Gregor Kölsch gibt Fensterkonzert im Seniorenheim St. Elisabeth Netphen
Viel Musik, viele Erinnerungen - und ein Film

Gregor Kölsch (l.) und Hermann Schäl planen einen Film mit Musik, der Impressionen aus dem Siegerland verbindet: stimmungsvolle Erinnerungen.
  • Gregor Kölsch (l.) und Hermann Schäl planen einen Film mit Musik, der Impressionen aus dem Siegerland verbindet: stimmungsvolle Erinnerungen.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

sz Netphen/Niederdielfen. Der Musiker und Sänger Gregor Kölsch gab kürzlich für die Bewohner und Betreuer des Seniorenheimes St. Elisabeth in Netphen ein Fensterkonzert. Eigentlich nichts ganz Ungewöhnliches: Fensterkonzerte gibt es viele. Wenn auch vielleicht nicht im Regen, wie teils an diesem Tag. Aber als das Soundcheck-Lied, „Lass die Sonne wieder scheinen“, angestimmt wurde, kam die Sonne heraus!

„Nach der Heimat zieht´s mich wieder“

Viele Bewohnerinnern und Bewohner nahmen auf den Stühlen vor dem Seniorenheim Platz, andere genossen das Konzert von den Balkonen aus. Die bettlägerigen Bewohner ließen sich von den Betreuern die Fenster aufmachen. 90 Minuten lang spielte Gregor Kölsch sein Programm, das den Titel „Nach der Heimat zieht´s mich wieder“ trug, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Erinnerungen an schöne Erlebnisse

Kölsch hat in der Corona-Zeit schon viele Konzerte mit unterschiedlichen Formationen im Seniorenheim gegeben und ist als Musiker dort bekannt. Da der Niederdielfer auch oft als Besucher im Haus Elisabeth ist, gaben ihm die Bewohner auf seine Bitte hin ihre individuellen Musikwünsche für das nächste Konzert mit. Die Senioren verbinden mit den Musiktiteln Erinnerungen an schöne Erlebnisse aus der eigenen Vergangenheit. Passend zur Jahreszeit begann das Konzert mit dem Volkslied „Der Mai ist gekommen“. Weiter ging es mit „Hohe Tannen“ und „Im schönsten Wiesengrunde“.

Schunkeln beim "Kufsteinlied"

Auch eher ungewöhnliche, besondere Musikwünsche wurden natürlich erfüllt: „Alle Tage ist kein Sonntag“ wollten zwei Bewohnerinnen hören, die mit dem Lied Erinnerungen an ihren Vater verbinden. Bei den Märschen „Dem Land Tirol die Treue“ und dem „Egerländer Musikantenmarsch“ klatschten die Besucher begeistert mit. Und geschunkelt wurde bei dem Walzer „Das Kufsteinlied“.

Schuberts "Ave Maria" ist ein Standardwunsch

Es standen durchaus auch musikalisch anspruchsvolle Lieder auf dem Programmzettel: Aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Franz Lehár sang und spielte Gregor Kölsch das Lied „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“. Das Kirchenlied „Ave Maria“ von Franz Schubert gehört zu den Standardwünschen der Bewohner. Von den Fans von Udo Jürgens kam der Wunsch nach dem Lied „Griechischer Wein“.
Das bekannte „Heimatlos“, mit dem Freddy Quinn seine Karriere 1956 begann, weckte bei den Bewohnern Erinnerungen an ihre Jugendzeit. Mit der schnellen Polka „Verliebt in die Heimat“ ging dann nochmals richtig die Post ab. Beendet wurde das Konzert passend mit den Liedern „Ein schöner Tag“ von Lena Valaitis und „Bye, bye bis morgen“ von den Flippers.

Die nächsten Wunschzettel werden überreicht

Die Bewohner bedankten sich mit herzlichem Applaus für den schönen Nachmittag und übergaben Gregor Kölsch wieder Musikwünsche für ein kommendes Konzert. Die erhält er auch, erzählt er im Telefonat mit der SZ, wenn er zu Besuch im Pflegeheim ist: Immer wieder werden ihm Zettel zugesteckt, auf denen Musikwünsche vermerkt sind. Mit Liedern, die Erinnerungen wecken: an die erste Begegnung mit dem späteren Ehepartner, an den Tanzabend, der so schön war, an den Ausflug oder das besondere Ereignis in der Familie … Die nächsten Konzerte können also vorbereitet werden!

Hermann Schäl macht einen Film draus

Das Konzert wurde vom Fotografen und Filmemacher Hermann Schäl in voller Länge aufgezeichnet. Daraus ist ein „Musikfilm für die Erinnerung“ entstanden. Viele Fotos, die Hermann Schäl erstellt hat, werden zu den Liedern passend eingeblendet. So kann die Erinnerung nicht nur an die Musik, sondern an unsere Region wachgehalten werden, die viele ältere Menschen aus gesundheitlichen Gründen ja nicht mehr bereisen können. – Der Film wird nach der Fertigstellung auch über die Homepage der Siegener Zeitung abrufbar sein.

Autor:

Redaktion Kultur

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