»Alle sollten an einem Strang ziehen«

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Klaus Gräbener will Streitigkeiten in der Partei beenden

sz Netphen. »Weniger als eine Handvoll CDU-Mitglieder hat in den vergangenen Wochen durch eine Serie von Einzeläußerungen in der Öffentlichkeit einen Gesamteindruck produziert, der einzig und allein unseren politischen Gegnern nutzt. Jede einzelne dieser Meinungsäußerungen war überflüssig.« So kommentierte der Netpher CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Gräbener im SZ-Gespräch die Leserbriefe, Interviews und Meinungsäußerungen, mit denen sich einige Christdemokraten in den vergangenen Wochen gegenseitig ihrer »Wertschätzung« versicherten. Stattdessen plädiert er dafür, dass alle Christdemokraten wieder an einem Strang ziehen – zum Wohle der Stadt Netphen.

»Die CDU ist in ihrer inhaltlichen Arbeit relativ weit vorangeschritten«, berichtete er. Sie diskutiere, entwickele Positionen, wäge Alternativen ab und befinde sich im permanenten Gespräch mit dem Bürger. In zahlreichen Arbeitskreisen zu so unterschiedlichen Themenfeldern wie dem städtischen Immobilienbesitz, der zukünftigen Führung des Baubetriebshofs, der Ausrichtung des Freizeitparks Netphen oder auch der kommunalen Kulturarbeit bereite die Union derzeit Positionierungen für die Kommunalwahl 2004 vor. Dutzende von CDU-Mitgliedern engagierten sich in diesen Arbeitskreisen und arbeiteten an der Fortschreibung des CDU-Zukunftskonzepts für die Stadt. Gräbener: »Das alles wird derzeit in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen, weil einige meinen, sie müssten ihre persönlichen Eitelkeiten pflegen.«

Hierfür bringe die weit überwiegende Mehrheit der 336 CDU-Mitglieder Netphens keinerlei Verständnis mehr auf. Jeder, der diese Art der Auseinandersetzung weiter praktiziere, müsse sich darüber im Klaren sein, dass er innerhalb der Partei seine Gesprächsfähigkeit aufs Spiel setze. »Die Bürger erwarten eine sachorientierte Lösung der Zukunftsfragen der Stadt, nicht kleinkariertes Gezänk«, erklärte Gräbener.

So diskutiere man in Partei und Fraktion momentan die wichtige Frage der zukünftigen Ausrichtung des Netpher Hallen- und Freibades. Die CDU habe ein Interesse daran, neben dem Hallenbad auch das Freibad zu erhalten. Die Frage sei allerdings, ob hierzu in den kommenden Jahren der finanzielle Spielraum ausreichend sei. Immerhin müsse jeder Badbesuch mit 4 bis 5 e aus der städtischen Kasse bezuschusst werden. Eine verantwortungsvolle Politik müsse die Frage beantworten, ob auf Dauer zwei Freibäder in Netphen zu finanzieren seien.

Der »Schildbürgerstreich« sei eben nicht, dieses Problem offen und ehrlich zu diskutieren. Fahrlässig handele die städtische Politik vielmehr, wenn sie den Bürgern vorgaukele, auch zukünftig seien alle gesellschaftlichen Wünsche problemlos zu befriedigen. Die Stadt nehme allein im laufenden Jahr 6 Mill. e weniger ein als sie ausgebe. Vor diesem Hintergrund seien in den kommenden Wochen die notwendigen Festlegungen zu treffen.

Auch in Sachen Abwanderungsgerüchte um den Aldi-Markt müsse man zusammenarbeiten. Gräbener: »Gemeinsam mit dem Bürgermeister wollen wir alles daran setzen, Aldi im Zentrum zu halten.« Das Netpher Zentrum würde bei Abwanderung des Marktes deutlich an Attraktivität verlieren. »Ein zweiter Frequenzbringer neben dem Globus ist von wesentlichem Allgemein-Interesse für eine gedeihliche Innenstadt-Entwicklung«, argumentierte der Stadtverbandsvorsitzende.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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