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Weidezaungerät gestohlen – Rinder ausgebüxt
Michelshof zum zweiten Mal sabotiert

Michael Klöckner und  Sascha Trauth betreiben im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft.
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kay Netphen-Sohlbach.  In dem kleinen Dörfchen Sohlbach, in einem idyllisch gelegenen Fachwerkhaus nebst Stallungen, leben Michael Klöckner und seine Lebensgefährtin Sascha Trauth. Neben ihren Vollzeitstellen im Bildungsbereich bewirtschaftet das Paar im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft – den BIO-zertifizierten Michelshof. Auf 60 Hektar Vertragsnaturschutzflächen lebt zur Zeit eine 17 Tiere zählende Rinderherde, bestehend aus schottischen Galloways und Highlands, einer Jerseykuh, einer Pinzgauer, einer Siegerländer Rotes Höhenvieh und den daraus entstandenen sympathischen Kreuzungen. Nicht zu vergessen zwei Esel, die ihren Platz ebenfalls auf dem Michelshof haben.

kay Netphen-Sohlbach.  In dem kleinen Dörfchen Sohlbach, in einem idyllisch gelegenen Fachwerkhaus nebst Stallungen, leben Michael Klöckner und seine Lebensgefährtin Sascha Trauth. Neben ihren Vollzeitstellen im Bildungsbereich bewirtschaftet das Paar im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft – den BIO-zertifizierten Michelshof. Auf 60 Hektar Vertragsnaturschutzflächen lebt zur Zeit eine 17 Tiere zählende Rinderherde, bestehend aus schottischen Galloways und Highlands, einer Jerseykuh, einer Pinzgauer, einer Siegerländer Rotes Höhenvieh und den daraus entstandenen sympathischen Kreuzungen. Nicht zu vergessen zwei Esel, die ihren Platz ebenfalls auf dem Michelshof haben.
Es handelt sich um einen klassischen Mutterkuhbetrieb, das heißt die Kälber bleiben so lange bei ihrer Mutter bis das neue Kalb kommt – das Tierwohl ist für die beiden ein hohes und unabdingbares Gut. Michael Klöckner und seiner Lebensgefährtin liegt ihre Herde sehr am Herzen, ihnen ist es wichtig, dass ihre Tiere ein gutes Leben haben und artgerecht gehalten werden. Ab April ist die Herde, je nach Witterung, auf den Weiden in der Schwanche, im Welschengeheu, in der Benfe oder auf dem Giller zu finden.

Finanzieller Schaden hält sich Grenzen

Und genau da liegt das Problem, mit dem sich das Paar an die Redaktion der Siegener Zeitung gewandt hat. Neben einem ersten Diebstahl im Mai wurde auf einer Viehweide in der Benfe jetzt erneut ein Weidezaungerät nebst weiterer Dinge entwendet. Der finanzielle Schaden hält sich mit gut 500 Euro zwar in Grenzen, aus diesen Taten jedoch können Konsequenzen mit schwerwiegenden Folgen resultieren.
Eine direkte Folge bemerkten die Beiden bei einer ihrer routinemäßigen Weidekontrollen: Die beiden Rinder, die auf der Weide standen, waren fort. Irgendwo in den weitläufigen Wäldern im Bereich der Eisenstraße verschwunden und auf die Schnelle auch nicht sofort wieder auffindbar.
„Das ist extrem ärgerlich und der oder die Täter sind sich der Gefährlichkeit der Aktion nicht bewusst. Man mag es sich gar nicht ausdenken wollen was passieren könnte, wenn zum Beispiel ein Auto mit einem der Tiere kollidiert.“, so der sichtlich verärgerte Landwirt. Er könne damit leben, wenn Irgendwer ein Problem mit ihm habe und ihm beispielsweise die Autoreifen zerstechen würde. Dann wäre klar, dass er, Klöckner, irgendetwas mache, was jemand anderes nicht passt. „Bei einem Diebstahl eines Weidezaungerätes bringt man andere Menschen in Gefahr – das ist bei der aktuellen Tat das große Problem.“
Verwendung dürfte derzeit niemand für solch ein Gerät haben, fast alle Tiere, bis auf ein paar Ausnahmen, befinden sich jahreszeitbedingt mittlerweile in den Stallungen und nicht mehr auf den Weiden. „Ich gehe deshalb davon aus, dass eine gewisse Boshaftigkeit hinter dem Diebstahl steckt und ich ganz gezielt als Opfer ausgewählt wurde“, fügte der Landwirt hinzu.

Polizei eingeschaltet

Er und seine Lebensgefährtin erhoffen sich nun Hinweise zu dem Täter, falls jemand etwas gesehen oder bemerkt haben sollte. Die Polizei wurde dementsprechend eingeschaltet – es wurde eine Anzeige gegen Unbekannt aufgenommen. Auch die Polizei verstehe bei der Aktion keinen Spaß, so Klöckner. Man habe ihm bestätigt, dass dem Dieb drastische Strafen drohen, sollte durch den außer Funktion gesetzten Weidezaun und die dadurch entlaufenen Tiere jemand zu Schaden kommen. Man sei nicht extrem erbost wegen des Diebstahls und mache deswegen auch kein großes Fass auf, erklärte der Landwirt, man wolle eigentlich nur seine Ruhe haben. „Ein von Achtsamkeit geprägtes Miteinander wäre doch eine schöne Sache“, fügte er hinzu.
Eine friedvolle Koexistenz von Landwirten, Jägern, Waldbesitzern und Privatleuten, die zu Fuß oder per Fahrrad, die Felder, Wiesen und Wälder in ihrer Freizeit nutzen – das sei sein großer Wunsch. Und das Beste kommt zum Schluss: Die beiden entlaufenen Rinder sind heil und behütet wieder zurück auf ihrer Weide – Michael Klöckner konnte sie in einem nahegelegenen Waldstück ausfindig machen.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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