Erhebendes Klangerlebnis

Steffi Isenberg (Sopran) und Gabriel Isenberg (Orgel) begeisterten mit einer musikalischen Zeitreise in der kath. Pfarrkirche St. Martinus Netphen.  Foto: jea
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jea Netphen. Steffi Isenberg (Sopran) und Gabriel Isenberg (Orgel) nahmen die Besucher ihres Konzertes in der kath. Pfarrkirche St. Martinus in Netphen am Sonntag mit auf eine musikalische Zeitreise. Es war ein erhebendes und die Seele erfrischendes Klangerlebnis, das die Herzen bewegte und sicher noch lange positive Nachwirkungen spüren lassen wird. Die Palette der glanzvoll vorgetragenen Sopranpartien und Orgelstücke reichte von Händel, Lefébure-Wély und Mozart bis hin zu Rheinberger und anderen Komponisten.

Bereits der Konzerteinstieg mit dem Orgelstück „Concerto del Signor Vivaldi“ h-Moll (LV 133) mit den Sätzen Allegro, Adagio und Allegro von Johann Gottfried Walther (1684–1748) unterstrich nicht nur die Souveränität, sondern zugleich auch das bemerkenswerte Können Isenbergs an seinem offensichtlichen „Lieblingsinstrument“, der Orgel.

Gabriel Isenberg aus Hilchenbach ist Gymnasiallehrer für Musik und Mathematik (Sek. II, I). Der Schule hat er den Rücken gekehrt, um sich ganz seinem Zweitberuf als examinierter und jetzt hauptamtlicher Kirchenmusiker (B-Examen) in der Pfarrei St. Viktor in Damme (Oldenburg) zu widmen. Parallel studiert er zudem Kirchenmusik an der Hochschule für Künste in Bremen. Musik ist seine Leidenschaft. Als Chorleiter und Organist war er unter anderem bereits in zahlreichen Gemeinden des Siegerlandes erfolgreich aktiv.

Nicht minder begabt zeigte sich Ehefrau Steffi Isenberg aus dem Sauerland. Glockenrein und mit kraftvoller Stimme brachte sie „I Know That My Redeemer Liveth“ aus dem Oratorium „The Messiah“ für Sopran und Orgel von Georg Friedrich Händel (1685–1759) zu Gehör. Was für eine großartige Stimme. Steffi Isenberg studierte Musik (Lehramt an Gymnasien) an der Uni Siegen mit dem künstlerischen Hauptfach Gesang, das sie mit dem Ersten Staatsexamen abschloss. Exzellente Gesangsauftritte sowohl mit klassischer als auch mit kirchlicher und weltlicher Musik ließen sie bereits im In- und Ausland Erfolge feiern. Ab dem Wintersemester wird sie Elementare Musikpädagogik mit dem Studienschwerpunkt Gesang an der Bremer Hochschule für Künste studieren. Ebenso wie bei Ehemann Gabriel kennzeichnen ihren musikalischen Werdegang namhafte Stipendiate und Erfahrungen als Chorleiterin bei mehreren Chören.

Große Begeisterung bei den Konzertbesuchern riefen unter anderem die Orgelwerke Adagio F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), Agitato und Cantilene von Joseph Gabriel Rheinberger (1839–1901) und Scherzo von Samuel Rousseau (1853–1904) hervor. Gabriel Isenberg versteht sein „Handwerk“, das er lebendig und musikalisch überzeugend präsentiert. Ob es die glanzvollen Gesangsvorträge „Benedictus“, die Arie aus der „Missa brevis Sancti Joannis de Deo“ von Joseph Haydn (1732–1809) oder das „Vater unser“ für Sopran und Orgel von Rheinberger waren, Steffi Isenberg eroberte mit ihrem herausragenden Gesang die Herzen der Konzertbesucher. Auch mit „O Salutaris“ für Sopran und Orgel von Louis J. Alfred Lefébure-Wély (1817–1870) setzten die beiden Isenbergs unvergessliche Akzente.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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