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Überschwemmungsgebiete in Netphen
Drei Gewässer betroffen

Auch der Bereich, in dem die Sieg entlang der Straße "Unterm Wasser" in Netphen fließt, gehört zum Überschwemmungsgebiet.
  • Auch der Bereich, in dem die Sieg entlang der Straße "Unterm Wasser" in Netphen fließt, gehört zum Überschwemmungsgebiet.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sos Netphen. Ist die Keilerkommune auch nicht unbedingt als Stadt mit großem Hochwasserrisiko bekannt, so gibt es doch Bereiche, in denen immer wieder Überschwemmungen vorkommen. In Netphen birgt vor allem die Sieg ein solches Risiko; Dreisbach und Netphe sind laut Verwaltung nur partiell betroffen. Die Bezirksregierung Arnsberg bereitet derzeit die Ausweisung solcher Überschwemmungsgebiete vor. Damit gemeint sind Bereiche „zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern, die bei Hochwasser überschwemmt oder durchflossen oder für die Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht werden“, heißt es in der Vorlage, mit der sich der Stadtentwicklungsausschuss am Montag befasste.

sos Netphen. Ist die Keilerkommune auch nicht unbedingt als Stadt mit großem Hochwasserrisiko bekannt, so gibt es doch Bereiche, in denen immer wieder Überschwemmungen vorkommen. In Netphen birgt vor allem die Sieg ein solches Risiko; Dreisbach und Netphe sind laut Verwaltung nur partiell betroffen. Die Bezirksregierung Arnsberg bereitet derzeit die Ausweisung solcher Überschwemmungsgebiete vor. Damit gemeint sind Bereiche „zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern, die bei Hochwasser überschwemmt oder durchflossen oder für die Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht werden“, heißt es in der Vorlage, mit der sich der Stadtentwicklungsausschuss am Montag befasste.

Insgesamt knapp 20 Kilometer

Der entsprechende Teil der Sieg beginnt oberhalb von Walpersdorf und endet in Dreis-Tiefenbach an der Grenze zu Weidenau (15,7 Kilometer). Der Bereich am Dreisbach erstreckt etwa vom Sportplatz in Dreis-Tiefenbach bis zur Einmündung in die Sieg (2,3 Kilometer). Am kleinsten ist das Gebiet an der Netphe, es reicht etwa von der Höhe der Straße „Altwiese“ bis zur Einmündung in die Sieg (1,6 Kilometer).
Die Areale seien bereits in Kartenform dargestellt sowie öffentlich ausgelegt worden und damit vorläufig gesichert, erklärt die Stadt. Bezüglich möglicher Rechtsfolgen gleiche dieser Status der förmlichen Festsetzung, das heißt, es gelten besondere Schutzvorschriften.

Nicht alles erlaubt

Verboten in Überschwemmungsgebieten seien beispielsweise die Ausweisung von neuen Baugebieten, die Errichtung von Mauern, das Ablagern von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern können, das Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche sowie die Umwandlung von Auwald in eine andere Nutzungsart. Über Einzelfälle entscheide die zuständige Wasserbehörde.

Ausweisung laut Verwaltung unkritisch

Rüdiger Bradtka (CDU) wunderte sich doch sehr darüber, dass die Mitteilung der Bezirksregierung bereits Mitte September veröffentlicht wurde, aber erst jetzt Thema im Stadtentwicklungsausschuss sei - vor allem, weil die Unterlagen zwar im Rathaus auslägen, Stellungnahmen aber nur noch bis Montag, 9. Dezember, entgegengenommen würden. „Den zeitlichen Ablauf verstehe ich nicht.“ Baudezernent Erwin Rahrbach unterstrich daraufhin, dass die Ausweisung der Bereiche seitens der Verwaltung ohnehin als unkritisch bewertet werde. Die Überschwemmungsgebiete würden sogar noch kleiner bemessen als bislang. „Wir geben deswegen als Stadt keine Stellungnahme ab“, so Rahrbach.
Manfred Heinz wünschte sich eine Darstellung der Grundstücke, Bauten und Mauern, die mit den entsprechenden Gebieten kollidieren. Darüber müsse man Bescheid wissen um festzustellen, ob und wo es vielleicht Probleme gebe.

Weniger Grundstücke betroffen

Die Bezirksregierung sei Herr des Verfahrens, erklärte Tiefbauamtsleiter Rainer Schild. Und die festzulegenden Bereiche seien Ergebnis einer Berechnung, da gebe es gar nicht viele Einspruchsmöglichkeiten. Abgesehen davon seien jetzt in der Tat vor allem in Dreis-Tiefenbach weitaus weniger Grundstücke betroffen, pflichtete er Rahrbach bei. Somit seien die Eigentümer freier in der Gestaltung.

Keine Vorkehrungen notwendig

Warum die anderen Gewässer in Netphen nicht untersucht würden, wollte Paul Legge (CDU) wissen. Die obere Wasserbehörde, sprich: die Bezirksregierung, habe das Verfahren angestoßen, so Rahrbach. Und diese sei es dementsprechend, die die Gewässer benennt, da gehe es auch um die Größe.
Dann sollten Verwaltung und Politik sich vielleicht selbst damit befassen, fand Bradtka, schließlich häuften sich Starkregenereignisse. Das wiederum stehe auf einem ganz anderen Blatt, erläuterte Schild. Maßnahmen, die in solchen Fällen umgesetzt werden müssen, seien im Hochwasseraktionsplan festgeschrieben. In Netphen gebe es jedoch gar keine Bereiche, die es diesbezüglich zu schützen gelte.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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