Ortsbürgermeister bedroht
Knapp drei Jahre Haft für Netphener

Laut Richterin hat der Netphener den Ortsbürgermeister von Eckmannshausen (Foto) und seine Familie mit Psychoterror überzogen.
  • Laut Richterin hat der Netphener den Ortsbürgermeister von Eckmannshausen (Foto) und seine Familie mit Psychoterror überzogen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mick Siegen. Zwei Jahre und zehn Monate Haft – so lautet das Urteil gegen einen 35-jährigen Mann aus Netphen, gegen den seit dem 2. Februar wegen einer Vielzahl von Straftaten verhandelt wurde. Das Schwurgericht hat ihn am Montag wegen schweren räuberischen Diebstahls, Diebstahls mit Waffen, weil er mehrfach Messer und auch einmal eine PTB-Pistole mit sich führte, Körperverletzungen und nicht zuletzt fünf Fällen der Bedrohung verurteilt.

Gewalt angedroht

Im Juli 2020 war er über Tage immer wieder beim Ortsbürgermeister von Eckmannshausen vorstellig geworden, hatte diesem und dessen Familie mit Gewalt gedroht und die Betroffenen buchstäblich mit Psychoterror überzogen, wie die Vorsitzende feststellt. Der Ortsbürgermeister bekommt daneben noch 250 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Auch andere Geschädigte erhalten ähnliche Summen. Die Haftstrafe entspricht dem Antrag, den Staatsanwalt Moritz Faßbender am 9. April gestellt hat.

Keine Einweisung in Psychiatrie

Nicht gefolgt ist ihm das Gericht allerdings in Sachen Unterbringung in einer Entziehungseinrichtung. Der Gutachter habe eine psychische Störung diagnostiziert, die aber mit der Kopfverletzung verbunden gewesen sei, die der Angeklagte im Juni 2020 erlitt, sie sei inzwischen nicht mehr akut. Damit fehle bereits die Grundlage für eine Einweisung in die Psychiatrie. Gleichzeitig ständen weder die Bedrohungen noch die anderen Taten unbedingt mit der Alkohol- und Medikamentensucht des Angeklagten in Verbindung. Das macht eine Zwangstherapie obsolet.

Vom Ortsbürgermeister fernhalten

Mit Bezug auf die Verbüßung eines knappen Drittels der verhängten Strafe wurde der Haftbefehl gegen den Verurteilten aufgehoben. Eine Fluchtgefahr bestehe nicht mehr. Der 35-Jährige solle sich aber im eigenen Interesse vom Ortsbürgermeister und dessen Familie fernhalten und nicht neue Probleme verursachen, betonte Richterin Elfriede Dreisbach. Zugleich bat die Vorsitzende ihn, den bereits eingeschlagenen Weg zu einer Therapie fortzusetzen. Er müsse dringend an diesem Problem arbeiten.

Angeklagter hofft auf Bewährung
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen