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Liquid Soul Trio spielt im "Spirituellen Sommer"
Weltmusik mit Wasser in der Lichterkirche Deuz

„Musik aus Luft und Wasser“ wurde zu Klängen aus Luft und Liebe: Liquid Soul in der Deuzer Lichterkirche St. Matthias trugen ihren Teil bei zum „Spirituellen Sommer Südwestfalen“, der sich dieses Jahr ums Wasser dreht.
  • „Musik aus Luft und Wasser“ wurde zu Klängen aus Luft und Liebe: Liquid Soul in der Deuzer Lichterkirche St. Matthias trugen ihren Teil bei zum „Spirituellen Sommer Südwestfalen“, der sich dieses Jahr ums Wasser dreht.
  • Foto: Olaf n. Schwanke
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ne Deuz. Schön, dass der Förderverein der Lichterkirche St. Matthias ein offenes Ohr für interessante Konzertmusik hat, stets auf der Suche nach spannenden Veranstaltungskonzepten ist – und immer wieder aufs Beste fündig wird. Das hat sich längst herumgesprochen, und so waren die Pandemie-bedingt raren Plätze in der kühlen Brutalismuskirche schnell und umfassend ausgebucht, sodass noch kurz vor Beginn des Konzertes ein paar Stühle an die Wand gestellt wurden, damit auch alle ihren abstandssicheren Platz fanden.
Ravi Srinivasan macht Liquid Soul zum TrioVereinsvorstand Alexander Weber begrüßte also ein konzerthungriges Publikum, versprach Ungewöhnliches und Schönes – und beides wurde im gut 90-minütigen Konzert eingelöst.

ne Deuz. Schön, dass der Förderverein der Lichterkirche St. Matthias ein offenes Ohr für interessante Konzertmusik hat, stets auf der Suche nach spannenden Veranstaltungskonzepten ist – und immer wieder aufs Beste fündig wird. Das hat sich längst herumgesprochen, und so waren die Pandemie-bedingt raren Plätze in der kühlen Brutalismuskirche schnell und umfassend ausgebucht, sodass noch kurz vor Beginn des Konzertes ein paar Stühle an die Wand gestellt wurden, damit auch alle ihren abstandssicheren Platz fanden.

Ravi Srinivasan macht Liquid Soul zum Trio

Vereinsvorstand Alexander Weber begrüßte also ein konzerthungriges Publikum, versprach Ungewöhnliches und Schönes – und beides wurde im gut 90-minütigen Konzert eingelöst. „Musik aus Luft und Wasser“ wurde angekündigt, Liquid Soul – in der Stammformation mit Beate Gatscha und Gert Anklam, die immer wieder mit anderen Gastmusikern zusammenarbeiten und sich gerne mit dem Tablaspieler, Perkussionisten und Sänger Ravi Srinivasan als Trio komplettieren – betraten eine für Multiinstrumentalisten typisch vollgestellte Bühne und verzauberten auf Anhieb das vom unterkühlten Hochsommer klamme Publikum, bis endlich Füße wippten, Köpfe nickten und überall Lächeln regierte.

Ein Phänomen: die Wasserstichorgel

Ein Dutzend Stücke aus ihrem reichhaltigen Repertoire wurden aufgeführt, mit Tanz, Gesang und vielen zum Teil kuriosen Instrumenten aus aller Welt (die SZ berichtete). Tabla, Sheng und Aquarion, Hang, Suling und namentlich die von Anklam und Gatscha in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Künstler Martin Spühler vor zweiundzwanzig Jahren entwickelte Wasserstichorgel (WSO) brachten verblüffende Klangfarben nach Deuz, entführten auf einen balinesischen Markt oder in unbestimmbare Atmosphären von Ruhe oder Gestimmtheit, Lebendigkeit und quirliger Freude.

Jazzig bis meditativ, immer originell

Jazzig zum Teil, meditativ manchmal und immer originell und mit treibenden, bisweilen komplexen Rhythmen versehen, durfte das Publikum sich auf musikalischer Reise wähnen, erlebte „Monsunzeit“ oder „Licht im Licht“, schmunzelte beim Scatgesang Ravi Srinivasans im Stück „Master’s Voice“ oder genoss ein entspanntes balinesisches „Sunda Feeling“. Ravi perkussioniert mit unglaublichen Mitteln: Handclaps sind da noch das Gängigste, aber auch rhythmisches Wassergeplantsche („Rebong“), freches Pfeifen und gutturales, obertonreiches Singen akzentuiert die Musik, schafft Soundscapes, die zu spirituellen Spaziergängen einluden.

Gert Anklam moderiert und erklärt

Zwischen die Programmpunkte streute Gert Anklam kleine Moderationen, erklärte die Instrumente („Das Aquarion ist ein Marimbaphon aus Glas!“) und äußerte sich auch zur aktuellen Pandemiesituation, die „uns Künstler erstarren ließ, wie in Eis eingefroren waren wir, konnten nichts tun, nichts bewegen – und sind froh, dass es jetzt etwas taut“.
Nach langem Applaus mit mehreren Abgängen bedankten sich der ersten Vorsitzende des Fördervereins der Lichterkirche, Alexander Weber, für das unbeschreibliche Konzerterlebnis mit süßem Siegerländer Abschiedsgeschenk und Liquid Soul mit einer kleinen Zugabe.

Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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