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Martin Heitze GmbH
Dichtungen mit 20 Metern Durchmesser

Seit den 1960er-Jahren wird am Firmenstandort in Deuz produziert.
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  • Seit den 1960er-Jahren wird am Firmenstandort in Deuz produziert.
  • Foto: Julia Wildemann
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jw Deuz. Als Martin Heitze 1922 mithilfe von Stanzen die ersten Dichtungen für regionale Industriebetriebe fertigte, hat er bestimmt nicht damit gerechnet, dass 100 Jahre später in Deuz Dichtungsringe mit einem Durchmesser von 20 Metern vom Band laufen. 15 Mitarbeiter produzieren Dichtungen für die Elektroindustrie, den Maschinen- und Behälterbau, die Erdgasindustrie sowie die Petrol- und Chemieindustrie. Verwendet werden je nach Einsatzort Weichstoffe, Kunststoffe oder Metall. Aktuell besonders gefragt: Kunststoffdichtungen, die hohe Temperaturen und großen Druck aushalten.

Produkte an Marktbedarf angepasst
Heute lenkt Enkel Andreas Martin Raby in dritter Generation die Geschicke des Unternehmens.

jw Deuz. Als Martin Heitze 1922 mithilfe von Stanzen die ersten Dichtungen für regionale Industriebetriebe fertigte, hat er bestimmt nicht damit gerechnet, dass 100 Jahre später in Deuz Dichtungsringe mit einem Durchmesser von 20 Metern vom Band laufen. 15 Mitarbeiter produzieren Dichtungen für die Elektroindustrie, den Maschinen- und Behälterbau, die Erdgasindustrie sowie die Petrol- und Chemieindustrie. Verwendet werden je nach Einsatzort Weichstoffe, Kunststoffe oder Metall. Aktuell besonders gefragt: Kunststoffdichtungen, die hohe Temperaturen und großen Druck aushalten.

Produkte an Marktbedarf angepasst

Heute lenkt Enkel Andreas Martin Raby in dritter Generation die Geschicke des Unternehmens. Drei Generationen, die immer offen für Veränderung waren und ihre Produkte an den Bedarf des Marktes angepasst haben. So gelang es der Familie, sich europaweit einen Namen zu machen. Qualität und Lieferfähigkeit sprechen für sich. 

"Wir können jederzeit flexibel reagieren, das ist ein enormer Mehrwert für unsere Kunden", erklärt Raby. "Wenn es brennt, also ein bestimmter Artikel kurzfristig gebraucht wird, produzieren wir Sonderanfertigungen auch schon mal sofort." Die Kunden schätzen den Service und wissen, was sie vom Deuzer Familienbetrieb erwarten dürfen. „Wir beraten natürlich auch, welches Material sich am besten eignet, und erstellen entsprechende Zeichnungen. Das ist selbstverständlich, wir verstehen uns als Dienstleister."

Drei Millionen Dichtungen jährlich verschickt

Die Maße der Dichtungen variieren extrem: von 10 Millimetern bis zu mehreren Metern ist alles dabei. Die Fertigung erfolgt auf CNC-Maschinen, Plottern und Fräsmaschinen. Drei Millionen Dichtungen werden jährlich verschickt. Doch auch in der Region profitiert man von dem Fachwissen des Unternehmens. Als das historische Löschfahrzeug einer Siegerländer Feuerwehr einen neuen Zylinderkopf brauchte, konnten Raby und sein Team liefern. Anfang der 2000er-Jahre wurde das Angebot erweitert und der Kunststoffhandel ins Portfolio aufgenommen. Der Bereich mache laut Raby mittlerweile 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. 

"Ich habe großes Interesse am 3-D-Druck"

Nach dem Tod von Martin Heitze im Jahr 1958 führten seine Ehefrau und die Kinder den Betrieb weiter. Es wurde stark expandiert, und man brauchte mehr Platz. 1961 verlegte die Familie die Produktion in den heutigen Firmensitz an der Waldstraße 59. Fünf Jahre später übernahmen Gerold Heitze und sein Schwager Peter Raby die Geschäftsführung. Sein Sohn Andreas absolvierte eine Ausbildung in der Firma und stieg Anfang der 1990er-Jahre als Prokurist in die Geschäftsführung ein.

Die Branche ist ständig in Bewegung und Raby geht mit. Neue Materialien und Fertigungsmethoden versprechen optimierte Produkte. "Ich habe großes Interesse am 3-D-Druck. Die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig", erklärt er. "Das ist ein Thema, bei dem wir unbedingt am Ball bleiben müssen. In ein paar Jahren wird das Verfahren zum Standard gehören, dann ist der Zug abgefahren." Damit bleibt der Geschäftsführer der Familien- und Unternehmensphilosophie treu. Auch nach 100 Jahren stehen die Zeichen in Deuz auf Weiterentwicklung.

Seit den 1960er-Jahren wird am Firmenstandort in Deuz produziert.
Geschäftsführer Andreas Martin Raby kann auf 100 Jahre unternehmerische Familienhistorie zurückblicken.
Autor:

Julia Wildemann

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