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Sohlbach feiert Jubiläum
675-Jahr-Feier begann mit einem Heimatabend

Der Jubiläums-Projektchor eröffnete den Heimatabend am Freitag mit einer musikalischen Hommage an Sohlbach.
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  • Der Jubiläums-Projektchor eröffnete den Heimatabend am Freitag mit einer musikalischen Hommage an Sohlbach.
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sos Netphen-Sohlbach. Schon mit dem ersten Lied machte der Jubiläums-Projektchor am Freitagabend deutlich, dass Sohlbach ein besonders idyllischer Ort ist. Beispielsweise führe der Sohlbacher Weiher klares Wasser, in dem sich die Fischlein tummelten, während aus den Baumwipfeln Vogelstimmen zu hören seien und der ein oder andere Wanderer vorbeischaue. Der kleinste Netphener Ortsteil sei wahrlich "eine Perle". Kein Wunder, dass die Sohlbacher ihre Heimat auch mal ganz gerne unter sich genießen, sodass sie als Auftaktveranstaltung der Feier zum 675-jährigen Bestehen einen dorfinternen Heimatabend geplant hatten, zu dem auch ehemalige Einwohner eingeladen waren.

sos Netphen-Sohlbach. Schon mit dem ersten Lied machte der Jubiläums-Projektchor am Freitagabend deutlich, dass Sohlbach ein besonders idyllischer Ort ist. Beispielsweise führe der Sohlbacher Weiher klares Wasser, in dem sich die Fischlein tummelten, während aus den Baumwipfeln Vogelstimmen zu hören seien und der ein oder andere Wanderer vorbeischaue. Der kleinste Netphener Ortsteil sei wahrlich "eine Perle". Kein Wunder, dass die Sohlbacher ihre Heimat auch mal ganz gerne unter sich genießen, sodass sie als Auftaktveranstaltung der Feier zum 675-jährigen Bestehen einen dorfinternen Heimatabend geplant hatten, zu dem auch ehemalige Einwohner eingeladen waren.

Unfall in Alchen macht alle betroffen

Nach zwei Liedern des Chors, der ein knappes halbes Jahr für das Fest geprobt hat, trat Ortsbürgermeister Mike Klöckner ans Mikrofon. Er machte deutlich, dass der tragische Unfall in Alchen, nach dem fünf Menschen noch immer schwerverletzt in Kliniken behandelt werden und eine 67-Jährige verstorben war, nicht nur ganz Freudenberg trauern lässt, sondern vermutlich jeden, der davon gehört hat. Er selbst habe gerade lustige Anekdoten für seine Rede heraussuchen wollen, als er "die schreckliche Nachricht" am Sonntag erfuhr. Da sei ihm nicht mehr nach Späßen zumute gewesen, so Klöckner, sodass seine Rede auch etwas trockener ausfallen werde als geplant.

Informationen über die Geschichte sind rar

Bei seinem kurzen Rückblick über die Dorfgeschichte berichtete er, dass es gar nicht leicht gewesen sei, etwas über Sohlbach herauszufinden. "Es ist nicht unmöglich, aber schwieriger als gedacht", erinnerte sich der Ortsbürgermeister. Teilweise widersprächen sich die Quellen, und das Internet sei bei Weitem nicht mit einem Archiv zu vergleichen. Fest stehe jedoch, dass Menschen schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1344 in dem Dorf gelebt hätten; Funde an der Graf-Gerlachs-Burg wiesen beispielsweise auf eine Besiedlung um 900 n. Chr. hin. 1467 habe es erhebliche Waldverwüstungen gegeben, und schon vor über 450 Jahren sei von mehreren Höfen Landwirtschaft betrieben worden. 
Aus der jüngeren Vergangenheit wusste Klöckner von hohen Übernachtungszahlen in der Jugendherberge zu berichten, über 8000 seien es in einem Jahr gewesen - eine Zahl, die seine Zuhörer staunen ließ. Und: 2004 lebten 156 Menschen in Sohlbach, so viele wie nie. Heute seien es immerhin noch 118.

Flachgeschenk aus dem Rathaus

Annette Scholl, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Netphen, übergab Mike Klöckner anschließend ein Flachgeschenk, das Bürgermeister Paul Wagener eigentlich schon vor ein paar Tagen bei einem "Vorglühen" abgegeben hatte. "Jetzt machen wir es noch offiziell. So geht der kleine Dienstweg in Netphen", sagte Scholl lachend.

Ev. und kath. Kirche zu Gast

Nachdem der Projektchor noch vier weitere Lieder aus seinem in der Tat äußerst bunten Repertoire zum Besten gab - unter anderem "Hallelujah" und "Der Hahn ist tot" - kamen Vikar Patrick Kaesberg für die kath. Kirchengemeinde und Pfarrer Daniel Schwarzmann für die ev. Kirchengemeinde zu Wort. Er kenne den kleinsten Ortsteil Netphens nur vom Joggen, so Schwarzmann weil er häufig von Afholderbach nach Sohlbach und wieder zurück laufe. "Aber ich finde, dass es hier echt schön ist." Umso mehr habe er sich über die Einladung gefreut, wobei das Backesfest in Alchen noch einmal gezeigt habe, dass solche Feiern auch schlimm ausgehen könnten. Gerade deswegen sei der Schutz von oben so wichtig. 
Kaesberg habe Sohlbach vor diesem Besuch überhaupt nicht gekannt, gab er zu. Gemeinsam mit seinem ev. Kollegen sei er am Abend im Dorf eingetroffen und habe sich doch schwer gewundert: "Da hingen Wimpel und Fahnen, aber kein Mensch war da!" Vermutlich sei es der heilige Geist gewesen, der ihn und Schwarzmann letztendlich zum Schützenhaus am anderen Ende Sohlbachs geführt habe.
Nach einem Gebet wurde das Buffet eröffnet, und es folgten einige Videobeiträge von Bewohnern des Dorfes.

Am Samstag geht es weiter

Bewusst habe man den Heimatabend klein gehalten und mit wenigen Auftritten gespickt, erklärte Mike Sohlbach. Schließlich gehe es doch darum, ins Gespräch zu kommen und die gemeinsame Zeit zu genießen.
Am Samstag geht es um 11 Uhr mit einem Dorfmarkt weiter, zu dem ausdrücklich nicht nur Sohlbacher eingeladen sind. Das Bühnenprogramm beginnt um 13 Uhr.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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