Israelische Offiziere zu Gast in der Hachenberg-Kaserne

Ein historischer Moment

Der Vertreter des Kommandeurs des Einsatzführungsbereichs 2, Oberst Volker Engelmann (r.), nimmt ein Gastgeschenk der israelischen Delegation entgegen. Die Köpfe der Israelis sind aus Sicherheitsgründen gepixelt.

Der Vertreter des Kommandeurs des Einsatzführungsbereichs 2, Oberst Volker Engelmann (r.), nimmt ein Gastgeschenk der israelischen Delegation entgegen. Die Köpfe der Israelis sind aus Sicherheitsgründen gepixelt.

sz Erndtebrück. Deutschlandweites Interesse erzeugten die Nachrichten, dass die israelischen Luftstreitkräfte erstmals in der Geschichte mit Kampfflugzeugen an gemeinsamen Übungen in Deutschland teilnehmen. Seit letzter Woche starten sie von Nörvenich aus, um gemeinsam mit der Deutschen Luftwaffe – und in dieser Woche auch mit weiteren Nationen – zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen.

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Israelische Offiziere hospitieren

Da auch der Luftwaffenstandort Erndtebrück ein wesentlicher Akteur in dieser Multinationalen Übung ist, hospitieren israelische Offiziere ebenfalls in der Hachenberg-Kaserne, um einen Einblick in die Arbeit des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe zu erhalten. Als historisches Ereignis wurde in der vergangenen Woche die erstmalige Verlegung israelischer Militärflugzeuge nach Deutschland bezeichnet und entsprechend wurde in Funk und Fernsehen berichtet. Auf Einladung von Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, trainierten in der letzten Woche beide Luftstreitkräfte bei der gemeinsamen Übung „Blue Wings“ komplexe und fordernde Luftoperationen.

An deutscher Übung beteiligt

In dieser Woche sind die Israelis an der von Deutschland ausgerichteten Übung „MAG Days (Multinational Air Group Days)“ beteiligt. Die militärische Zusammenarbeit beider Länder nimmt zu, so hat die deutsche Luftwaffe bereits zweimal an der multinationalen Übung „Blue Flag“ in Israel teilgenommen. Auch der Luftwaffenstandort Erndtebrück ist eng in diesen Übungen eingebunden. In der Luftraumüberwachungszentrale am Standort, dem sogenannten CRC (Control and Reporting Centre) wird nicht nur 24-Stunden rund um die Uhr der Luftraum überwacht. Eine zusätzliche Aufgabe besteht darin, den Übungsflugbetrieb über Deutschland zu unterstützen und den militärischen Flugbetrieb zu leiten – bei vielen teilnehmenden Flugzeugen eine hochkomplexe Aufgabe. Die Tätigkeiten reichen von der Koordination spezieller, für den zivilen Flugverkehr gesperrter Lufträume über die Planung von Luftbetankungsoperationen bis zur Jägerleitung der eingesetzten Kampfflugzeuge via Funk und Radar. Eine Aufgabe, die von den israelischen Gästen im Rahmen der internationalen Kooperation mit Interesse verfolgt wird.

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Ein "historischer Moment"

Auch Oberstleutnant Michael Wentzel, Leiter der Einsatzgruppe des Einsatzführungsbereichs 2, ist beeindruckt vom Ausmaß und der Besonderheit der Übung: „Die Teilnahme meines Personals an dieser nicht alltäglichen Hochwertübung ist für mich ein Glücksfall. Meine Soldatinnen und Soldaten haben hier die Gelegenheit, ihre gesamten Kenntnisse und Fertigkeiten unter Beweis zu stellen, was sie mit Bravour tun. Die erstmalige Anwesenheit israelischer Offiziere als Beobachter einer militärischen Übung ist auch für uns ein historischer Moment und bietet zugleich eine außergewöhnliche Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch auf der Führungs- und Arbeitsebene sowie zur weiteren Verbesserung des interkulturellen Verständnisses.“

Reservierte Lufträume vor allem über der Nordsee

Übermäßigen Lärm muss indes niemand in der heimischen Region befürchten. Die speziell reservierten Lufträume, in denen die Kampfflugzeuge ihre Fähigkeiten trainieren, befinden sich größtenteils über der Nordsee, um größere Lärmbelastungen zu vermeiden.

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