Musikalisches Kunsterlebnis

Salzburger Musikanten zum Advent in der Burgremise der Wasserburg Hainchen

sz Hainchen. »Zeit nehmen – innehalten«: Unter diesem Leitgedanken wollte der Siegerländer Burgenverein den Salzburger Advent verstanden wissen, der zum 15. Mal zahlreiche Besucher am 1. Adventssonntag in der Burgremise der Wasserburg Hainchen vereinte. Mehr noch: Zur Sehnsucht nach Stille und Einkehr überbrachte die Salzburger Musikantenfamilie auf ihren alten Musikinstrumenten ein Stück unverfälschter Volkskultur. Unterstützt auf dem musikalischen Spaziergang durch den Salzburger Advent wurden Maria und Ellen Bahngruber, Marianne Stanzl und Elisabeth Berndorfer vom Siegener Streichensemble »Quartetto di Arci«. Unter den zahlreichen Gästen, die den Weg in die malerisch dekorierten Räume der Burgremise an diesem Sonntagnachmittag gefunden hatten, konnte der Vorsitzende des Siegerländer Burgenvereins, Alexander Wollschläger, auch Netphens Bürgermeister Rüdiger Bartsch, den stellv. Landrat Jürgen Althaus und die stellv. Landrätin Beatrix Schwarz begrüßen.

Der vor vielen Jahren angestrebte kulturelle Brückenschlag zwischen der Ferienregion Fuschlsee und dem Siegerland dokumentiere in eindringlicher Weise, dass die musikalische Begegnung zum 1. Advent aus dem Terminkalender des Burgenvereins nicht mehr wegzudenken sei, meinte Wollschläger. Anfangs sei es schwer vorstellbar gewesen, dass dieser Salzburger Advent einmal eine solche Tradition erleben würde. Aus der kleinen musikalischen Werkstatt des Salzburger Adventssingens habe das Lied- und Musiziergut aus vorweihnachtlichen Bräuchen einen großen Freundeskreis im Siegerland gewonnen. »Allen, die am Erfolg dieses Kulturerlebnisses in diesem verkehrsfernen Winkel unserer Heimat mitgewirkt haben, gebührt aufrichtiger Dank«, gab der Vorsitzende des Burgenvereins zu verstehen.

Als ein Kleinod im Kulturleben dieser Region bezeichnete der stellv. Landrat Jürgen Althaus den »Salzburger Advent« in der Burgremise. In seiner Grußadresse dankte er dem Burgenverein für sein ehrenamtliches Engagement und würdigte die Verpflichtung zur Erhaltung des baulichen Erbes an der Wasserburg wie auch an der Ginsburg. Darüber hinaus auch kulturelle Aufgaben zu übernehmen, verdiene Anerkennung, meinte Althaus. Neben der volkstümlichen Darbietung Salzburger Weisen auf Hackbrett und Zither, Flöte und Gitarre erfreute das »Quartetto di Arci« um Eva Junkersfeld (Violine) mit klassischer Musik. Gemeinsam mit ihren Ensemblemitgliedern Katharina Hatzfeld (Violine 2), Bastian Schmidt (Viola) und Cornelia Hellhammer (Cello) begeisterte Eva Junkersfeld mit einem Adagio in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und einer Serenade von Joseph Haydn. Im zweiten Teil des Programms dominierten ein französisches Weihnachtslied und eine Suite von Johann Sebastian Bach im Wechsel mit den volkstümlichen Instrumentalstücken des Salzburger Familienquartetts.

Den Besuchern des Adventsnachmittags blieb nach einem dankbaren Applaus wieder einmal eine bleibende Erinnerung an eine Idee, die sich im Laufe der vielen Jahre auch Wandlungen unterworfen hat. Geblieben aber ist immer das Fundament, das all diese musikalischen Weiterentwicklungen trägt. Lesungen und musikalisches Spiel ohne laute Töne haben sich in dem Ambiente einer historischen gastlichen Scheune zu erinnernswerten Bildern verdichtet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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