Goethe begrüßt Gäste

Die Installation „21 blaue Wanderstäbe“ wird am Freitag Dr. Marlies Obier an Forstdirektor Diethard Altrogge (l.) und Dr. Lothar Bald (r.) übergeben. Die Stahlstäbe bleiben dann endgültig vor dem Forsthaus Hohenroth stehen.  Foto: la
  • Die Installation „21 blaue Wanderstäbe“ wird am Freitag Dr. Marlies Obier an Forstdirektor Diethard Altrogge (l.) und Dr. Lothar Bald (r.) übergeben. Die Stahlstäbe bleiben dann endgültig vor dem Forsthaus Hohenroth stehen. Foto: la
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la Brauersdorf. Eine Geburtstagsfeier der besonderen Art steht am Freitag bevor: Johann Wolfgang von Goethe feiert sein 260. Wiegenfest. Und wie das bei runden Geburtstagen so ist, „ladet“ er sich gerne Gäste ein, denn der Mann des Wortes war auch ein Genießer von Speis und Trank.

In diesem ganz speziellen Fall sind zu Gast: Alexander von Humboldt, Georg Forster, Adelbert von Chamisso und Charles Darwin. Wer die fünf Weltenbürger um 19 Uhr im Forsthaus Hohenroth zusammenbringt? Die Sprachkünstlerin Dr. Marlies Obier und Thomas Vehoff. Und dazu kommen noch die Besucher des literarischen Vortrags und der Lesung unter dem Thema „Die Reisen eines Naturforschers“. Schließlich ist der fiktive Dialog, mit anschließendem Anschneiden der Torte und einer Vorab-Führung entlang des Sprachpfades der Ginkgo-Allee und der Ausstellung „Dächer des Waldes“ im Forsthaus, um 17 Uhr der Abschluss des Goethe-Projekts „Leben ist ihre Erfindung – Kunst, Literatur und Musik im Wald“.

Und wer sich die Frage stellt, was Humboldt, Forster, Chamisso, Darwin und Goethe gemeinsam haben, der bekommt auch eine Antwort. Sie waren alle „auch“ Botaniker und Naturforscher, und da sind sie ja im Forsthaus Hohenroth mitten im Wald gerade richtig. Forstdirektor Diethard Altrogge, der Vorsitzende Waldland Hohenroth, Dr. Lothar Bald, und Dr. Marlies Obier zogen jetzt ein Resümee der Obier-Ausstellung „Leben ist ihre Erfindung“, die in Verbindung mit Exkursionen, Führungen, einem Konzert des Bläser-Oktetts der Philharmonie Südwestfalen, Lesungen, Workshops und Veranstaltungen zu Goethe und seinen Lebensgewohnheiten stand. „Ein wunderbares Konzept, das aufgegangen ist“, so die Siegener Sprachkünstlerin. Diethard Altrogge und Dr. Bald unterstrichen, dass man mit dem Projekt vor allem der Jugend den Wald nahebringen wollte. Gleichzeitig sollten auch Wald und Kultur in Einklang gebracht werden. Mit der Resonanz war man zufrieden, besonders die Aktionen während der Sommerferien fanden großen Anklang. Kein Wunder, wem wird schon eine Nacht unter freiem Himmel in den Wäldern am Forsthaus gewährt, unter dem Motto „Sternenblick“, oder wer darf Wanderstöcke aus heimischer Haselnuss selbst herstellen?

Was bleibt von dem Projekt, das am 6. Juni begann? Die Installation „21 blaue Wanderstäbe“ vor dem Forsthaus, die Dr. Marlies Obier am Freitag den Veranstaltern übergibt. Die Stahlstäbe, gefertigt wie die Nistkästen in den AWo-Werkstätten in Deuz, sollen Aufforderung sein, die Natur zu erwandern und mit ganz anderen Augen zu sehen; denn die Natur war schon für Goethe zeitlebens der glücklichste Lebensort. Und der kannte Hohenroth nicht.

Für Dr. Marlies Obier wird das Thema Goethe allerdings noch nicht beendet sein. Im nächsten Jahr ist sie in den Botanischen Garten in Ulm unter dem Thema „Goethe als Gärtner“ eingeladen und ins Siegener Obere Schloss zum Thema „Goethe, Lenz und Jung-Stilling“.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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