Mittelbau erhielt neues »Gesicht«

Zweiter Bauabschnitt am Waldinformationszentrum Hohenroth abgeschlossen

sib Brauersdorf. Voller Stolz und bei strahlendem Sonnenschein stellten der Verein Waldland Hohenroth und das Forstamt Hilchenbach am Samstag das neue Waldinformationszentrum im ehemaligen Stallgebäude der Hohenrother Försterei vor.

Das idyllisch gelegene Mittelgebäude am Forsthaus aus dem Jahre 1910 erhielt in den vergangenen 15 Monaten ein neues, für Wanderer wie Jäger und Naturliebhaber gleichermaßen ansprechendes Gesicht. Nach Plänen der Architekten Birgit Hirsch und Dietmar Winkel wurde der alte Fachwerkstall im Kern erhalten, mit viel Liebe, Sachverstand und heimischem Lärchenholz und gepaart mit neuen Akzenten wieder hergesellt. Dach und Balken wurden abgetragen, Wände ab- und wieder aufgebaut, und nun gibt es im Erdgeschoss ein Museum für wechselnde Ausstellungen, ein Foyer und einen Büroraum. Das Dachgeschoss bietet ein Auditorium mit etwa 40 Plätzen.

Für diesen zweiten Bauabschnitt gab die NRW-Naturschutzstiftung rund 350000 e, hinzu kamen 190000 e Landesmittel. 160000 e konnten durch Sponsoren und Eigenleistungen aufgebracht werden. Für die laufenden Kosten gibt es keine Zuschüsse.

Bei der Neugestaltung wurde behindertengerecht geplant und gefertigt. Auch wurden im Zuge der Baumaßnahme Hartz-IV-Empfänger beschäftigt, von denen einige sogar wieder einen dauerhaften Arbeitsplatz bekamen.

Das Forsthaus Hohenroth bietet wegen seiner Lage im waldreichsten Kreis der Bundesrepublik ideale Voraussetzungen für ein Informationszentrum für Waldwirtschaft, Naturschutz, Waldpädagogik und -begegnung. Die Aspekte Forstwirtschaft, Bewegung im Wald und Kultur seien hier gleichermaßen untergebracht worden, hob anerkennend Staatssekretär Dr. Alexander Schink vom NRW-Umweltministerium bei der Eröffnung hervor.

Peter Lemke, der Leiter des Informationszentrums, sieht in der Neukonzeption gar einen Teil Daseinsvorsorge, denn nur durch die direkte Vermittlung von Problematiken mit globaler Tragweite wie Umwelt- und Naturschutz mitten im Wald könne das Bewusstsein der Menschen geschärft werden.

Die Idee für das Waldzentrum kam übrigens dem Hilchenbacher Forstamtsleiter Diethard Altrogge und einigen seiner Mitarbeiter. Bereits nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Juni 2003 gab es die Möglichkeit, im Forsthaus zu übernachten. Das Forsthaus hat drei Gästezimmer mit sieben Betten, dazu Küche, Toiletten und Duschen. Für das Jahr 2005 konnten 250 Buchungen verzeichnet werden, in diesem Jahr waren es auch schon 140.

Mit dem Veranstaltungskalender 2006 ist bereits der fünfte seiner Art für das Forsthaus erschienen. Angebote aus den unterschiedlichsten Gebieten, angefangen bei Mitmachwanderungen über Nordic-Walking- und Tai-Chi-Kurse bis hin zu Waldbasteleien, Kursen in Wildgericht-Zubereitung und Waldjugendspielen erfüllen das Jahr und das Forsthaus mit Leben.

Der Umbau des Forsthauses soll aber noch weitergehen. In Kürze wird eine Extratour des Rothaarsteigs eingeweiht, geplant sind ein Bauerngarten und die Erweiterung des Spielplatzes.

Als Symbol für Wachstum und Beständigkeit pflanzten die Verantwortlichen am Eröffnungstag eine Linde. Am Morgen unterhielt das Jazz-Duett Schmoch die Besucher mit seiner Kunst. Zur Geschichte des Waldinformationszentrums gab es ein Gespräch mit Beate Schmies, Leiterin des WDR-Studios in Siegen, Landrat Paul Breuer, Prof. Wilfried Stichmann vom Vorstand der NRW-Stiftung, und Dr. Hartmut Müller, dem Vorsitzenden des Vereins Waldland Hohenroth. Auch Architekt Dietmar Winkel und Peter Lemke, der Leiter des Waldinformationszentrums, beteiligten sich daran. Am Sonntag wurde am Forsthaus Hohenroth das Sommerfest gefeiert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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