Jugendliche fanden Fragment eines Schädels

Ein menschliches Schädelfragment rief am Mittwochabend die Polizei auf den Plan.  Fotos: hep
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kano Netphen. Einen ungewöhnlichen Fund machten am Mittwochabend 13 Jugendliche des CAJ-Jugendtreffs Netphen auf einem städtischen Gelände in der Schmellenbach. „Ein 15-Jähriger hat hier in einem Erdhaufen das Fragment eines Schädels gefunden“, bestätigte gestern Christian Kunz auf SZ-Nachfrage. Da sich der Leiter des CAJ-Jugendtreffs selbst nicht sicher war, ob das Teil eines Schädels menschlicher oder tierischer Abstammung ist, habe er die Polizei informiert. Kunz: „Es sah auf jeden Fall schon uralt aus.“ Die Jugendlichen fanden außerdem Griffe, ähnlich denen, wie sie an Särgen befestigt sind. Zwei Beamte suchten daraufhin noch am gleichen Abend den Platz in der Nähe des Sportplatzes auf und nahmen die Reste des Schädels zur Untersuchung mit in das entsprechende Fachkommissariat. Das Ergebnis: Die Überreste stammen von einem Menschen.

In der Schmellenbach bauen sich die Mitglieder des Jugendtreffs derzeit mit Erlaubnis der Stadt Netphen einen „Dirt-Bike-Platz“. In einem abgetrennten Teil des Geländes wird auch der Erdaushub von Netphener Friedhöfen gelagert. Dies sei allerdings noch eine alte Praxis, die als Zwischenlösung gedient habe, erklärte Armin Loth, stellv. Bereichsleiter des Tiefbauamtes Netphen. Mittlerweile sei man dazu übergegangen, den Erdaushub nur noch kurzfristig auf Fahrzeugen des Bauhofes aufzubewahren. „Heute besteht durch die größeren Lastwagen die Möglichkeit dazu. Das ist effizienter“, ergänzte er. Das Erdreich in der Schmellenbach, in dem die Jugendlichen das Schädelfragment und die Griffe fanden, sei noch ein alter Bestand, „der nach und nach abgebaut wird“. Es stamme von Friedhöfen der Stadt Netphen, bestätigte gestern auch die Polizei Siegen. Für Samstag sei – bereits vor dem Vorfall am Mittwochabend – ein Fachunternehmen beauftragt worden, einen Teil der Erde zu entsorgen, so Armin Loth weiter. „Das hat sich mit dem Fund überschnitten.“

Dass das Fragment überhaupt in dem Erdreich stecken konnte, erklärte sich der stellv. Bereichsleiter folgendermaßen: „Je nachdem wie nass das lehmige Material ist, können Knochen stecken bleiben. Wir haben auch schon einmal Steine darin gefunden, die deutlich größer als ein Schädel waren.“

Ein menschliches Schädelfragment rief am Mittwochabend die Polizei auf den Plan.  Fotos: hep
Auch einen alten Griff fanden die Jugendlichen im Erdreich.
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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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