Ein Erweiterungsbau für die Expansion

Hans Georg Brühl GmbH in Deuz: plus 70 Prozent bei Produktions- und Lagerflächen / Raum fürs künftige Wachstum

ch Deuz. Noch ist es eng in den Hallen der Hans Georg Brühl GmbH. Hier liegen die unbearbeiteten Gitter, Zäune und Wände. Warten auf ihre Bearbeitung. Dort durchlaufen Tore und Klappen die große Sandstrahlreinigungsanlage; und da hinten verlassen gerade Bühnenteile und Geländer die Kabine der Pulverbeschichtungsstraße. Dazwischen Frauen und Männer in ihren blauen Arbeitsanzügen. Sie entwickeln, konstruieren, fertigen und lagern auf derzeit knapp 2400 Quadratmetern Schutzeinrichtungen für den Maschinen- und Anlagenbau. Bald schon haben sie mehr Platz. Denn der Deuzer Mittelständler Brühl erweitert seine Produktions- und Lagerflächen um satte 70 Prozent.

»Wir investieren in den Raum und schaffen so zusätzliche Kapazitäten für künftiges Wachstum«, sagt Kai Wienecke der SZ. Rund 1 Mill. Euro, so der kaufmännische Bereichsleiter weiter, nimmt das Unternehmen in die Hand. Um bei laufendem Betrieb – die 80 Mitarbeiter (davon acht Auszubildende) fertigen aktuell in zwei Schichten an sechs Tagen in der Woche – eine neue Halle errichten zu lassen und unter ihrem Dach die Firmenfläche auf insgesamt 4140 Quadratmeter aufzustocken. Und, um in Zeiten des Booms und bei verfügbaren Mitteln die Produktionsabläufe des Standortes zu entzerren und zu verbessern.

Boom? Ja, im Maschinen- und Anlagenbau brummt es. Der Auftragsschub dauert an und weist auf eine gute Konjunktur in den kommenden Monaten hin. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtet, liegen derzeit die Bestellungen um ein Drittel höher als vor einem Jahr. Auch das Inlandsgeschäft wächst endlich wieder. Ohne die kurzfristigen Schwankungen in der stark von Großaufträgen geprägten Branche ergeben sich aktuell deutlich zweistellige Zuwachsraten; insgesamt erhöhten sich z. B. im Monat Mai die Aufträge um 17 Prozent. Davon profitiert auch das heimische Unternehmen, das zeitverzögert seine Aufträge und Projekte in Sachen Schutzgitter und Schutzeinrichtungen akquirieren kann. Die Auftragsbücher sind voll, bestätigt Kai Wienecke. Die Hans Georg Brühl GmbH, die im Wirtschaftsjahr 2005 rund 8 Mill. Euro umsetzte, ist ausgelastet. Der Systemhersteller, der aus Standardgittern Speziallösungen macht, bezeichnet sich selbst, wie es Wienecke ausdrückt, »als führenden Player« auf dem deutschen Markt, der Dank der Erfolge aus dem indirekten Export über seine Kunden innerhalb des international ausgerichteten Maschinen- und Anlagenbaus (Exportquote im Schnitt: 70 Prozent) vorausschauend wirtschaften kann.

So investieren die beiden Firmenchefs Hans-Georg und Heinrich Brühl nicht nur in den Neubau. In diesem Jahr werden zudem noch 150.000 Euro in neue Maschinen gesteckt. Außerdem hat das Unternehmen in 2006 bereits ein neues ERP-System eingeführt und etliche Euro für die Entwicklung völlig neuer Produkte ausgegeben. Für Wienecke ist das ein Bekenntnis zum Standort. Und ein Bekenntnis zur Innovation. Es sind wahrlich keine Lippenbekenntnisse, sondern hinter den Aktivitäten stecken strategischer Ziele: Der Mittelständler will die Marktführerschaft im gesamten deutsch-sprachigen Raum erobern und zugleich seinen eigenen Exportanteil ausweiten!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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