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Beschneidung bei Geschäftsbereichen
Frisch gewählt und schon rasiert

Andreas Fresen wurde einstimmig zum Beigeordneten und Vertreter von Bürgermeister Paul Wagener (r.) gewählt. Ehefrau Anja Fresen verfolgte die Wahl im Zuschauerraum und bekam am Ende Blumen.
  • Andreas Fresen wurde einstimmig zum Beigeordneten und Vertreter von Bürgermeister Paul Wagener (r.) gewählt. Ehefrau Anja Fresen verfolgte die Wahl im Zuschauerraum und bekam am Ende Blumen.
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ihm Netphen. Politisch hat der CDU-Mann Fresen eine breite Basis in Netphen gefunden. Ob er sich auch im Rathaus auf eine so einhellige Zustimmung verlassen kann, wird sich zeigen. Bürgermeister Paul Wagener will ihm jedenfalls vorerst nicht alle Geschäftsbereiche überlassen, die in der Ausschreibung für den neuen zweiten Mann der Verwaltung vorgesehen waren.

Andreas Fresen, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder, war seit 2016 Beigeordneter der Gemeinde Ense im Kreis Soest. Ense ist etwa halb so groß wie Netphen. Fresen ist studierter Bauingenieur und kennt das Siegerland schon aus seiner Studienzeit.

Der Winterberger hat jahrzehntelange Verwaltungserfahrung.

ihm Netphen. Politisch hat der CDU-Mann Fresen eine breite Basis in Netphen gefunden. Ob er sich auch im Rathaus auf eine so einhellige Zustimmung verlassen kann, wird sich zeigen. Bürgermeister Paul Wagener will ihm jedenfalls vorerst nicht alle Geschäftsbereiche überlassen, die in der Ausschreibung für den neuen zweiten Mann der Verwaltung vorgesehen waren.

Andreas Fresen, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder, war seit 2016 Beigeordneter der Gemeinde Ense im Kreis Soest. Ense ist etwa halb so groß wie Netphen. Fresen ist studierter Bauingenieur und kennt das Siegerland schon aus seiner Studienzeit.

Der Winterberger hat jahrzehntelange Verwaltungserfahrung. Außerdem war er auch zehn Jahre im Rat der Stadt Winterberg und 18 Jahre Ortsvorsteher: „Ich kenne auch Ihre Seite“, versicherte der neue Beigeordnete dem Rat. „Ich sehe mich als Ansprechpartner für die Stadtverordneten und auch für die Ortsbürgermeister“, umriss er sein Amtsverständnis. Rat und Verwaltung müssten an einem Strang ziehen.

Kompromiss bei Zuschnitt des Geschäftsbereichs

Dass das in Netphen mitunter schwierig ist, erlebte Fresen unmittelbar nach seiner Wahl, als es um den Zuschnitt seines Geschäftsbereichs ging. Eine halbe Stunde lang rangen die Fraktionsvorsitzenden, der Bürgermeister und Fresen selbst ohne den Rat um die Details. Am Ende stand ein Kompromiss.
In der Ausschreibung für die Stelle des ersten Beigeordneten, der gleichzeitig Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters sein soll, waren die Leitung des Baudezernats einschließlich Wirtschaftsförderung, Tiefbau sowie Liegenschaften und Immobilienservice, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen sowie Fördermittelmanagement als Kernaufgaben genannt worden.

Bürgermeister Paul Wagener wollte dieses breite Spektrum nicht akzeptieren. Er verlangte für sich die Liegenschaften, Immobilienservice und kaufmännische Gebäudebewirtschaftung sowie die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, die Digitalisierung und das Fördermittelmanagement. Er könne seine Geschäftsbereiche nach der Gemeindeordnung zunächst festlegen, hatte Wagener bekundet. Nur was dann noch übrigbleibe, könne der Beigeordnete verwalten.

Wirtschaftsförderung bleibt beim Bürgermeister

Kurz vor dem Eklat dann der Kompromiss. Die Wirtschaftsförderung bleibt beim Bürgermeister, das Fördermittelmanagement und der Klimaschutz wird hingegen Andreas Fresen zugeordnet. Die Digitalisierung ist Thema des Bürgermeisters. Der Bereich Liegenschaften wird aufgeteilt: Die technischen Angelegenheiten gehören zum Geschäftsbereich des Beigeordneten, um die kaufmännischen Aspekte kümmert sich Kämmerer Hans-Georg Rosemann.

Andreas Fresen wird nach A 15 bezahlt. Die Verwaltungsvorlage weist jährliche Mehrkosten für den Beigeordneten in Höhe von 80 000 Euro aus – zuzüglich Pensions- und Beihilferückstellungen. Er wird sein Amt am 1. Mai 2021 antreten. Damit folgt er Heinz-Joachim Hengstenberg, der Ende 2014 in den Ruhestand gegangen war. Hengstenberg hatte sich als zweiter Mann im Rathaus etliche Scharmützel mit Paul Wagener geliefert. Das Verhältnis der beiden war am Ende völlig zerrüttet.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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