30 Jahre – und kein bisschen leise

The Hooters in ihrem Element. Sie brachten das Eisstadion zum Kochen. Foto: ba

ba Netphen. The Hooters are back in town! Mit ihrer „30th Anniversary Tour“ gastierte die amerikanische Band aus Philadelphia nach ihrem erfolgreichen Auftritt 2007 am Sonntagabend, präsentiert von der Siegener Zeitung, erneut im Eisstadion Netphen und brachte bereits mit ihrem ersten Song, „Pissing In The Rhine“, die Halle zum Kochen. Dass The Hooters ihre deutschen Fans lieben, wollten sie von Anfang an klarstellen, denn der „inhaltsschwere“ Text dieser Komposition wurde teilweise in Deutsch gesungen.

Wer die fünf Musiker live erlebt, wundert sich nicht, dass sie sich – von einer kreativen Pause abgesehen – seit drei Jahrzehnten im Business halten. Dave Uosikkinen (Drums), John Lilley (Gitarre), Fran Smith jr. (Bass) sowie die beiden musikalischen Köpfe Eric Bazilian (Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Flöte) und Rob Hyman (Gesang, Hammondorgel, Akkordeon, Keyboard) bringen eine derart begeisternde Spielfreude auf die Bühne, dass selbst die schlechteste Stimmung augenblicklich verpufft. Mit ihrer Mischung aus Rock, Folkrock, Reggae und Ska bieten sie eine brillante Live-Performance, bei der sie diesmal unterstützt wurden von Gastmusiker Tommy Williams an Gitarre und Mandoline. Denn Eric Bazilian, der sich kürzlich beim Skifahren die Schulter gebrochen hatte, sollte sich noch schonen.

Von Schonung war allerdings nicht viel zu merken, denn der Frontman hüpfte und tanzte wie ein Irrwisch über die Bühne und ließ es sich nicht nehmen, gegen Ende der Show doch noch nach der Gitarre zu greifen und die Saiten zu bearbeiten – natürlich umjubelt vom begeisterten Publikum. Neben den bekannten und heiß ersehnten Klassikern „I’m Alive“, „Satellite“, „Karla With A K“, „And We Danced“ sowie dem Synthic-Rock-Opus „All You Zombies“ und natürlich „Johnny B.“, auf das die Fans allerdings bis zur Zugabe warten mussten, stellte die Band mit „Silver Lining“ einen weiteren Song aus ihrem neuen Album „Five By Five“ vor, das im Juli auf den Markt kommen wird.

Doch es sind nicht die mitreißenden Kompositionen allein, die den Live-Erfolg der Hooters ausmachen. Eric Bazilian und Rob Hyman verstehen es, ihr Publikum in ihre Show einzubinden. So durften die Fans wie betrunkene Piraten das „Eyeyey“ bei „Morning Buzz“ mitgrölen, was sie so leidenschaftlich taten, dass Eric einmal mehr versicherte, wie wichtig der Band ihr deutsches Publikum ist. Ein weiterer Grund für ihn, einige Songs mit deutschen Texten zu versehen. So wird beispielsweise aus „Private Emotion“ (gecovert von Ricky Martin) eine „Heimliche Sehnsucht“, und auch das von Joan Osborne aufgenommene „One Of Us“ präsentiert die Band teilweise in einer deutschsprachigen Version. Dabei ist mancher verwundert, wie viele Hits anderer Interpreten ursprünglich aus der Feder von Eric Bazilian oder Rob Hyman stammen. So hat Hyman auch beim erfolgreichen „Time After Time“ von Cyndi Lauper mitgewirkt, mit dem The Hooters nach rund zwei Stunden ihr Power-Programm sehr zum Leidwesen der fast 600 begeisterten Fans beendeten.

Als Trost wurden allerdings Handtücher, Drum-Sticks und Plektren ins Publikum geworfen. Dazu gab es das Versprechen, demnächst wiederzukommen. Ein Versprechen, auf dessen Einlösung alle Fans sehnsüchtig warten werden, denn nicht nur The Hooters lieben ihre Fans – nein, auch die Fans in Netphen lieben unverkennbar The Hooters!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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