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Knapp 4000 Euro fürs Hospiz
Mit dem Rennrad an die Nordsee

Matthias Büdenbender, Kai-Uwe Seelbach, Andreas Legge und Jan Hardebusch (v. l.) sind zu diesem Zeitpunkt 300 Kilometer mit dem Rennrad von Duisburg nach Bensersiel gefahren.
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  • Matthias Büdenbender, Kai-Uwe Seelbach, Andreas Legge und Jan Hardebusch (v. l.) sind zu diesem Zeitpunkt 300 Kilometer mit dem Rennrad von Duisburg nach Bensersiel gefahren.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sos Hainchen. Dass aus einer Bierlaune heraus tolle Ideen entstehen können, ist bekannt. In diesem Fall hat das Glas Gerstensaft in der Hütte des Haincheners Andreas Legge aber nicht nur Spaß gebracht, sondern am Ende auch Gutes bewirkt. Ein kurzer Blick zurück: Schon im Winter hatte für ihn und den langjährigen Freund Matthias Büdenbender festgestanden, dass sie erneut an der „Ruhr2NorthSea-Challenge“ teilnehmen möchten, die immer am Samstag um den längsten Tag im Jahr stattfindet.
Kein Ruhr2NorthSea dieses JahrCoronabedingt war die Tour im Juni aber ausgefallen – also beschlossen die beiden Hobbyradler bei besagtem Bier, die Route trotzdem zu fahren. 300 Kilometer von Duisburg nach Bensersiel.

sos Hainchen. Dass aus einer Bierlaune heraus tolle Ideen entstehen können, ist bekannt. In diesem Fall hat das Glas Gerstensaft in der Hütte des Haincheners Andreas Legge aber nicht nur Spaß gebracht, sondern am Ende auch Gutes bewirkt. Ein kurzer Blick zurück: Schon im Winter hatte für ihn und den langjährigen Freund Matthias Büdenbender festgestanden, dass sie erneut an der „Ruhr2NorthSea-Challenge“ teilnehmen möchten, die immer am Samstag um den längsten Tag im Jahr stattfindet.

Kein Ruhr2NorthSea dieses Jahr

Coronabedingt war die Tour im Juni aber ausgefallen – also beschlossen die beiden Hobbyradler bei besagtem Bier, die Route trotzdem zu fahren. 300 Kilometer von Duisburg nach Bensersiel.
Mit dabei waren auch Kai-Uwe Seelbach und Jan Hardebusch, der kurzfristig für Markus Weber einsprang – er hatte wenige Tage zuvor auf seinem Rad „ein Auto geknutscht“, wie er seinen Mitstreitern per Whatsapp mitteilte. Das Ergebnis: zwei gebrochene Rippen.

Startgeld spenden

Weil sich die Hainchener das Startgeld in diesem Jahr sparen konnten, wollten sie dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe stattdessen eine Spende zukommen lassen. Dann schlug Andreas Legge spontan vor, aus der Tour eine Spendenfahrt zu machen. „Wir haben das dann in unserem Whatsapp-Status gepostet; wer wollte, konnte einen Cent pro Kilometer geben“, so Büdenbender.

Suppe bei Kilometer 200

Um 4.30 Uhr ging es am Stadion in Duisburg los. „Wir sind die Originalstrecke gefahren und haben alle 50 Kilometer eine Pause eingelegt, so wie sonst auch“, berichtet der 46-Jährige von dem Weg zum Ziel. Als sie die 200-Kilometer-Marke erreicht hatten, gab es Suppe – wie in jedem Jahr. Diesmal aber nicht von den Veranstaltern, sondern von Andreas Legges Mutter, die dankenswerter Weise 4 Liter vorbereitet hatte, Markklößchen inklusive. Wie die flüssige Stärkung nach Neudersum (Emsland) kam? Patrick Reinelt, der den 39-Jährigen die Jahre zuvor schon nach Duisburg gefahren hatte, ließ sich gerne überreden und legte mit dem Auto dieselben Stopps ein wie die Rennradfahrer. Um die Verpflegung mussten sich die vier also keine Sorgen machen. Die Begleitung war auch deswegen sehr angenehm, weil die müden Beine den Weg zurück nach Hainchen dann im Auto zurücklegen könnten.

Über elf Stunden unterwegs

Elf Stunden und zehn Minuten waren die Männer insgesamt auf dem Rad, mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 27,4 km/h. Zwar blieb diesmal der Applaus aus, als sie in Bensersiel ankamen, die Stimmung aber war trotzdem gut. „Man beweist sich und seinem Körper, was man kann“, freut sich Legge. Zumal er sogar noch ein paar Kilometer mehr hätte radeln können, sagt er.

3920 Euro fürs Kinderhospiz

67 Spender haben sich am Ende an der Aktion beteiligt, darunter auch Unternehmen. „Das finden wir echt toll“, betont Matthias Büdenbender. Zumal es viele wegen der Corona-Pandemie derzeit selbst nicht leicht hätten. So aber sind 3920 Euro zusammen gekommen, die die beiden jetzt an das Hospiz übergaben.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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