Bauland an der Berghofstraße

Stadtrat änderte gestern Abend den Flächennutzungsplan

Werthenbach. Zwischen Berghofstraße und Werthestraße in Werthenbach sollen weitere 2,8ha Land als Wohnbaufläche ausgewiesen werden. Der Stadtrat beschloss gestern Abend einstimmig die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes, durch die das bisherige Grünland in Bauland umgewandelt wird. Als nächster Schritt müsste das Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Wie aus der Diskussion deutlich wurde, hat das Änderungsverfahren in Werthenbach eine mehrjährige Geschichte. Es habe bisher im Ort keine einvernehmliche Lösung gegeben, wo sich Bauland am besten schaffen lasse, erinnerte Helmut Buttler (SPD). Das Verfahren für die Berghofstraße erweise sich nun jedoch als konsensfähig: Im Rahmen der Offenlegung wurden keine Einwände aus dem Ort hervorgebracht. Schon im Bauausschuss hatte die SPD daher vor zwei Wochen für die Änderung des Flächennutzungsplanes gestimmt. Für die CDU hatte Paul Legge im Bauausschuss sein Unbehagen darüber geäußert, einen Nordhang zum Baugebiet zu machen, an dem »vermutlich im ganzen Stadtgebiet am längsten Schnee« liege. Auch die Erschließung des steilen Areals stelle er sich problematisch vor. Bauplanungsamtsleiter Klaus Stenger hatte darauf verwiesen, dass es für die Hälfte dieses Nordhangs bereits eine Anfrage im Bauamt gebe. Die CDU konnte sich allerdings weder für die Änderung des Flächennutzungsplanes, noch für den Legge-Antrag, die Fläche aus dem Änderungsverfahren herauszunehmen, so recht erwärmen. Das war Schnee von vorgestern, wie sich jetzt im Rat zeigte: Wie die CDU inzwischen herausgefunden hatte, griff die Kommune beim Ausbau der Wiesenstraße in Werthenbach auf einige private Grundstücke zurück. Die Eigentümer hätten im Tausch dagegen »Bauerwartungsland« im Bereich der Berghofstraße zugesprochen bekommen. Nun aber befinde man sich diesen Bürgern gegenüber aus Gründen des »Vertrauensschutzes« in der Pflicht, so Fraktionsvorsitzender Peter Katz. Eine deutliche Rüge sprach er Baudezernentin Dagmar Blöcher aus: »Ich bitte in Zukunft um hundertprozentige Information durch die Bauverwaltung.« Beinahe habe man aus Unwissenheit einen falschen Beschluss gefasst. »Man sieht ein bisschen dumm und alt aus«, werde man so nachlässig informiert, stellte auch Peter Latsch (Grüne) fest. Helmut Buttler schlug einen Ausweg vor: Man müsse nur dem Beschlussvorschlag folgen und den Flächennutzungsplan jetzt ändern, schon wirke man wieder »schlau und jung«. Und Baudezernentin Blöcher wies darauf hin, dass die Verwaltung diesen – nun einstimmig getragenen – Beschlussvorschlag bereits für den Bauausschuss formuliert habe.avb

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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