„Casting” nur ohne Gebäude

Angelsportverein möchte eigene Wurfsportanlage bauen

Brauersdorf. Seine „Casting-Anlage” wird der Angelsportverein „Obernautal” am Brauersdorfer Ortseingang nicht in der geplanten Weise verwirklichen können. Zwar sahen Verwaltung, Ortsvorsteher und alle Fraktionen im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales am Mittwochabend eine deutliche Bereicherung für Netphen in einer solchen Sportanlage. Die CDU-Mehrheitsfraktion sprach sich jedoch gegen den Bau eines feststehenden Gebäudes aus, das zu der Casting-Anlage gehören würde. Die Christdemokraten wollten sich die Gestaltung dieses „wichtigen Grundstücks” am Freizeitpark für die Zukunft offen halten

Für das Grundstück unterhalb des Spielplatzes zwischen Brauersdorfer Straße und Netphener Weg hatte sich auch eine Initiative „Kinder aus Brauersdorf” interessiert: Mehrere Unterzeichner regten an, den vernachlässigten Bolzplatz aus der Nähe des Freizeitbades auf diese Fläche zu verlegen. Die Kinder seien mit ihrem Spiel dann näher am Wohngebiet, und Eltern könnten leichter ein Auge auf Spielplatz und Fußballfeld gleichzeitig behalten. Die SPD-Fraktion gab auch diesem Antrag Gewicht und wollte untersucht wissen, ob es für die Kinder nicht eine andere Fläche näher an den Häusern gebe. So wurde die Verwaltung beauftragt, mit den Besitzern des Festplatzes über eine solche Nutzung zu verhandeln. Ortsvorsteher Günter Becker sah darin jedoch wenig Aussicht auf Erfolg. Peter Katz (CDU) verwies auf den zweiten Bolzplatz „mitten im Dorf”. Parallel zu den Gesprächen um den Festplatz wird daher der Bolzplatz an alter Stelle wieder in Schuss gebracht. Neue Tore kommen von der „Braas” in Netphen.

Der Angelsportverein hat seit seiner Gründung vor 14 Jahren den „Casting”-Sport in seiner Satzung stehen. „Leider konnten wir unsere Sportart bisher noch nicht ausüben”, schreibt der Verein in seinem Antrag: Es fehlte eine geeignete Anlage. Ihre Errichtung in Brauersdorf wäre „ein Pilotprojekt im südwestfälischen Raum”. Beim „Casting” geht es um das zielgenaue Werfen von künstlichen Fliegen oder Gewichten mit Angelruten. In der Wettkampfordnung sind verschiedene Disziplinen festgeschrieben, für die unterschiedliche Anlagen errichtet werden müssen. Dafür hat der Verein lange nach einer ebenen Rasenfläche gesucht, auf der auch die Windrichtung stimmt, und wurde in Brauersdorf nun fündig.

Zum Casting, einem Wettkampfsport, der von Behinderten und Nichtbehinderten aller Altersgruppen betrieben werde, gehöre neben der Freifläche auch ein behindertengerechtes Gebäude mit Schulungs-, Aufenthalts-, Auswertungs- und Technikräumen, so der Verein. Besonders bei Wettkämpfen sei man darauf angewiesen. Auch zur Schulung und Förderung der wachsenden Jugendabteilung benötige man die Räume. Manfred Heinz (SPD) schlug als Kompromiss vor, dem Verein seine Sportstätte zu ermöglichen und das Gebäude „vielleicht mit einer Fristverzögerung” zuzulassen, wenn man absehen könne, dass die Sportart sich durchsetze. Die CDU blieb aber dabei, nur eine Lösung ohne festes Gebäude zu stützen.

avb

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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