Personalmangel bei der Wehr

Brandschutzbedarfsplan aufgestellt – Höhere Kosten für die Stadt

Netphen. Für die Jahre bis 2005 hat die Stadt Netphen einen neuen „Brandschutzbedarfsplan” aufgestellt, der jetzt zur Beratung in die Ausschüsse geht. Auf mehr als 50 Seiten wird darin dargestellt, wie sich die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr gestalten, was sie an Mitteln zur Verfügung hat und welche Investitionen nötig sind. Der mit der Feuerwehr abgestimmte Plan soll außerdem die Grundlage sein, um von der Einrichtung einer hauptamtlichen Feuerwache – einer neuen städtischen Pflicht – befreit zu werden. Als besonderes Risiko wird im Brandschutzbedarfsplan der große Waldbestand im Stadtgebiet genannt. Besonders in Trockenperioden sei er extrem gefährdet. Auch die Mülldeponie in Herzhausen sowie die Obernautalsperre werden genannt. Für Rettungseinsätze auf dem Wasser steht ein Boot zur Verfügung. Außerdem können das Technische Hilfswerk sowie die DLRG herangezogen werden. Schutzziel der Feuerwehr ist, innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung mit den ersten Einsatzkräften einzutreffen. Das können die Netphener Löschzüge in den meisten Fällen einhalten. Eine Ausnahme bilden Sohlbach, das von Netphen aus angefahren werden muss, sowie der Lahnhof und das Forsthaus Hohenroth wegen der langen, steilen Anfahrtswege. Der Bedarfsplan sieht für den Lahnhof und das Forsthaus die Errichtung von Löschwassertanks vor. Die Fahrzeuge der Feuerwehren Grissenbach, Nenkersdorf und Unglinghausen haben keinen eigenen Wassertank. Ein solcher könnte jedoch nachgerüstet werden. Diesen Vorschlag macht der Brandschutzbedarfsplan. In den nächsten fünf Jahren müssten auch verschiedene Altfahrzeuge ersetzt werden, so z.B. die Drehleiter, ein schweres Löschfahrzeug sowie ein Tanklöschfahrzeug. Auf die Stadt werden dabei erhebliche Investitionen zukommen: Seit der Öffnung des europäischen Binnenmarktes können sich die Unternehmen EU-weit gegen Feuer versichern. Das hat zur Folge, dass immer weniger Feuerschutzsteuer hier gezahlt wird und damit die Zuwendungen des Landes an die Kommunen ebenfalls sinken. Eine 200-prozentige Personalreserve, wie sie gesetzlich als Soll-Stärke vorgesehen ist, kann die Netphener Feuerwehr nicht bieten. Dazu fehlen rund 80 Einsatzkräfte. Im Brandschutzbedarfsplan wird dieser Mangel jedoch nicht als besonders kritisch erachtet: Mit den vorhandenen 290 Einsatzkräften ließen sich auch größere Schadensereignisse wirksam bewältigen. Zudem leiste die Freiwillige Feuerwehr eine sehr gute Jugendarbeit (140 Kräfte), so dass in Zukunft mit einer deutlichen Erhöhung der Aktivenzahl zu rechnen sei.avb

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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