Gegen dritten verkaufsoffenen Sonntag

dima Netphen. „Der Fall ist erledigt. Es bleibt alles beim Alten.“ Mit diesen Worten kommentierte Bürgermeister Rüdiger Bartsch gestern auf seiner letzten Ratssitzung die Entscheidung des Rates. Der hatte die Verwaltungsvorlage zur ersten Änderung der Verordnung über verkaufsoffene Sonn- und Feiertage mit 19 gegen 15 Stimmen, bei einer Enthaltung, abgelehnt.

Obwohl die Verabschiedung des Verwaltungschefs spürbar „harmonisierend“ über allen Tagesordnungspunkten schwebte, wurde zu diesem Thema im Ratssaal noch einmal kurz aber heftig diskutiert. Erst im Dezember hatte der Rat beschlossen, dass der Verkauf von Waren jeden dritten Sonntag im Mai und jeden zweiten oder dritten Sonntag im September im Stadtgebiet freigegeben werden sollte.

Die Geschäftsinhaber im Einkaufszentrum Netphen und die Aktionsgemeinschaft Dreis-Tiefenbach hatten daraufhin „einvernehmlich zur Wahrung aller Interessen“ eine Änderung dieser Verordnung beantragt. Demnach sollten die Geschäfte zukünftig jeden letzten Sonntag im Juni in Dreis-Tiefenbach, jeden zweiten oder dritten Sonntag im September im gesamten Stadtgebiet und jeden zweiten Adventssonntag in Netphen geöffnet werden können. Wodurch die Bürger zukünftig an drei Sonn- oder Feiertagen hätten einkaufen gehen können. „Ich freue mich über diese Entscheidung“, so Peter Katz von der UWG. Schon immer sei Sonntags gearbeitet worden. Auch Bruno Gräbener (CDU) stimmte der geplanten Änderung zu.

Kritik gab es dagegen von Manfred Heinz (SPD). Die Sozialdemokraten würden sich der Meinung der Gewerkschaften und der Kirchen anschließen. Hier solle „durch die Hintertür“ ein dritter verkaufsoffener Sonntag eingeführt werden. Dabei könnte jeder seine Einkäufe bis 22 Uhr am Samstag erledigen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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