einsatzkräfte, um sich in Schulungen mit dem neuen Gefährt und seiner Handhabung vertraut zu machen, damit sie es im Ernstfall schnell und richtig bedienen können. Denn im Vergleich zum Vorgänger haben sich doch ein paar Dinge geändert. Neben der Getriebeart ist das zum Beispiel die Größe des Wassertanks. „Der fasst jetzt 3000 Liter“, berichtet Dirk Höbener. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Einheit Rüppershausen ein großes Einsatzgebiet mit vielen Höfen habe, sei dieses Mehr an Volumen „ein echtes Pfund“. Der Tank auf dem alten Fahrzeug war für 1600 Liter ausgelegt gewesen. Ausgestattet ist das TLF 3000 außerdem mit einem 400-Liter-Schaummitteltank, einer Feuerlöschkreiselpumpe N 35 mit zentraler Wasserachse, LCS-Steuerung und Hochdruckpumpe mit 50-Meter-Haspel, einem pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast mit sechs LED-Strahlern und einer LED-Innen- und Umfeldbeleuchtung. Darüber hinaus besitzt es einen Wasserwerfer auf dem Fahrzeugdach, vier Pressluftatmer im Mannschaftsraum, abklappbare Kotflügel, eine Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe in G 6, eine Selbstschutzanlage mit Löschdüsen unterhalb der Stoßstange und an der Hinterachse sowie einen sogenannten Action Tower im Mannschaftsraum, in dem schnell benötigte Hilfsmittel wie Taschenlampen, Funkgeräte oder Erste-Hilfe-Produkte griffbereit Platz finden. Eine Verkehrswarneinrichtung mit im Dachüberbau integriertem Blaulicht, ein Frontdisplay im Fahrerhaus sowie eine Rückfahrkamera sorgen für weitere Sicherheit bei Einsatzfahrten. Insgesamt acht Feuerwehrmänner und -frauen finden in dem TLF 3000 Platz. Die Beladung wurde zum Großteil vom alten LF 20 übernommen, einige Geräte wurden aber auch durch neue ersetzt.

Neues Fahrzeug deckt großes Einsatzspektrum ab

„Durch seine umfangreiche Ausstattung deckt das Fahrzeug ein großes Einsatzspektrum ab“, erklärt Dirk Höbener. Ein enormer Vorteil sei, dass es gleichzeitig Wasser pumpen und fahren könne. Das spare im Ernstfall wichtige Zeit. Ebenso wie die Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum, mit denen sich die Kameraden schon während der Fahrt ausrüsten könnten, sollte es nötig sein. „Alles in allem eignet sich das TLF aufgrund seiner Bauart und Komponenten auch hervorragend zur Waldbrandbekämpfung – ein Thema, das uns sicherlich in den nächsten Jahren noch massiv beschäftigen wird“, so Dirk Höbener.

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TLF 3000 für einen guten Preis bekommen

Und noch etwas freut den Leiter der Feuerwehr: „Wir haben dieses TLF 3000 wirklich zu einem sehr guten Preis kaufen können.“ Der Grund: Es stammt aus einem nicht zustande gekommenen Auftrag, der eigentlich nach Polen gehen sollte: Insgesamt investierte die Stadt Bad Laasphe rund 305.000 Euro in das neue Fahrzeug. Dirk Höbener: „Das ist natürlich trotzdem noch eine stolze Summe. Deshalb möchte ich mich im Namen aller Kameradinnen und Kameraden ganz herzlich bei der Politik und der Verwaltung für diese Investition bedanken. Das Fahrzeug stellt eine wesentliche Verbesserung für unsere Arbeit dar.“ Dirk Terlinden nahm den Dank gerne mit ins Rathaus, sah jedoch auch die Notwendigkeit einer gut und zeitgemäß ausgerüsteten Feuerwehr: „Natürlich hoffen wir alle, dass dieses Fahrzeug nur selten gebraucht wird. Doch wir müssen uns keiner Illusion hingeben: die Einsätze werden kommen. Und dafür ist das Vorhandensein einer modernen Feuerwehrtechnologie grundlegend. Sie trägt zur Sicherheit der Bürger und nicht zuletzt auch zur Sicherheit der Einsatzkräfte bei. Und darauf kommt es an.“ Zwei Einsätze hat die Löschgruppe Rüppershausen mit dem neuen Fahrzeug bereits absolviert. Der 24 Jahre alte Vorgänger hingegen soll einen neuen Besitzer bekommen: „Er kommt in eine Online-Auktion“, verrät Dirk Höbener.

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