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Verkehrssituation am Spielplatz
Afholderbacher sorgen sich um ihre Kinder

Auf Höhe des Spielplatzes sind theoretisch 100 km/h erlaubt. Tatsächlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit laut Messungen bei rund 50 km/h.
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  • Auf Höhe des Spielplatzes sind theoretisch 100 km/h erlaubt. Tatsächlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit laut Messungen bei rund 50 km/h.
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sos Afholderbach. Ein Zeichen setzen wollte eine Afholderbacherin während der jüngsten Bürgerversammlung, als sie ihre Nachbarn und Bekannten aufforderte aufzustehen, wenn sie ihrer Meinung seien: „Muss erst ein Kind geopfert werden, bis Sie sagen, es war vielleicht doch nicht so richtig?“, hatte sie provokant in Richtung Netphener Verwaltung gefragt, die durch Baudezernent Erwin Rahrbach und Bürgermeister Paul Wagener vertreten war. Erneut war die laut der Afholderbacher gefährliche Verkehrssituation in Höhe des Spielplatzes thematisiert worden. Der Grund: Die Verkehrsbesprechung hatte zum wiederholten Male abgelehnt, geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen umzusetzen – theoretisch sind hier 100 km/h erlaubt.

sos Afholderbach. Ein Zeichen setzen wollte eine Afholderbacherin während der jüngsten Bürgerversammlung, als sie ihre Nachbarn und Bekannten aufforderte aufzustehen, wenn sie ihrer Meinung seien: „Muss erst ein Kind geopfert werden, bis Sie sagen, es war vielleicht doch nicht so richtig?“, hatte sie provokant in Richtung Netphener Verwaltung gefragt, die durch Baudezernent Erwin Rahrbach und Bürgermeister Paul Wagener vertreten war. Erneut war die laut der Afholderbacher gefährliche Verkehrssituation in Höhe des Spielplatzes thematisiert worden. Der Grund: Die Verkehrsbesprechung hatte zum wiederholten Male abgelehnt, geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen umzusetzen – theoretisch sind hier 100 km/h erlaubt. Lediglich der Zusatz „Spielplatz“ war an das Schild „Achtung Kinder“ angebracht worden. Den Bürgern ist das offenbar zu wenig.

Gesetze geben Möglichkeiten vor

Erneut erklärte Rahrbach, warum an dieser Stelle nicht mehr machbar sei: Die Straße werde fast nur von Ortskundigen befahren und dank der oben genannten Schilder-Kombi müssten Autofahrer ihre Geschwindigkeit ohnehin drosseln. Ein Versetzen der Ortstafel komme nicht infrage, weil diese das Ende der Bebauung anzeigen müsse. Die entsprechenden Paragrafen hatte der Dezernent gleich mitgebracht.
„Es ist ja wunderbar, wie man sich hinter Gesetzestexten verschanzen kann“, machte ein Zuhörer seinem Ärger Luft. Niemand habe sich bisher auf die Knie gestellt und alles aus Kinderperspektive betrachtet. „Die sehen nichts!“ Auch die Messungen, die im Frühling und Sommer durchgeführt wurden und auf Höhe des Spielplatzes ein Durchschnittstempo von rund 50 km/h ergeben hatten, überzeugten ihn nicht. „Es kann mal was passieren.“

Afholderbacher geben nicht locker

„Das ist ein Totschlagargument“, fand Erwin Rahrbach. An jeder Grundstückseinfahrt stelle sich die Situation ähnlich dar. Vom Straßenrand aus habe man in beide Richtungen freie Sicht – „es wird hier keinen Fußgängerüberweg geben“, betonte er. Doch der Afholderbacher ließ nicht locker; „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, meinte er. Da müsse doch der gesunde Menschenverstand walten. In diesem Fall funktioniere das einfach nicht, machte Rahrbach noch einmal deutlich, die Eckpunkte seien nicht erfüllt.
Vom Jonglieren mit Zahlen hielt die eingangs erwähnte Zuhörerin nichts: Ein einziges Auto reiche aus, um ein Kind zu gefährden. Ähnlich sah das die Mehrheit der Anwesenden, fast alle folgten ihrer Aufforderung und erhoben sich.

Klage vermutlich erfolglos

Genutzt hat es nichts. Das geltende Recht lasse hier keine weitere Maßnahme zu, so Rahrbach. „Wir haben alles versucht – in Ihrem Sinne.“ Letztendlich sei er ohnehin nur Überbringer der Nachricht; die Absage habe die Verkehrsschau erteilt. Die Entscheidung sei zwar anfechtbar, doch die Aussichten auf Erfolg seien sehr schlecht.

Auf Höhe des Spielplatzes sind theoretisch 100 km/h erlaubt. Tatsächlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit laut Messungen bei rund 50 km/h.
Die Afholderbacher sind besorgt, weil der Überweg vom Spielplatz auf die andere Straßenseite zu gefährlich sei. Das Schild "Spielende Kinder" mit dem Zusatz "Spielplatz" reicht ihrer Meinung nach nicht aus.
Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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