GmbH: Rettung für das Freizeitbad?

Netphener CDU möchte Bäderbetrieb ohne Subventionen aufrecht erhalten

sz Netphen. 930000 e jährlich kostet die Stadt Netphen der Betrieb des Hallen- und Freibades. Vor dem Hintergrund erwog die CDU zur Kostenreduzierung eine Einstellung des Freibad-Betriebes. Eine Schließung des Hallenbades habe aber zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion gestanden, bekräftigte die Fraktion gestern.

Die jährlichen Spareffekte bei einer Schließung des Freibades seien mit 213000 e deutlich niedriger als erwartet. Einsparungen dieser Größenordnung lassen sich sicherlich ebenfalls realisieren, wenn man jetzt konsequent und schnell an der Herauslösung des Hallen- und des Freibades aus den städtischen Strukturen arbeite und deren Betrieb als GmbH organisiere. Mit der Erklärung präzisierten CDU-Stadtverbandschef Klaus Gräbener und der Vorsitzende des Freizeitparkausschusses, Paul Legge, die Haltung der CDU; im Juni wird in den Gremien über die Zukunft der Bäder entschieden.

Gräbener und Legge machten zugleich deutlich, dass angesichts des niedrigen Einsparvolumens eine Schließung des Bades auf mittlere Sicht für die CDU ausscheide. Nennenswerte Spareffekte ließen sich wegen der inhaltlichen Verknüpfung zwischen Hallen- und Freibad jedoch nur bei der Schließung beider Einrichtungen erzielen. Ein solches Szenario sei für die CDU nicht diskussionsfähig. Bereits Ende 2001 habe die CDU deutlich gemacht, dass sie einer GmbH-Lösung den Vorzug gebe, falls die Privatisierung scheitere. An dem Punkt stehe man derzeit. Gräbener: »Ein Fehlbetrag von 930000 e bei rund 180000 Besuchern jährlich bedeutet, dass jeder Badegast mit rund 5 e pro Besuch subventioniert wird. Dies ist angesichts der Ebbe im städtischen Haushalt dauerhaft nicht darstellbar.«

Nach Auffassung von Legge sollte die GmbH möglichst schnell, spätestens aber zum 1. Mai 2005, ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen. Weitere Gesellschafter sind willkommen. Legge: »Wir werden die Verwaltung beauftragen, die hierzu notwendigen Verhandlungen zu führen.« Gleichzeitig müssten unverzüglich die Vorarbeiten für die GmbH in Angriff genommen werden. Hierzu erwarte man von der Verwaltung im Herbst Angaben.

Die CDU trete dafür ein, dass die Verlustabdeckung der operativen GmbH-Geschäftstätigkeit durch die Stadt in einem ersten Schritt auf rund 700000 e begrenzt werde, betonten Legge und Gräbener. Mittelfristiges Ziel müssten noch weitergehende Kostenreduzierungen sein. Dies sei möglich, wenn die GmbH eine weitgehende wirtschaftliche Betätigungsfreiheit erhalte. Die CDU wünsche, so heißt es weiter, dass die Mitarbeiter der GmbH durch leistungsorientierte Gehaltsstrukturen dazu motiviert würden, nennenswerte Reduktionen der Jahresfehlbeträge herbeizuführen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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