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Brieftauben-Verband wirbt mit neuer Kampagne

Züchter Joachim Scholz nimmt mit seinen über 120 Tauben regelmäßig erfolgreich an bundesweiten Wettbewerben teil.
  • Züchter Joachim Scholz nimmt mit seinen über 120 Tauben regelmäßig erfolgreich an bundesweiten Wettbewerben teil.
  • Foto: Sarah Groos
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

gro Beienbach. Der Hashtag #wirbleibenzuhause ist durch die anhaltende Corona-Pandemie längst zu einem Leitspruch geworden. Für Brieftaubenzüchter kein Problem, denn tatsächlich waren diese besonders in dieser limitierenden Zeit unglaublich dankbar für ihr Hobby und ihre Tiere. Während andere Sportarten – Fußball, Handball oder Volleyball – pausieren mussten, durften die Tauben durch die Erarbeitung eines umfassenden Hygienekonzepts weiterhin fliegen.

Auch Joachim Scholz, einer der sportlich erfolgreichsten Züchter im Siegerland, ist dankbar für sein Hobby. „Eine Taubenzucht ist durchaus auch mit Aufwand verbunden, aber gerade in der Pandemie lernt man die Tiere noch mehr zu schätzen“, so Scholz.

gro Beienbach. Der Hashtag #wirbleibenzuhause ist durch die anhaltende Corona-Pandemie längst zu einem Leitspruch geworden. Für Brieftaubenzüchter kein Problem, denn tatsächlich waren diese besonders in dieser limitierenden Zeit unglaublich dankbar für ihr Hobby und ihre Tiere. Während andere Sportarten – Fußball, Handball oder Volleyball – pausieren mussten, durften die Tauben durch die Erarbeitung eines umfassenden Hygienekonzepts weiterhin fliegen.

Auch Joachim Scholz, einer der sportlich erfolgreichsten Züchter im Siegerland, ist dankbar für sein Hobby. „Eine Taubenzucht ist durchaus auch mit Aufwand verbunden, aber gerade in der Pandemie lernt man die Tiere noch mehr zu schätzen“, so Scholz. Der Beienbacher hat mittlerweile über 120 Tauben, die täglich gefüttert, gepflegt und trainiert werden müssen. Eine Brieftaubenzucht lasse sich, sagt der erfahrene Züchter, als Jugendlicher nur schwer mit ein wenig Taschengeld aufbauen. Das zeitaufwendige Hobby wird in den meisten Fällen daher weitervererbt und bedarf in jungen Jahren vor allem finanzieller Unterstützung.

Anfänge durch den Nachbarn

Joachim Scholz hat durch seinen Nachbarn mit 13 Jahren mit dem Taubenzüchten begonnen. Damals durfte er die Taubenschläge säubern und die Tiere versorgen. „Mein Nachbar hat mir 1977 dann die ersten Jungtauben geschenkt, mit denen ich auch an der Jungtierreise teilgenommen habe“, erzählt Scholz stolz. Neben der Haltung, der Zucht und den Ausstellungen fliegen die Brieftauben auch Distanzflüge bis zu 600 Kilometer. Die Distanzen zum Heimatschlag werden im Laufe des Jahres immer weiter gesteigert. Sobald die Vögel zu Hause ankommen, wird die Ankunftszeit erfasst. Aus den individuellen Flugleistungen wird eine Preisliste erstellt. „Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn die Taube ihren Weg nach Hause findet“, erzählt Scholz, der in der Regel schon von weitem sieht, um welches Tier es sich handelt.

Damit die Brieftaubenzucht zukünftig nicht ausstirbt, hat der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter ein Projekt unter dem Namen „#brieftaubenfüralle“ ins Leben gerufen. „Wir möchten mit unserer Kampagne Interessierte und potenzielle Neueinsteiger abholen und mitnehmen und so den Einstieg in unser Hobby leicht machen“, sagt Harald Herbach, Präsidialmitglied des Verbandes.

Verantwortungsbewusstsein gefordert

Tatsächlich findet ein langsamer Wandel in unserer Gesellschaft statt. Studien zeigen, dass sich vor allem junge Erwachsene zurückbesinnen zu einem ruhigen Leben. Eigenheim und Kinder stehen ganz oben auf der Wunschliste. In dieser „neuen“ Weltanschauung hat das Brieftaubenwesen, laut des Verbandes, wieder einen Platz.

Freizeitbeschäftigungen mit Tieren erfordern jedoch immer ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und zeitlichen Aufwand, den viele Züchter lange nicht in Kauf nehmen wollten. Umso mehr freuen sich die Taubenliebhaber über den Wandel und hoffen, bald auch wieder jede Menge Nachwuchszüchter in ihren Reihen begrüßen zu dürfen. „Denn wer erst einmal mit dem Brieftauben-Virus infiziert ist, wird ihn nicht mehr los. Und in diesem Fall ist das auch gut so“, witzelt Herbach.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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