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Löschgruppe muss sich in Geduld üben
Neues Feuerwehrhaus lässt weiter auf sich warten

Die Fläche für das neue Feuerwehrgerätehaus der Einheiten Nenkersdorf und Grissenbach liegt im Überschwemmungsgebiet. Die Feuerwehr braucht weiter Geduld.
  • Die Fläche für das neue Feuerwehrgerätehaus der Einheiten Nenkersdorf und Grissenbach liegt im Überschwemmungsgebiet. Die Feuerwehr braucht weiter Geduld.
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Alexander Kollek

schn Grissenbach. Der Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Einheiten Nenkersdorf und Grissenbach zieht sich weiter in die Länge. Geplant war der Standort Dreschhalle, der dann über den Haufen geworfen werden musste (die Siegener Zeitung berichtete). Ein Grund war der Lärmschutz für die Bestandsbebauung. Für den neuen Bauplatz ist derzeit eine Machbarkeitsstudie im Auftrag. Die Löschgruppe Grissenbach war mannstark zur Bürgerversammlung gekommen, um Einzelheiten über den Fortschritt der Dinge zu erfahren. Was die drei Vertreter der Stadt zu berichten hatten, sorgte bei den Feuerwehrkameraden zum Teil für spöttisches Lachen und für viel Kopfschütteln.

schn Grissenbach. Der Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Einheiten Nenkersdorf und Grissenbach zieht sich weiter in die Länge. Geplant war der Standort Dreschhalle, der dann über den Haufen geworfen werden musste (die Siegener Zeitung berichtete). Ein Grund war der Lärmschutz für die Bestandsbebauung. Für den neuen Bauplatz ist derzeit eine Machbarkeitsstudie im Auftrag. Die Löschgruppe Grissenbach war mannstark zur Bürgerversammlung gekommen, um Einzelheiten über den Fortschritt der Dinge zu erfahren. Was die drei Vertreter der Stadt zu berichten hatten, sorgte bei den Feuerwehrkameraden zum Teil für spöttisches Lachen und für viel Kopfschütteln. 

Schmetterlinge verzögern Baustart

Der geplante Standort liegt im Überschwemmungsgebiet an der Sieg, Ausgleichsmaßnahmen sind notwendig. “Wir sind mit den Eigentümern im Gespräch, um dort die Maßnahmen durchführen zu können”, sagte Rainer Schild. Im Jahr 2021 habe man eine Voranfrage bei den zuständigen Behörden gestellt, verriet Schild. Dann aber kam die Flut an der Ahr, und das Land verschärfte die Auflagen. Also mussten die Planungen in eine Extrarunde. Auf der vorgesehenen Fläche wurden Schmetterlinge unter Naturschutz gefunden – und auch darauf muss die Stadt bei den weiteren Planungen achten.

“Das heißt nicht, dass wir dort gar nicht bauen können, aber wir müssen warten, bis die abgelegten Eier der Schmetterlinge geschlüpft sind. Das heißt, Bauarbeiten können im Sommer beginnen”, machte Schild deutlich. Die Vertreter der Stadt hoffen darauf, dass noch in diesem Jahr Baurecht geschaffen werden kann. Dann aber wird es noch Jahre dauern, bis die Feuerwehreinheiten ihr neues Domizil beziehen können. Wirklich beschleunigen kann man aus Sicht der Stadt Netphen die Dinge auch nicht. “Wir haben Gesetze einzuhalten”, machte Rainer Schild deutlich. 

Feuerwehrleute schütteln den Kopf

Die Feuerwehrleute vor Ort schüttelten erst den Kopf und hatten dann noch einige Fragen an die Stadt. Warum man, bei all den Fallstricken und Hindernissen, nicht einen anderen Standort ins Auge fasse. Für die Schutzzielerreichung, so wie sie im Brandschutzbedarfsplan vorgegeben sei, sei das Gelände als das beste identifiziert, machte Paul Wagener deutlich. Daher sei man nicht auf der Suche nach Alternativen. Die dürften auch nicht leicht zu finden sein. Im Einsatzfall müssen die Feuerwehrleute schnell ausrücken können, was auch bedeutet, dass die Wege zum Gerätehaus nicht zu lang sein dürfen.

Bestehende Standorte haben erhebliche Mängel

Auf diesen Punkt machte auch Ortsvorsteherin Annette Scholl aufmerksam. Die Wege seien ja auch mit den Grissenbachern abgesprochen. Gleichzeitig müsste die Stadt auf alternativen Flächen zusätzlich noch Baurecht schaffen, was die Abläufe weiter verzögern würde. Auf der anderen Seite haben die bestehenden Standorte erhebliche Mängel, die schon im Jahr 2017 festgestellt wurden. In Grissenbach entsprechen die Stellplätze nicht den gültigen Normen. Auch die Unfallverhütungsvorschriften werden nicht einhalten. Das heißt, die Mängel müssen in der nächsten Zeit abgestellt werden. Darauf machte die Löschgruppe aufmerksam.

So richtig überzeugt schienen die Männer und Frauen der Feuerwehr am Montag nicht von den getroffenen Aussagen. Andreas Fresen, der Beigeordnete, machte deutlich: “Niemand hier am Tisch wird jetzt eine Prognose abgeben.” Zu spüren waren der Druck, unter dem die Stadt steht, und auch der dringende Wunsch der Feuerwehr, die eigene Situation zu verbessern.

Autor:

Guido Schneider aus Erndtebrück

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