Neuer Bebauungsplan für barrierefreie Wohnungen erforderlich

Anlage soll ins Erndtebrücker Ortsbild passen

Anstelle des ehemaligen Soldatenheimes im Herzen Erndtebrücks sollen bald 34 barrierefreie Wohnungen in einem neuen Gebäudekomplex entstehen.

Anstelle des ehemaligen Soldatenheimes im Herzen Erndtebrücks sollen bald 34 barrierefreie Wohnungen in einem neuen Gebäudekomplex entstehen.

sz Erndtebrück. Die baurechtliche Grundlage für den geplanten Neubau mit barrierefreien Wohnungen auf dem Gelände des Soldatenheims in Erndtebrück schien eigentlich seit Herbst schon fix. Der Rat der Edergemeinde hatte im Oktober einer Änderung des Bebauungsplans ja schon grünes Licht erteilt. Indes war die Gemeindeverwaltung seinerzeit davon ausgegangen, dass „notwendige Befreiungen und Abweichungen von dem rechtskräftigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan und der geltenden Gestaltungssatzung von der Bauaufsichtsbehörde erteilt werden können, um das Bauvorhaben zu genehmigen“.

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Beschleunigtes Verfahren ins Auge gefasst

Offenkundig sah der Kreis dies als Genehmigungsbehörde anders, wie jetzt die Gemeindeverwaltung einräumt: „Im Laufe des Verfahrens stellte sich jedoch heraus, dass nicht für alle notwendigen Änderungen Befreiungsbescheide erteilt werden können.“ Um baurechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wird nun also ein neuer Bebauungsplan erarbeitet, dessen Aufstellung der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 24. Februar, absegnen soll. Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren Gültigkeit erlangen, sodass auf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange verzichtet werden kann und kein Umweltbericht und kein ökologischer Ausgleich erforderlich sind.

Marodes Soldatenheim wird abgerissen

Im Bebauungsplan soll festgelegt werden, dass der geplante Gebäudekomplex, für den das marode Soldatenheim abgerissen wird, maximal drei Vollgeschosse haben darf. Die maximal zulässige Bauhöhe beträgt 12,75 Meter. Es gibt keine Vorgabe zur Dachform. Wenn jedoch ein Flachdach errichtet wird, ist dieses zu begrünen, soweit keine Anlagen zur Energiegewinnung wie Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Die Fassade muss sich in das Ortsbild einfügen. Alle Festsetzungen sind mit dem Architekten des Bauherrn abgestimmt, wie die Gemeindeverwaltung erläutert.

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34 seniorengerechte Wohnungen geplant

Investor Christian Buderus plant den Neubau einer Wohnanlage mit 34 seniorengerechten Wohnungen, das ehemalige „Haus Wittgenstein“ wird dafür abgerissen. Derzeit läuft das Baugenehmigungsverfahren, wie Christian Buderus kürzlich auf Anfrage berichtete, und auch die Darlehen bei der NRW-Bank sind beantragt. Christian Buderus rechnete nicht vor dem Frühjahr mit einer Baugenehmigung – da war allerdings noch nicht klar, dass doch noch ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Wenn die Baugenehmigung vorliegt, soll der Abriss des alten Soldatenheims beginnen. Das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren gebaut, es war Bürgerhaus mit Restaurant und Veranstaltungssaal. Im Jahre 1999 wurde der Komplex an die Buderus GmbH verkauft. Ab der Mitte der 2000er-Jahre stand das Soldatenheim weitgehend leer. Bereits 2011 gab es Pläne, das Gebäude abzureißen. Die Genehmigung dafür lief allerdings 2016 ungenutzt ab. Die vorgesehenen seniorengerechten Wohnungen erschienen den Besitzern damals nicht wirtschaftlich. Seit 2019 hat sich die Situation geändert: Eine verbesserte Finanzierungskulisse macht den Neubau einer Wohnanlage für die Investoren attraktiver. Mit dem Bebauungsplan soll für dieses Projekt nun die nächste Hürde genommen werden.

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