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"Beach and Ice 57" in Netphen
Betrieb im Sommer lohnt sich nicht

Die Eishalle wird seit Langem nicht mehr genutzt, Mit "Beach and Ice 57" wollte die Stadt versuchen, ihr wieder Leben einzuhauchen.
  • Die Eishalle wird seit Langem nicht mehr genutzt, Mit "Beach and Ice 57" wollte die Stadt versuchen, ihr wieder Leben einzuhauchen.
  • Foto: sos (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ihm Netphen. 3 Millionen Euro winken an Fördergeldern. Deshalb hat die Stadt Netphen das Projekt „Beach and Ice 57“ für ein Bundesprogramm angemeldet. Die Chance, das marode Eisstadion doch noch zu retten und dabei nur einen 10-prozentigen Eigenanteil aufbringen zu müssen (plus rund 500.000 Euro nicht förderfähige Ausgaben), war allzu verlockend. Aber der Rat verlangte eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die vor allem den Fokus auf die Betriebs- und Folgekosten zu legen hatte. Diese wird der Rat heute diskutieren.
Sommernutzung nicht empfohlenFazit der Unternehmensberatung Altenburg aus Düsseldorf: Der Eisbetrieb im Winter könnte mit einem „sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis“ wiederbelebt werden.

ihm Netphen. 3 Millionen Euro winken an Fördergeldern. Deshalb hat die Stadt Netphen das Projekt „Beach and Ice 57“ für ein Bundesprogramm angemeldet. Die Chance, das marode Eisstadion doch noch zu retten und dabei nur einen 10-prozentigen Eigenanteil aufbringen zu müssen (plus rund 500.000 Euro nicht förderfähige Ausgaben), war allzu verlockend. Aber der Rat verlangte eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die vor allem den Fokus auf die Betriebs- und Folgekosten zu legen hatte. Diese wird der Rat heute diskutieren.

Sommernutzung nicht empfohlen

Fazit der Unternehmensberatung Altenburg aus Düsseldorf: Der Eisbetrieb im Winter könnte mit einem „sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis“ wiederbelebt werden. Die Sommernutzung dagegen weise ein sehr schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis auf, „dementsprechend kann eine Sommernutzung als Beachanlage nicht empfohlen werden“.
Allerdings nennen die Gutachter vier Voraussetzungen, um die günstige Winter-Prognose Realität werden zu lassen:

  • Realisierung der vollen Fördermittelhöhe von 3 Millionen Euro. Das könnte problematisch werden, wenn das eingereichte Konzept gar nicht zum Zuge kommt, sondern ein grundlegend neuer Förderantrag zu stellen wäre. Die Frist für Anträge nach dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Jugend, Sport und Kultur“ ist am 31. Oktober 2020 ausgelaufen.
  • Einhaltung des Investitionskostenbudgets. 
  • Eigenregie durch die stadteigene FON GmbH. 
  • Wegfall der Beachnutzung im Sommer. 

Nur mit "Ice" 110.000 Euro Minus

Die Berechnungen des Unternehmensberaters kommen zu einem Zuschussbedarf für die Eishalle pro Nutzer von 1,20 Euro (inklusive Schul- und Vereinsnutzung). Im Sommer hingegen läge der Zuschussbedarf bei 10 Euro pro Besucher. Diese Zahlen beruhen auf folgenden Daten: Die Betriebskosten im Winter liegen bei 307.000 Euro, dazu kommen 47.000 Kapitaldienst (800.000 Euro Eigeninvestition).
Dem stehen 244.000 Euro Erlöse gegenüber, sodass unterm Strich ein Minus von knapp 110.000 Euro bleibt. Durch einen Sommerbetrieb würde sich dieses Minus um rund 35.000 Euro vergrößern.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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