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Touch-Tomorrow-Truck macht Halt am Gymnasium in Netphen
Mit ihren Gedanken bewegen die Schüler digitale Bälle

Im Modell funktioniert der Hyperloop schon einwandfrei. Lisa, Leonie und Viola (v. l.) vom Netphener Gymnasium sind fasziniert von dem Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem, das eines Tages Wirklichkeit werden könnte.
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  • Im Modell funktioniert der Hyperloop schon einwandfrei. Lisa, Leonie und Viola (v. l.) vom Netphener Gymnasium sind fasziniert von dem Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem, das eines Tages Wirklichkeit werden könnte.
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sos Netphen. In einem Zug zu sitzen, der mit 3000 km/h von A nach B fährt – das ist aus physikalischer Sicht theoretisch möglich. Und zwar mit dem sogenannten Hyperloop, der im Vakuum durch eine Röhre über Magneten schwebt. „Teststrecken gibt es schon“, weiß Erik Reinert, geplant ist aber erst mal eine geringere Höchstgeschwindigkeit von rund 1000 km/h. Und bis dieses Projekt tatsächlich umgesetzt werden könne, dauere es sicher noch 20 bis 30 Jahre, so der Coach, der am Mittwoch zahlreiche Neuntklässler im Touch-Tomorrow-Truck empfing. 
Touch-Tomorrow-Truck eine Woche lang in NetphenSeit einer Woche parkt das große Gefährt schon auf dem Lehrerparkplatz des Gymnasiums Netphen, am Donnerstag (12. März) wird das rollende Mitmach-Labor abgebaut.

sos Netphen. In einem Zug zu sitzen, der mit 3000 km/h von A nach B fährt – das ist aus physikalischer Sicht theoretisch möglich. Und zwar mit dem sogenannten Hyperloop, der im Vakuum durch eine Röhre über Magneten schwebt. „Teststrecken gibt es schon“, weiß Erik Reinert, geplant ist aber erst mal eine geringere Höchstgeschwindigkeit von rund 1000 km/h. Und bis dieses Projekt tatsächlich umgesetzt werden könne, dauere es sicher noch 20 bis 30 Jahre, so der Coach, der am Mittwoch zahlreiche Neuntklässler im Touch-Tomorrow-Truck empfing. 

Touch-Tomorrow-Truck eine Woche lang in Netphen

Seit einer Woche parkt das große Gefährt schon auf dem Lehrerparkplatz des Gymnasiums Netphen, am Donnerstag (12. März) wird das rollende Mitmach-Labor abgebaut.
Lisa und ihre Freundinnen Leonie und Viola wollen die Technik verstehen und sind fasziniert: „Wie fühlt sich das wohl an, so schnell zu fahren? Wenn da jemand was isst, hat er die Soße im Gesicht“, sagt Lisa lachend.

Interesse für MINT soll gefördert werden

Insgesamt rund 300 Mädchen und Jungen, von der 7. Klasse bis zur Oberstufe, haben laut Schulleiter Eckhard Göbel bis Freitagvormittag die Möglichkeit genutzt, die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu erforschen. „Wir wollen, dass die Schüler Bock auf Mathe und Physik bekommen“, so Göbel. Deswegen sollen die Schüler auf den zwei Ebenen des Trucks an verschiedenen Stationen selbst aktiv werden.

Virtual Reality

Im Bereich Virtual Reality probieren sie beispielsweise ein Programm aus, das eigentlich von Auszubildenden genutzt wird. Sie lernen dabei – ausgerüstet mit entsprechender Brille und Controllern –, eine Druckerpresse im virtuellen Raum auseinanderzunehmen, ohne einen Schaden zu verursachen.
Joachim habe so etwas vorher noch nie gemacht, auch Computerspiele seien damit nicht zu vergleichen. Er sei grundsätzlich an Informatik interessiert und könne sich vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten. „Das hat viel mit Technik zu tun, und die ist die Zukunft, denke ich.“ Mihrije hingegen kann mit der Simulation nicht viel anfangen. „Mir war voll schwindelig“, sagt sie. Aber MINT sei ohnehin nicht unbedingt ihr Metier.

Die Kraft der Gedanken

Direkt neben ihr wollen vier Neuntklässler Roboter „Nao“ dazu bringen, einen Stoffbären aufzuheben, zu einem Kasten zu tragen und hineinfallen zu lassen. Das seien die Anfänge des Programmierens, erklärt MINT-Coach Lina Braun. Auf der unteren Etage steuert Jonathan derweil einen digitalen Ball mit seinen Gedanken. „An der Stirn werden die elektrischen Impulse des Frontalkortex’ gemessen“, versucht Erik Reinert die komplizierte Funktionsweise verständlich zu machen. Oder noch einfacher: „Man guckt dahin, wo man hin will, der Rest passiert unterbewusst.“

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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