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Künstlerische Eingriffe im öffentlichen Raum
Buntes Gewusel rund ums "Q"

Rote Verbotspoller auf einem Feld: Welchen Sinn haben Verbote, fragt Simon Hönicke mit diesem Eingriff in den Raum. Fragen wir alle nach dem Sinn von Regeln?
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  • Foto: Emma Svea Schmidt
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 ess- Die Kunstaktionen der Studierenden der Uni Siegen und der "Qulutrwerkstatt" regen zum Austausch und zur Diskussion an.
ess Deuz.  Da haben die Deuzer aber nicht schlecht gestaunt, als plötzlich eine Gruppe junger Studierender Einzug in den Netpher Ortsteil Deuz hielt: Im Rahmen des groß angelegten Projektes „Wanderspace“ wurden am vergangenen Wochenende studentische Kunstwerke im und um das „Q“ der „Qulturwerkstatt“ herum installiert. Die Aktion war Teil eines Kunstseminars der Universität Siegen, das es den Lehramtsstudierenden ermöglichte, künstlerische Akzente im öffentlichen Raum zu setzen.
Künstlerische Eingriffe   vor Ort Aufgabe des offenen Ateliers unter der Leitung von Prof.

 ess- Die Kunstaktionen der Studierenden der Uni Siegen und der "Qulutrwerkstatt" regen zum Austausch und zur Diskussion an.
ess Deuz.  Da haben die Deuzer aber nicht schlecht gestaunt, als plötzlich eine Gruppe junger Studierender Einzug in den Netpher Ortsteil Deuz hielt: Im Rahmen des groß angelegten Projektes „Wanderspace“ wurden am vergangenen Wochenende studentische Kunstwerke im und um das „Q“ der „Qulturwerkstatt“ herum installiert. Die Aktion war Teil eines Kunstseminars der Universität Siegen, das es den Lehramtsstudierenden ermöglichte, künstlerische Akzente im öffentlichen Raum zu setzen.

Künstlerische Eingriffe   vor Ort 

Aufgabe des offenen Ateliers unter der Leitung von Prof. Johanna Schwarz war es, im Auge der Öffentlichkeit ortsbezogene und temporäre Kunstwerke in das Stadt- bzw. Ortsbild zu integrieren. Nach intensiver Betrachtung der Umgebung entwickelten die Studierenden verschiedenen Ideen dazu, wie Deuz mit der Kunst verschmelzen könne – oder Kunst mit Deuz: Natalie Kowitz wandelte die öde, betonierte Straße vor dem „Q“ und am Bühlgarten kurzerhand in eine Leinwand aus Pulverkreide um, an der sich die Bewegungsverläufe der Menschen nachvollziehen ließen, die über sie liefen, stehenblieben, die Richtung wechselten, oder … Hanna Marie Lachnitt und Dominik Höller spannten im Garten des „Q“ von den Farben Netphens inspirierte Fäden auf, und Simon Hönicke hinterfragte mit dem Aufstellen von Pollern auf einem Feld die Sinnhaftigkeit von Verboten.

Fachwerk ist gar nicht so einfach

Studentin Sophie Kedziora fielen beim Schlendern durch die Stadt vor allem die von Fachwerkhäusern gesäumten Straßenzüge auf, die sie dazu anregten, sich der traditionsreichen Bauart zuzuwenden: „Ein Fachwerkhaus in Miniaturform nachzubauen erfordert viel handwerkliches Geschick und Geduld“.
Auf positive Resonanz stieß außerdem die von Viola Holschbach installierte Sitzbank in Form einer Kuh vor der ev. Kirche. Am 17. Juni um 14 Uhr wird es nach Fertigstellung aller Werke einen Rundgang für Interessierte geben.
Ziel des Projektes „Wanderspace“ sei es, so Prof. Johanna Schwarz erläuternd, dem Mangel an Kunst- und Kulturangeboten im ländlichen Raum entgegenzuwirken. Die Projekte durchbrächen dabei die künstlerisch-abstrakte Dimension und werden zu Stätten zwischenmenschlicher Berührungspunkte.

Deuzer reagieren positiv

Das hat zumindest im Kontext von Netphen gut funktioniert: Viele Anwohner zeigten sich erfreut über die künstlerischen Impulse. Eine Studentin konnte sogar einen Gig als Sängerin in der St.-Matthias-Kirche ergattern. Bis Herbst 2021 sind noch viele weitere Projekte in Kooperation mit der „Qulturwerkstatt“ geplant.
Ewig wird der „Wanderspace“ jedoch nicht in Netphen verweilen, wie der Name schon sagt. Man wolle mobil bleiben und prozessartig eine architektonische Skulptur entwickeln, die an verschiedenen Orten auf neue Art und Weise kompositorisch zusammengesetzt werden könne und dennoch einen Wiedererkennungseffekt habe, erläuterten die Projektmacher.
Emma Svea Schmidt

Rote Verbotspoller auf einem Feld: Welchen Sinn haben Verbote, fragt Simon Hönicke mit diesem Eingriff in den Raum. Fragen wir alle nach dem Sinn von Regeln?
Menschen hinterlassen Spuren. Augenfällig in Szene gesetzt von Natalie Kowit, deren Kreidefläche die Spuren der Vorübergehenden aufnimmt.
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Redaktion Kultur

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