Hohenroth jetzt Rotwild-Kinderstube

Am Sonntag erstes Hirschkalb geboren / Weiterer Nachwuchs wird erwartet

kalle Brauersdorf. Hirschnachwuchs am Forsthaus Hohenroth: Das Waldinformationszentrum konnte am Sonntag die Sektkorken knallen lassen. Eine der 13 Hirschkühe, die im September vergangenen Jahres im rund 43 Hektar großen Freigehege unterhalb des Domizils des Vereins Waldland Hohenroth ein neues Zuhause fanden, ist stolze Hirschmutter geworden. Im Unterholz hat die Kuh ihr Junges abgelegt. Weit weg von allen Waldbesuchern, die sich den Nachwuchs gerne aus aller Nähe ansehen wollen. Da sollte man Zeit und Geduld mitbringen, um den ersten Nachwuchs im Gehege beobachten zu können.

»Eigentlich«, so Tasso Wolzenburg, Mitarbeiter des Forstamts Hilchenbach, »haben wir erst in der ersten Juni-Woche mit Nachwuchs gerechnet.« Doch am Sonntag fand Peter Lembke, Leiter des Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth, das Jungtier auf der Wiese liegen. Mittlerweile hat die Hirschkuh ihren Nachwuchs in ruhigere Bereiche des Geländes abgelegt.

»Manni«, der Platzhirsch vom Edersee im Revier, dreht voller Stolz abseits vom Rudel seine Runden. Was der neunjährige Hirsch aber nicht weiß: Er kann gar nicht der Vater sein, denn er wurde erst im März im tiefen Schnee dort freigelassen. Da war die Brunftzeit längst vorbei. »Manni« hat auch mit dem Nachwuchs nichts zu tun, der in Kürze erwartet wird. Zwischen fünf und sieben Kälber werden in den nächsten Wochen das Revier mit neuem Leben erfüllen. Alle zwei bis drei Stunden wendet sich die Kuh von der Herde ab, um ihr junges zu säugen. Nur schwer lassen sich die Hirschkuh und ihre Junges in dem naturbelassenen Waldareal ausfindig machen. Es wird noch einige Wochen dauern, bis das Kalb mit zur Gruppe kommt und dort auch aufgenommen wird. Derweil lassen sich die trächtigen Weibchen und die anderen Rudelmitglieder von Tasso Wolzenburg mit gequetschtem Hafer den Mittagstisch versüßen. Wie auf Kommando kommen die Tiere aus der nahen Dickung, um sich füttern zu lassen oder sich an den Salzlecksteinen zu vergnügen. Die Kälber werden sicher für weitere Gäste sorgen, die sich im Waldland Hohenroth über die Themenfelder Forstwirtschaft, Naturschutz und Jagd informieren können. Dem Verein ist es ein zentrales Anliegen, den Wald als »wilde Welt zum Wandern und Wundern« zugänglich zu machen. Mit dem Hirschnachwuchs wird sicher vor allem den Stadtmenschen ein Stück heimische Tierwelt näher gebracht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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