SZ

Kulturpolitik schaut sich Deuzer Qulturwerkstatt persönlich an
„Das ist doch alles toll“

Ministerin Pfeiffer-Poensgen und die anderen „Besichtiger“ schickten Papierfliefer mit guten Wünschen für das Qultur-Projekt in den Himmel.
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  • Foto: Olaf n. Schwanke
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ne Deuz. Ein bisschen trübe war bloß das Wetter, das sich nicht wie alle und alles andere in strahlender Laune und hell präsentierte, aber ein bisschen „Becherwetter“ (Bernd und Hilla Becher fotografierten immer bei diesigem, bedeckten Himmel) hat der Kultur in der Region noch nie geschadet: Vergangenen Samstagnachmittag schaute eine prominent besetzte Delegation aus Kulturpolitikerinnen und -politikern der Stadt, des Kreises, des Regierungsbezirkes und des Landes in der ehemaligen Schreinerei Hänel und Sohn im alten Ortskern von Deuz vorbei,...

ne Deuz. Ein bisschen trübe war bloß das Wetter, das sich nicht wie alle und alles andere in strahlender Laune und hell präsentierte, aber ein bisschen „Becherwetter“ (Bernd und Hilla Becher fotografierten immer bei diesigem, bedeckten Himmel) hat der Kultur in der Region noch nie geschadet: Vergangenen Samstagnachmittag schaute eine prominent besetzte Delegation aus Kulturpolitikerinnen und -politikern der Stadt, des Kreises, des Regierungsbezirkes und des Landes in der ehemaligen Schreinerei Hänel und Sohn im alten Ortskern von Deuz vorbei, die sich (die SZ berichtete mehrfach) seit 2019 durch engagiertes Ehrenamt und mit Unterstützung regionaler und überregionaler Kulturförderung zu einem vielseitigen, niedrigschwelligen und kreativen „Dritten Ort“ des gemeinschaftlichen Miteinanders entwickelt.

"Dritte Orte" für die Zeit zwischen Arbeit und Zuhause

 Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung und Juror des Kulturförderprojektes „Dritte Orte“, startete vergangenen Samstag seine Besichtigungstour aller 26 ausgewählter und finanziell geförderter Projekte, eine Tour, die am 19. Januar mit der Besichtigung der „Bücherei der Zukunft“ Bad Berleburg enden wird, am Vormittag in Schalksmühle. Sie hatte ihre zweite Station in Deuz. Zum Auftakt der Tour begleitete ihn Isabel Pfeiffer-Poensgen, seit 2017 Ministerin für Kultur und Wissenschaft.

YouTube wird "mitgedacht"

Die Delegation besichtigte die Gebäude, ließ sich die vielfältigen Mitmach-Konzepte der engagierten Ehrenamtler erläutern und zeigte sich angetan: sowohl vom Engagement wie auch vom Konzept der offenen Begegnungsstelle mitten im historischen Ortskern, die zu einem neuen öffentlichen Zuhause nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Netphen werden soll. Eben ein „Dritter“ Ort: nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz, ein Freizeitort der Vielfältigkeit. Pfeiffer-Poensgen und Kaiser, die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach aus Bad Berleburg, der amtierende Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, Hans-Joseph Vogel, Netphens Bürgermeister Paul Wagener sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Team der Kulturministerin nebst dreiköpfigem Kamerateam für die landespolitische Selbstdarstellung auf YouTube besahen sich Schautafeln zur Projektentwicklung und Kinderworkshopergebnisse im demnächst rückzubauenden Holzlager, Bienenstöcke auf der Streuobstwiese an. Sie wurden zu „Rivekooche“ und Kaffee geladen, aufgefordert, ihre Schuhe auszuziehen, um beim Yoga im Kaminzimmer teilzunehmen und durften nach feinem wie vegetarischem Fingerfood am Schluss der Besichtigungs– und Erläuterungstour qulturwerkstattgelbe Papierflieger mit guten Wünschen fürs Projekt beschriften und abschließend im Hof fliegen lassen.

Initiative muss nach drei Jahren auf eigenen Beinen stehen

Kurzweilige zwei Stunden also, während der man sich gut austauschte über Kulturförderung gerade und gezielt für den dörflichen, den regionalen Raum. Der parteilosen Ministerin gefiel das Erlebte: „Alles ganz toll“, fasste sie aufmunternd zusammen. Drei Jahre lang finanziert die Landesförderung die Deuzer Kreativen, dann sollte sich der Verein, der schon 100 Mitglieder hat, darum gekümmert haben, ob man mit gemeinsamer Unterstützung der Gemeinde, des Kreises und des Landes die nachhaltige, langfristige Existenz des multifunktionalen Gemeinschaftsortes gewährleisten kann.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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