Pfarrer in Erndtebrück

Stefan Berk wird Theologischer Referent der Geschäftsführung

Führungswechsel bei der Wittgensteiner Synode im September 2020: Superintendent Stefan Berk übergibt den Staffelstab an seine Nachfolgerin Simone Conrad.

Führungswechsel bei der Wittgensteiner Synode im September 2020: Superintendent Stefan Berk übergibt den Staffelstab an seine Nachfolgerin Simone Conrad.

sz Erndtebrück/Sennestadt. Zum 1. September 1998 hat Stefan Berk seinen Dienst als Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück angetreten, am 31. Januar 2021 endet dieser nun offiziell. Schon seit dem Sommer wohnt der ehemalige Superintendent des Kirchenkreises nicht mehr in Wittgenstein, in den vergangenen Monaten war er für ein Kontaktstudium am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel beurlaubt (die Siegener Zeitung berichtete).

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Zehn Jahre nach Beginn ihres Probedienstes haben in Westfalen alle Pfarrer diese Möglichkeit, für ein Semester an eine Hochschule zurückzukehren. Auch wenn der Uni-Besuch am Ende wegen der Corona-Pandemie doch eher virtuell stattfand, wie Stefan Berk erläutert: „Von dem ‚Kontaktstudium blieb nur der Teil ‚Studium‘ übrig, weil alle Termine digital stattfanden. Das funktioniert zwar, aber das Gespräch, die ausführlichen Diskussionen, der Austausch über Erfahrungen bleibt auf der Strecke – ein dürres Semester. Schade, aber trotzdem eine gute Hilfe, um den Kopf und die Seele frei zu bekommen für eine neue Aufgabe.“

Stefan Berk freut sich auf seine neue Aufgabe

Und auch fachlich bereitete ihn das Semester in Diakoniewissenschaft und -management auf seine neue Arbeitsstelle vor, die frisch aus der Taufe gehoben worden ist: „Theologischer Referent der Geschäftsleitung im Evangelischen Johanneswerk. Die Mitarbeit in einem großen diakonischen Unternehmen mit rund 7000 Mitarbeitenden, mit stationären und ambulanten Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe, mit Werkstätten, mit auf seelische Erkrankungen spezialisierten Kliniken, alles quer über Nordrhein-Westfalen verstreut, unterscheidet sich von der Leitung eines Kirchenkreises und einer Pfarrstelle in einer Gemeinde.“ Wobei er als Wittgensteiner Superintendent durch seine langjährige Arbeit in der Gesellschafterversammlung des Wittgensteiner Diakonischen Werks bereits einen guten Einblick in ein schwieriges Geschäft bekommen hatte: „Es wird um Fragen der Seelsorge gehen, um den theologisch-spirituellen Anteil an einer Unternehmenskultur, um Hospizarbeit ebenso wie interreligiöse Öffnung – und alles findet in dem rauen Wind des liberalisierten Sozialstaates statt, in dem Angebot und Nachfrage den Wettbewerb regeln. Ich bin gespannt, ich freue mich auf diese neuen Herausforderungen. Es ist eine große Wertschätzung, eine solche Aufgabe mit 60 Jahren noch beginnen zu können.“

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Stefan Berk und Ehefrau Ulrike müssen wegen Corona schnell aus Erndtebrück weg

Corona machte am Ende auch den Weggang von Stefan Berk und seiner Ehefrau Ulrike aus Erndtebrück deutlich abrupter als sie sich das vorgestellt hatten: „Von vielen Menschen konnten wir nicht Abschied nehmen, haben nur telefoniert oder geschrieben. Das fühlt sich auch nach vier Monaten immer noch fragmentarisch an. Die Verabschiedung durch die Präses Ende September war unsere letzte Begegnung mit Weggefährten der vergangenen Jahre, die Sitzung des Presbyteriums der Kirchengemeinde Erndtebrück Mitte Januar, in der Jaime Jung als mein Nachfolger in Erndtebrück gewählt wurde, setzte den letzten Schlusspunkt in der Gemeinde. Der inoffizielle Abschied war ja schon im September, als ich meinen letzten Gottesdienst gehalten habe.“ Und das Ehepaar Berk ist gut im Bielefelder Bezirk Sennestadt angekommen: „Wir empfinden es als Geschenk, dass wir auf Anhieb einen Bungalow gefunden haben, in dem wir uns wirklich wohl und zuhause fühlen. Vielleicht trägt dazu bei, dass wir durch eine Erndtebrücker Firma wieder einen Schieferboden hier haben legen lassen, denselben, den wir auch in unserem Haus im Sonnenweg von Anfang an geliebt haben. Merkwürdig, wie manchmal solche Äußerlichkeiten das Gefühl von Heimat aufkommen lassen – oder jedenfalls von Zuhause-Sein.“ Auch wenn die Corona-Beschränkungen gerade noch das wirkliche Einleben behindern, ist Stefan Berk gewiss: „Wir sind sicher, dass das kommen wird und gut wird, hier in Sennestadt, gleich am Fuß des Teutoburger Waldes. Wandern kann man hier fast so gut wie in Wittgenstein.“ Die Arbeit wird den gebürtigen Siegerländer Stefan Berk früher oder später auch wieder hierher führen: „Weil es auch in Bad Berleburg und Netphen Einrichtungen des Johanneswerkes gibt, die beiden Altenheime, die Klinik Wittgenstein und die Tagesklinik in Netphen, werde ich dann und wann bestimmt auch mal in Wittgenstein unterwegs sein und die alten Kontakte halten.“

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