Dritte Orte im ländlichen Raum
Qulturwerkstatt ausgewählt

sz Düsseldorf/Netphen. Die Juryentscheidung für die erste Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ hat am Dienstag der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser, bekannt gegeben. Gemeinsam mit Claus Hamacher, dem Beigeordneten für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen, stellte er 17 Projekte vor, die bei einer individuellen und bedarfsorientierten Konzeptentwicklung eines Dritten Ortes mit bis zu 50.000 Euro für ein Jahr lang unterstützt werden. Insgesamt stehen für das Förderprogramm bis 2023 10 Mill. Euro zur Verfügung.

Qulturwerkstatt Netphen ist Dritter Ort

Ausgewählt hat die achtköpfige Jury als Dritten Ort auch den gerade in der Gründung befindlichen Verein Qulturwerkstatt Netphen. Die Qulturwerkstatt in Salchendorf ist eine Initiative von Künstlerinnen und Künstlern, die auf Bedarfslage im sehr ländlichen Raum reagieren und dafür eine Scheune in einem größeren Gebäudekomplex nutzen wollen.Die Jury hat dieses Vorhaben auf Grund der besonders kreativen Konzeptansätze ausgewählt. Die beiden Köpfe dahinter sind Giulia Gendolla und Stefan Bünnig. Sie wollen Raum für Neues in Sachen Kultur schaffen, Raum, den sie gestalten und mit vielen „Mitmachern“ füllen wollen. Das „Q“ soll für „das Offene, Seltene“ stehen, aber auch für „questions“ und Qualität.

Lesung für Kinder im Backes in Salchendorf

Aktuell bietet die Qulturwerkstatt unter der Überschrift "Qlecks" eine  Schreibwerkstatt für Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren an: donnerstags vom 6. Juni bis 11. Juli zwischen 16 und 18 Uhr im und am Alten Feuerwehrhaus. Am Freitag, 21. Juni, 16 Uhr, heißt es im Salchendorfer Backes "Frau Litha und Herr Professor suchen den Sommer". Angeboten wird eine interaktive Lesung für Kinder ab drei Jahren und ihre Erwachsenen. Und schließlich wird vom 5. bis 7. Juli im Alten Feuerwehrhaus Netphen ein Workshop Film/Fotografie angeboten. Mehr zur Qulturwerkstatt unter www.qulturwerkstatt.de.

Schmallenberg ist auch Dritter Ort

In der Stadt Schmallenberg werden, wie es in der Mitteilung heißt, Kulturangebote überwiegend durch Ehrenamt getragen und treffen auf eine sehr dezentrale Stadtstruktur. Als Dritter Ort soll das Informationszentrum für Holz und Touristik genutzt werden. Die Jury hat die besondere Herausforderung sowie die Einbindung des Aspekts „Digitalisierung“ betont.

Kulturelle Infrastruktur im Land fördern

Mit dem neuen Förderprogramm   unterstützt die Landesregierung Konzepte für die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen. Ziel ist die Entwicklung von neuen und die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden. In der mit 750.000 Euro ausgestatteten ersten Förderphase wird zunächst die Konzeptentwicklung von Dritten Orten unterstützt. Insgesamt 150 Bewerbungen aus dem ganzen Land gingen für die Konzeptförderung ein.  Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase finden sich unter: www.dritteorte.nrw.

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