Äpfel zum Amtsantritt

Strahlende Gesichter nach der Vereidigung: Bürgermeister Paul Wagener, flankiert von seinen Stellvertreterinnen Margarete Wüst (r.) und Annette Scholl (l.).  Foto: kano
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kano Netphen. Einen kleines Körbchen voller Äpfel übergab Helmut Buttler (UWG) als ältestes Ratsmitglied gestern Abend an Netphens Bürgermeister Paul Wagener. „Da sind rote, grüne, gelbe, süße und saure mit dabei“, scherzte er, bevor er das neue Stadtoberhaupt in seinem Amt vereidigte. Paul Wagener selbst durfte anschließend gleich dem neuen Rat den Eid abnehmen und seinen frisch gewählten Stellvertreterinnen Margarete Wüst (CDU, 1. stellv. Bürgermeisterin) und Annette Scholl (SPD, 2. stellv. Bürgermeisterin) gratulieren. Sie erhielten in geheimer Wahl jeweils 22 bzw. 17 Stimmen. Drei Ratsmitglieder enthielten sich.

Fünf Jahre – vielleicht auch länger – wird Paul Wagener dem neuen Stadtrat vorstehen. Von ehemals 38 Sitzen ist dieser auf nunmehr 42 angewachsen. An die Reihen der CDU-Fraktion wurde kurzerhand ein Tisch angebaut. Da blieb Wagener in seiner Antrittsrede fast im „Bilde“: „Ich verstehe mich als unparteiischer Moderator, ja Scharnier zwischen Politik und Verwaltung.“ In seiner Ansprache griff Wagener viele aktuelle Themenbereiche auf, wie die Entwicklung eines Leitbildes für Netphen, die Jugendpolitik mit einem hauptamtlichen städtischen Jugendpfleger als Koordinator für die Jugendarbeit, oder das Ehrenamt.

Auch der demographische Wandel, so Paul Wagener, zwinge zu tiefgreifenden Überlegungen. Eine gute Schulbildung sei das „A und O“. Bildungsangebote müssten aus- statt abgebaut werden und alle denkbaren Möglichkeiten ausgelotet werden. „Hierzu zähle ich auch, den Fokus auf ein Gesamtschulkonzept zu richten“, wurde er konkret. Besser vermarktet werden solle auch der Bereich Tourismus. „Hier steckt Netphen noch in den Kinderschuhen.“ Das Freizeitbad müsse z. B. saniert und attraktiviert werden, um die Besucherströme wieder nach Netphen zu führen. Zugleich sprach sich der parteilose Bürgermeister dafür aus, ein Konzept für den Bereich Tourismus zu erstellen.

Dem kam der Rat gestern schon einmal entgegen, indem er aufgrund eines gemeinsamen Antrages aus den Reihen von CDU, FDP und Grünen, den Ausschuss für Umwelt, Kultur und Tourismus ins Leben rief. Zehn Ausschüsse gibt es damit in der kommenden Wahlperiode, die mit bis zu 17 Mitgliedern (neun Ratsmitglieder und acht sachkundige Bürger) besetzt sind. Dies wurde mehrheitlich mit 25 Ja-Stimmen (CDU, FDP und Grüne) beschlossen. Sehr zum Missfallen der UWG, die bei einer veränderten Mitglieder-Berechnung mehr Sitze hätte erhalten können. Vorsitzender Peter Katz beantragte eine Prüfung des Sachverhaltes. Auch die SPD-Fraktion hatte sich gegen den gemeinsamen Antrag von CDU, FDP und Grünen ausgesprochen. Die Linke enthielt sich ihrer Stimme.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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