Auch Behinderte leistungsfähig

»Arbeit live erleben« in der AWo-Werkstatt Deuz

hmw Deuz. »Arbeit live erleben« lautete das Motto der AWO-Werkstatt Deuz am Samstag. Zahlreiche Besucher konnten sich davon überzeugen, was die 440 behinderten Mitarbeiter leisten können. In diesem Rahmen wurden auch spezielle Arbeitsabläufe und Fertigungstechniken aus dem Auftragsspektrum für mehr als 30 Firmen im Kreisgebiet vorgestellt.

Parallel dazu sorgte die AWo für Unterhaltung und Informationen. Auf der Showbühne gab der Kinderchor »Windstärke 12« zwei Konzerte; dazwischen wurden Animationsspiele für Kinder geboten. Großen Zuspruch fand in den Nachmittagsstunden der Gospel-Chor »Lichtpunkt« unter Leitung von Roland Nöh. Begleitet wurde der Chor von der vollständigen Band, deren Leiter, Stefan Hild, als Mitarbeiter im sozialen Dienst der Werkstatt fungiert.

Auf einer weiteren Bühne informierte das Forum der Siegener Werkstätten über aktuelle Themen der Behinderten-Arbeit: »Wandel des Personenkreises« mit Claudia Weber von der Abteilung Schwerstbehinderter; »Mitwirkung der Beschäftigten« mit Peter Weise vom sozialen Dienst und Ulrich Eimermann sowie Michael Klausveiss vom Werkstattrat. Michael Schöler, Vorsitzender des Werkstattrates, stellte zum Abschluss der Fachthemen den »Förderverein Siegener Werkstätten« vor. Themen, die nachdenklich machten und viel Raum für Diskussionen anboten.

Einige Firmen geben der AWo-Werkstatt Deuz schon seit drei Jahrzehnten Aufträge, darunter z. B. die Produktion von Reinstreifern, hergestellt für eine Wilnsdorfer Firma. Erstaunlich, mit welchem Eifer die Behinderten bei der Sache sind und wie präzise sie arbeiten können. Dagmar Graf, die als Bereichsleiterin der Siegener Werkstätten die Nachfolge des früheren Leiters Werner Unverzagt angetreten hat, kann stolz ihre Beschäftigten sein.

Ferner gab es einen riesigen Basar, den Eltern und Angehörige der behinderten Beschäftigten auf die Beine gestellt hatten. Dazu wurden wie in jedem Jahr Adventsgestecke und Grabauflagen aus der eigenen Gärtnerei der Werkstatt geboten. Der Werkstattladen bot einen instruktiven Einblick in die handwerklichen Fähigkeiten behinderter Menschen, die denen normal veranlagter Menschen in nichts nachstehen. Weiter wurden anhand eines Werkstattspiels die Gäste durch die Werkstätten geführt; für die Ausrichter gab es Gewinne.

In kulinarischer Hinsicht gab es nichts zu vermissen: Im Innenhof der Werkstatt konnten die Gäste durch ein Weihnachtsdorf flanieren und hausgemachte Siegerländer Spezialitäten genießen. Chefkoch Alexander Voigt und seine Mitarbeiter hatten »italienische Leckereien« zu bieten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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