Glückwunsch des Kommandeurs

Erndtebrück: Radar-Veteran leitet seinen letzten Einsatz

Niedersachsen, Wittmund: Ein Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter der Luftwaffe startet auf dem Fliegerhorst Wittmundhafen. Von Erndtebrück aus werden deutschlandweit Abfangeinsätze geleitet.

Niedersachsen, Wittmund: Ein Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter der Luftwaffe startet auf dem Fliegerhorst Wittmundhafen. Von Erndtebrück aus werden deutschlandweit Abfangeinsätze geleitet.

Erndtebrück. Es war die letzte „Mission“ für Hauptmann Werner Bitzer. Und es war das 8.195. mal, dass er im Luftverteidigungsgefechtstand in Erndtebrück den Einsatz von Kampfflugzeugen koordinierte. „Eine Zahl, die nicht jeder Jägerleitoffizier erreicht und die ganz sicher eine Würdigung verdient“ -da sind sich die Kameradinnen und Kameraden auf dem Erndtebrücker Hachenberg sicher.

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Erste Station in Meßstetten

Als Abfangeinsatz bezeichnet man es, wenn ein Jägerleitoffizier Kampfflugzeuge durch den deutschen Luftraum navigiert, um sie möglichst schnell an ein Flugziel heran zu führen. Aber auch andere Missionen wie komplexe Luftkriegsoperationen oder Betankungen gehören zu den Aufgaben im Luftverteidigungsgefechtsstand in Erndtebrück. Für Werner Bitzer fast schon eine Lebensaufgabe, die er mit seiner 8.195. „Mission“ beendete. Eine so hohe Zahl an Einsätzen ist nur durch langjährige Erfahrung möglich. Der gebürtige Meßstettener ist bereits seit 1976 in der Luftraumüberwachung tätig.

Zunächst war er lange Jahre in Meßstetten selbst stationiert, sammelte aber auch Erfahrungen in Holzdorf. Seine letzten Dienstjahre verbrachte er im Einsatzführungsbereich 2 in der Edergemeinde. Bereits 2019 quittierte Werner Bitzer den Dienst, doch er blieb seiner Sache treu. Seit 2019 unterstützt er den Einsatzführungsbereich 2 regelmäßig als Reservedienstleistender.

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Oberst Menger (2.v.r.) und Oberstleutnant Egger (r.) gratulieren Hauptmann Werner Bitzer (l.) zum 8.195sten Abfangeinsatz.

Oberst Menger (2.v.r.) und Oberstleutnant Egger (r.) gratulieren Hauptmann Werner Bitzer (l.) zum 8.195sten Abfangeinsatz.

Für dieses nicht alltägliche Engagement für die Luftraumüberwachung bedankten sich nun auch der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberst Sven Menger und der Leiter der Einsatzgruppe, Oberstleutnant Dirk Egger, nachdem sie die letzte Mission live mit verfolgten. Beide begannen übrigens ihre Laufbahn ebenfalls in Meßstetten und wurden im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit auch von Werner Bitzer ausgebildet. So schließt sich manchmal ein Kreis. Werner Bitzer geht dem Einsatzführungsbereich 2 übrigens nicht verloren. Er hat sich nur aus dem aktiven Kontrolldienst abgemeldet. Seine Erfahrung und sein umfangreiches Fachwissen wird er künftig im Rahmen der Ausbildung an künftige Jägerleitoffiziere weitergeben.

Erndtebrück: 365 Tage den Luftraum im Blick

Im Luftverteidigungsgefechtsstand in Erndtebrück wird der deutsche Luftraum 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr überwacht. Im Fachjargon wird die Anlage in der Hachenbergkaserne „Control and Reporting Centre“, kurz CRC, genannt. Bei Unregelmäßigkeiten alarmieren Soldaten von Erndtebrück aus die sogenannte „Alarmrotte“. Diese Flugformation besteht aus zwei Abfangjägern (Eurofighter), die vom Radarleitoffizier zu einem Flugziel geführt werden. Besondere Vorkommnisse werden übrigens an den übergeordneten nationalen Gefechtsstand an einen übergeordneten NATO-Gefechtsstand gemeldet. Somit ist auch ein Datenaustausch mit anderen Nationen gewährleistet.

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