Selbstpflücker willkommen
Auf dem Erdbeerfeld in Beienbach darf genascht werden

Erdbeerbauer Thomas Münch (l.) und Koch Christian Klein-Wagner wissen, wie die Erdbeeren aussehen sollten und wann sie am besten schmecken.
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  • Erdbeerbauer Thomas Münch (l.) und Koch Christian Klein-Wagner wissen, wie die Erdbeeren aussehen sollten und wann sie am besten schmecken.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Beienbach. Es ist und bleibt ein Wagnis, im Siegerland Erdbeeren anzubauen. Wenn nicht gerade Dürre herrscht, dann ist es oft sehr feucht, die Böden sind nicht besonders tief und gut. Das hat Thomas Münch allerdings nicht aufgehalten, er hat das Experiment gewagt und 2018 damit begonnen, Erdbeeren zu pflanzen (ein Jahr später kam sogar Spargel hinzu).

„Wir wollten testen, ob das hier funktioniert. Die Leute wollen ja mehr Regionalität“, erkennt Münch einen klaren Trend. Und er weiß: „Wir sind eigentlich nicht die Region für Erdbeeren.“ Auf einem Feld kurz vorm Ortseingang Beienbach hat Münch dennoch zahlreiche Erdbeerpflanzen in den Boden gesetzt. Er hat eine Sorte gefunden, die hier in der Region gedeiht und Früchte trägt – und da kommen nicht viele Sorten infrage. Im vergangenen Jahr baute Münch auf einer größeren Fläche an, jetzt konzentriert er sich erst einmal auf 5000 Quadratmeter.

Zarte Blätter und dicke Knollen

Keine Spritzmittel auf dem Erdbeerfeld

Damit am Ende auch süße Früchte geerntet werden können, muss sich der Erdbeerbauer einiges einfallen lassen. „Das ist richtig Arbeit.“ Stroh schützt vor Feuchtigkeit. Netze sollen Fressfeinde wie Vögel abhalten, bei Regen jedoch kommt mit diesem Schutz nicht genügend Luft an die Pflanzen, die Erdbeeren werden faulig. Also heißt es: Netz drauf und wieder runter, je nach Wetterlage. Münch betont, dass auf Spritzmittel verzichtet wird. Die Früchte können (und dürfen) also direkt am Feld genascht werden.

Selbstpflücker willkommen

Auf den Geschmack gekommen ist nicht nur Koch Christian Klein-Wagner, der die Erdbeeren für Speisen in seinem Restaurant in Deuz verwendet, sondern auch viele andere Siegerländer und Wittgensteiner. Die Selbstpflücker kämen sogar extra aus Bad Laasphe, weiß Münch. Und damit die nicht vor einem leer geernteten Feld stehen, hat Münch in diesem Jahr ein Ernte-Telefon, 01 70 / 45 59 75 9, eingeführt. Wer hier anruft, bekommt tagesaktuell die Information, wann gepflückt werden kann.

Nachkochen in Serie Ein Gericht muss nicht immer mit Fleisch sein, aber auch nicht mit angesagtem „Superfood“ aus fernen Ländern. Die SZ-Redaktion machte sich mit dem Deuzer Koch Christian Klein-Wagner auf die Suche nach Gemüse und vegetarischen Produkten aus der Region. Mit Erfolg: Die Edelkäserei Kalteiche vermarktet beispielsweise eigens hergestellten Ziegen- und Schafskäse, bei „Münchs Erdbeerhof“, kurz vor Beienbach, können die süßen roten Früchte selbst geerntet werden, und auf dem Hof Heckseifen bei Langenholdinghausen werden Kartoffeln und saisonales Gemüsesorten in Bio-Qualität angebaut. Außerdem werden im Hofladen Bio-Eier aus Bühl verkauft und Milchprodukte aus der Molkerei, zu der die hofeigene Milch gefahren wird. Die regionalen Lebensmittel sollen im Mittelpunkt der Gerichte stehen, die zu Hause nachgekocht werden können. Die Rezepte im Überblick Kohlrabi-Schnitzel mit Kräuterdip Buchweizen-Pfannkuchen mit Mangold Mairüben-Soufflé mit Sauerrahm Kartoffelbrot mit Ziegenfrischkäser und Blüten Sommersalat mit Erdbeeren und Fetakäse Erdbeeren mit Ziegenfrischkäse und Minzpesto
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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