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Nach erneutem Dürresommer
Die Siegquelle ist trocken

Die Siegquelle bei Walpersdorf ist weitgehend trockengefallen. Auch das Quellgebiet insgesamt gibt nur minimal Wasser ab. Alles wartet auf Regen, damit auch der Wald wieder aufatmen kann.
  • Die Siegquelle bei Walpersdorf ist weitgehend trockengefallen. Auch das Quellgebiet insgesamt gibt nur minimal Wasser ab. Alles wartet auf Regen, damit auch der Wald wieder aufatmen kann.
  • Foto: Foto: J. Niemand
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

kalle Walpersdorf. Die Siegquelle ist trockengefallen. Kein Tropfen Wasser läuft über die im Jahr 2013 installierte Holzrinne, die so symbolisch für den Beginn der Sieg steht, die dann 155 Kilometer weiter als stattlicher Fluss in den Rhein mündet. In der ältesten überlieferten Ansicht der Siegquelle von 1849 wird sie als gefasste Quelle mit einem auf Balken gelagerten Spitzdach dargestellt.Das gesamte Quellgebiet stöhnt unter Wasserknappheit. Zudem gibt es noch eine Quelle oberhalb des Steinquaders mit Mulde als Wasserentnahmestelle und noch mehrere Flächenquellen im Waldgebiet zwischen dem Wanderparkplatz Siegquelle und der Straße nach Großenbach.

kalle Walpersdorf. Die Siegquelle ist trockengefallen. Kein Tropfen Wasser läuft über die im Jahr 2013 installierte Holzrinne, die so symbolisch für den Beginn der Sieg steht, die dann 155 Kilometer weiter als stattlicher Fluss in den Rhein mündet. In der ältesten überlieferten Ansicht der Siegquelle von 1849 wird sie als gefasste Quelle mit einem auf Balken gelagerten Spitzdach dargestellt.Das gesamte Quellgebiet stöhnt unter Wasserknappheit. Zudem gibt es noch eine Quelle oberhalb des Steinquaders mit Mulde als Wasserentnahmestelle und noch mehrere Flächenquellen im Waldgebiet zwischen dem Wanderparkplatz Siegquelle und der Straße nach Großenbach.
An den fünf bis zehn kleinen Quellen, die sich nach und nach auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern zur Sieg vereinigen, sucht man Wasser vergeblich.

„Die Bäume werden überleben“

„Es ist einfach zu trocken“, sagt der Leiter des Forstamtes in Hilchenbach, Manfred Gertz, gegenüber der Siegener Zeitung. Deutlich zu erkennen ist die Wassernot auch an den Laubbäumen, die ihre Blätter bereits bräunlich gefärbt und schon eingerollt haben. Die gute Nachricht: Die Bäume haben bereits Knospen entwickelt, die im kommenden Frühjahr dann für frisches Grün an den Bäumen sorgen werden. „Die Bäume werden überleben“, sagt der Forstspezialist weiter.Helfen kann jetzt nur Regen – möglichst viel Regen. Heute könnte also ein guter Tag für den Wald werden, wenn die Wetterprognosen stimmen, die Niederschlag auf breiter Front vorhersagen. Auch die anderen Quellen, die rund um den Rothaarsteig liegen, wie etwa die Ederquelle, sind wasserarm.

Sage um einen alten Riesen

Besser sieht es noch bei der Dillquelle aus, so Jochen Niemand, Heimat- und Naturfreund, der sich in den Quellgebieten bestens auskennt. Die Dillquelle am Rothaarsteig spendet noch Wasser, an der sich der Wanderer seine Flasche auffüllen kann.Vielleicht kommt jetzt bei der Dürre wieder eine Sage, welche sich um die Siegquelle rankt, ans Licht. Die Geschichte besagt, dass dort einst ein alter Riese wohnte. Dieser ernährte sich von den Gütern des Waldes und verschonte die umliegenden Dörfer, solange deren Bewohner ihn in Frieden ließen. Eines Tages jedoch brach eine große Dürre aus. Nur aus der Quelle des Riesen sprudelte noch klares Wasser. Darum sollen die Bewohner der Dörfer zum Riesen gegangen sein und ihn um Essen und Wasser gebeten haben. Der Riese jedoch verwandelte jeden, der sein Waldschloss betrat, in einen Baum, und keiner der Bewohner, die zum Riesen gegangen waren, wurde jemals wieder gesehen. Also, aktuell vorsichtig sein, wenn man dem Riesen begegnet.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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