"Freak Valley Festival" ging friedlich zu Ende
Im Geist von Woodstock

Guter Typ: Bill von Bushfire bei der Jam Session mit Electric Moon und Spaceslug - mehr als "nur" ein Ersatz für Slomatics.
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  • Guter Typ: Bill von Bushfire bei der Jam Session mit Electric Moon und Spaceslug - mehr als "nur" ein Ersatz für Slomatics.
  • Foto: Irina Missal
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

pav Deuz. Wenn sich Menschen aus Australien, Finnland, den USA, Großbritannien, Schweden, Island, Neuseeland und auch aus Deutschland auf dem Gelände der AWo-Werkstatt in Deuz treffen, kann das nur eines bedeuten: „The freaks are out there.“ Schon zum achten Mal kamen dort an diesem Sonne-satt-Wochenende die Hippies der Metal-Szene zum "Freak Valley Festival" zusammen, um gemeinsam ihre Leidenschaft für Musik zu teilen. Das Open-Air wird nicht nur von Seiten der Veranstalter, sondern auch von den 2500 Besucherinnen und Besuchern als das tolerantestes und friedfertigste Festival überhaupt eingestuft: keine Schlägereien und kein Sexismus. Die Leute bringen ihre Kinder mit, sind unkompliziert und entschuldigen sich, wenn sie jemandem versehentlich auf den Fuß treten.

Verein Rock Freaks zeichnet verantwortlich

Der gemeinnützige Verein Rock Freaks, ein Zusammenschluss musikbegeisterter Menschen aus Siegen und Umgebung, der eng mit dem Vortex Surfer Musikclub in Weidenau (Urzelle des Spektakels) zusammenarbeitet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Woodstock-Spirit aktueller Bands auf die Bühne zu bringen. Abseits dessen, womit sie ihr täglich Brot verdienen, gehört die Leidenschaft der Vereinsmitglieder der Musik, die - abgesehen vom Live-Erlebnis - immer noch am besten auf Vinyl klinge, wie Pressesprecher Michael „Hacki“ Hackler sagt. Der Wittgensteiner bezeichnet sich als Kulturschaffender, der nicht am Kommerz interessiert ist, sondern an Menschen und guter Musik. Dass in diesem Jahr das mediale Echo so groß war (der WDR-"Rockpalast" war vor Ort und streamte live), machte dem Team Spaß, aber (frei nach Karl Valentin) auch Arbeit.

Es gibt schon Band-Anfragen für 2020
Jahr für Jahr wird das Festival optimiert. Das ist auch den rund 300 freiwilligen Helferinnen und Helfern zu verdanken, die sich freuen, kostenfrei dabei sein zu können und das Entgegenkommen des Vereins zu schätzen wissen. „Es gibt kein finanzielles Sponsoring, alles ist Handarbeit“, so Michael Hackler im Gespräch mit der SZ. Dabei komme es auf ein gutes, verlässliches Netzwerk an, das gegenseitige Unterstützung garantiere und das nötige Equipment und köstliche und auch vegan-freundliche Verpflegung zur Verfügung stelle. Dieses Netzwerk ist sowohl auf organisatorischer als auch musikalischer Ebene mittlerweile so tragfähig geworden, dass große Konzerne wie Krombacher oder internationale Bands nicht mehr angefragt werden müssen, sondern selbst auf die Veranstalter zukommen. Bandbooker und Rock-Freaks-Vorsitzender Jens Heide hat schon jetzt die ersten Anfragen für das kommende Jahr. Er versucht, sich immer so viele Bands wie möglich live anzuhören und anzuschauen, denn nur dann sei die Gewissheit da, dass sie auch ein 2500-Personen-Publikum mit ihrer Performance und ihrer nicht im Studio abgemischten Musik abholen können.

Wolfmother brachten Stimmung zum Kochen

Auch der diesjährige Headliner Wolfmother, den Jens Heide schon länger auf seiner Wunschliste stehen hatte, konnte mit seinem Auftritt am späten Samstagabend das Publikum mitreißen. Schon tagsüber war das Festivalgelände merklich gefüllter als an den Vortagen. Die Leute wollten ihren letzten Tag auf dem Gelände in vollen Zügen genießen, und spätestens als um kurz vor 22 Uhr ein Heulen durch die tosende Menge ging und Typen mit mehr Haar als Gesicht auf der Bühne erschienen, wussten alle, dass die australische Rockband Wolfmother die Stimmung zum Kochen bringen würde. Ob auch sie zu den Bands gehören wird, die gerne wiederholt wiederkommt, wird sich zeigen. Die bunt gekleideten Freaks sind im nächsten Jahr in jedem Fall wieder da.

Autor:

Pauline Vollpert (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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