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Uraufführung der Oper „Das Mooselfchen“ in Hainchen
Wunderland der Märchenträume

Auf dem neu gestalteten Außengelände der Wasserburg in Hainchen hatte am Sonntagnachmittag die Märchenoper „Das Mooselfchen“, die auf einem Text der gebürtigen Netphenerin Katharina Diez basiert, Welturaufführung. Für die Zuhörer eine zauberhafte musikalische Stunde inmitten der Natur, gemeinsam mit der Philharmonie Südwestfalen, den Solistinnen Manuela Meyer und Karola Semrau, dem Frauenchor des Gesangvereins Einigkeit Herzhausen und dem Projektchor Die Elfen.
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  • Auf dem neu gestalteten Außengelände der Wasserburg in Hainchen hatte am Sonntagnachmittag die Märchenoper „Das Mooselfchen“, die auf einem Text der gebürtigen Netphenerin Katharina Diez basiert, Welturaufführung. Für die Zuhörer eine zauberhafte musikalische Stunde inmitten der Natur, gemeinsam mit der Philharmonie Südwestfalen, den Solistinnen Manuela Meyer und Karola Semrau, dem Frauenchor des Gesangvereins Einigkeit Herzhausen und dem Projektchor Die Elfen.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

la Hainchen. „In neu erwachter Lenzeslust tanzen die Elfen des Waldes. Ihr junger Fürst, der stolze Eichenkron, beschließt, ein großes Fest zu feiern, an dem die Blumenelfen von nah und fern teilnehmen sollen: Aus ihrer Mitte will sich der König eine Lebensgefährtin wählen. Seine Jugendfreundin Mooselfchen, die selbst in treuer Liebe an ihm hängt, gleichwohl aber willig die Gäste einzuladen eilt, ist in banger Sorge für das Wohl des Königs, dessen Herz sich der holden Rose zuneigt …“
So romantisch begann am Sonntagnachmittag die Uraufführung der Märchenoper „Das Mooselfchen“ vor der Kulisse der Wasserburg, die auf Texten der in Netphen geborenen Dichterin Katharina Diez basiert, deren Grab sich auf dem alten Kirchspielfriedhof an der Martini-Kirche befindet.

la Hainchen. „In neu erwachter Lenzeslust tanzen die Elfen des Waldes. Ihr junger Fürst, der stolze Eichenkron, beschließt, ein großes Fest zu feiern, an dem die Blumenelfen von nah und fern teilnehmen sollen: Aus ihrer Mitte will sich der König eine Lebensgefährtin wählen. Seine Jugendfreundin Mooselfchen, die selbst in treuer Liebe an ihm hängt, gleichwohl aber willig die Gäste einzuladen eilt, ist in banger Sorge für das Wohl des Königs, dessen Herz sich der holden Rose zuneigt …“
So romantisch begann am Sonntagnachmittag die Uraufführung der Märchenoper „Das Mooselfchen“ vor der Kulisse der Wasserburg, die auf Texten der in Netphen geborenen Dichterin Katharina Diez basiert, deren Grab sich auf dem alten Kirchspielfriedhof an der Martini-Kirche befindet. 1854 schrieb Georg Haeser die Musik zu der Märchenoper, die aber nie aufgeführt wurde.

Unveröffentlichtes Werk in Schweiz entdeckt

Erst Dr. Ingeborg Längsfeld entdeckte bei ihren Recherchen zu Katharina Diez die unveröffentlichte Komposition in einem Schweizer Archiv. Welchen Schatz sie da hob, den Thomas Maiworm bearbeitete, das erlebte am Sonntagnachmittag das Publikum auf dem neu gestalteten Außengelände der Wasserburg: eine Stunde voller Romantik, denn zum Schluss gibt es selbstverständlich ein Happy End für Eichenkron und Mooselfchen im jungen Frühling. Da war man nicht verwundert, dass die Vögel in den umliegenden Bäumen zwitscherten.

Eigens gegründeter Projektchor: Die Elfen

Dazu gab es einen Wechsel zwischen Erzähler (Michael Nassauer) und der Philharmonie Südwestfalen, erstmals wieder in Netphen zu Gast, unter der Leitung von Gudni Emilsson. Die beiden Sopranistinnen Manuela Meyer und Karola Semrau übernahmen die Rollen von Eichenkron und Mooselfchen. Dazu sangen der Frauenchor des Gesangvereins Einigkeit Herzhausen und der 60 Sängerinnen starke, eigens gegründete Projektchor Die Elfen unter der Gesamtleitung von Matthias G. Merzhäuser, Leiter der Netphener Musikschule. Das alles war so stimmig, so fein aufeinander abgestimmt, dass man als Zuschauer für eine Stunde nur schwelgen konnte.
Bei so viel Engagement spielte selbst „Petrus“ mit. Während zur Mittagszeit noch ein heftiger Schauer niederging, der das Projekt im Freien gefährdete, blieb es bei der Premiere trocken, und gelegentlich strahlte die Sonne durch die Wolken. Vielleicht um mitzuhören. Dafür geriet der zweite Teil des Open-Air-Konzerts nach der Pause etwas feuchter. Statt Brahms, Weber und Verdi gab es, als es aufhörte zu tröpfeln, noch einen kleinen musikalischen Dank der Philharmonie Südwestfalen an das begeisterte Publikum: Smetanas „Die Moldau“.

Kunstschule Fincks performte „Living Art“

In der Pause stellten sich Schülerinnen und Schüler der Kunstschule Fincks (Netphen) mit der Performance „Living Art“ vor. Da schritten „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ (Jan Vermeer) und die „Dame mit dem Hermelin“ (Leonardo da Vinci) durchs Zuschauerrund. Selbst Peter Paul Rubens war dabei. Das Projekt hatte die Gruppe selbst entwickelt. Und weil es nun einmal auch um das Mooselfchen ging, verschenkten die Fünf- bis Siebenjährigen Blumen an die Zuschauer, derweil der Zeremonienmeister vorausging.
Bürgermeister Paul Wagener dankte in seiner Begrüßung allen Sponsoren, u. a. für den kostenlosen Shuttle-Service vom Dorf zur Wasserburg, allen Aktiven, der Organisatorin Elena Maria Runft (Kulturbüro) und natürlich dem Hausherrn der Veranstaltung, dem Vorsitzenden des Siegerländer Burgenvereins, Paul Breuer, für das Engagement. Während Matthias Merzhäuser noch einmal skizzierte, wie es zu dem Projekt gekommen ist. Und welcher Wunsch blieb am Ende offen? Dass die Märchenoper nicht in Vergessenheit gerät und vielleicht noch einmal aufgeführt werden kann. Wert wäre sie es.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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