Hainchener Wehr feierte Jubiläum

Jubiläumswochenende: 75 Jahre Dienst am Nächsten geleistet

CR Hainchen. Im Jahre 1929 wurde die Freiwillige Feuerwehr Hainchen von zehn Wehrmännern aus den Ortschaften Hainchen und Irmgarteichen gegründet. Die Mehrheit gehörte der vorher bestehenden Pflichtfeuerwehr an und leistete seit deren Auflösung den freiwilligen »Dienst am Schlauch«.

Ein Feuerwehrlöschfahrzeug mit 600 Litern internem Wassertank, Schere und Spreizer zum Herausschneiden eingeklemmter Menschen bei Pkw-Unfällen oder eine motorbetriebene Pumpe waren damals – anders als heute – nicht vorhanden. Eine einfache Druckspritze mit Flutkasten, der mit Eimern gefüllt werden musste, war das Löschgerät.

»Wenn wir sehen, wie unsere Väter und Großväter gelöscht haben, können wir froh sein, heute technische Geräte zu haben«, so Edwin Diehl, stellv. Löschzugführer in Hainchen. Für damalige Verhältnisse war die Ausrüstung jedoch völlig normal.

Ebenso verbessert hat sich die Unterbringung der Feuerwehr: Gegenüber der Schreinerei Anton Schmitt war früher ein Geräteschuppen. Ab 1954 wurde die Feuerwehr in ein nahe der Wasserburg gelegenes Gerätehaus umgesiedelt. Seit 1982 ist das Quartier im Bürgerhaus.

Ihr 75-jähriges Jubiläum feierten die Hainchener Löschzugleute am verlängerten Wochenende. Am Donnerstag wurde mit einer Live-Disco mit den »Blue Birds« begonnen. Gute Stimmung im Schützenhaus herrschte mit den oft relativ jungen Besuchern. Der Freitag begann um 18 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal. Anschließend folgte ein Festmarsch zum Schützenhaus, wo um 19 Uhr der Festkommers begann. Holger Trost und Michael Wolf wurden zum Unterbrandmeister befördert.

Volkstümlich-rustikal war der Samstagabend mit den »Siegerländer Hüttenmusikanten« gestaltet. Der so genannte »Haubergsabend« wurde ebenso mit der »Hainchener Olympiade« gespickt: Verschiedene Disziplinen wie Wetttrinken, Sägen, Nageln usw. mussten gemeistert werden. Sieger wurde das Team »Hähner-Jong« aus Hainchen.

Auch aus Hainchen, jedoch aus Liemesheim-Hainchen bei Büdingen, waren die Namensvettern mit ihrer Feuerwehr angereist. Das gesamte Wochenende wurde mit der Partnerwehr, die nächstes Jahr ihr 75-Jähriges feiern, gestaltet.

Am Sonntag folgte eine Fahrzeug- und Geräteschau, bei der neben dem Drehleiterfahrzeug aus Netphen das neue LF 10/6 aus Dreis-Tiefenbach oder der Rüstwagen aus Deuz neben dem eigenen LF 8/6 zu sehen waren.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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