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Schüler aus Netphen "paukten" Gefahrenabwehr
„Pinnwand-Helfer“ für den Notfall

Im Rahmen eines halbjährigen Projekts lernten Netphener Gymnasiasten die wichtigsten Dinge rund um Erste Hilfe und die Gefahrenabwehr, fassten ihre Erkenntnisse in einem Faltblatt zusammen - und „unterrichteten“ Besucher im Feuerwehrgerätehaus
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  • Im Rahmen eines halbjährigen Projekts lernten Netphener Gymnasiasten die wichtigsten Dinge rund um Erste Hilfe und die Gefahrenabwehr, fassten ihre Erkenntnisse in einem Faltblatt zusammen - und „unterrichteten“ Besucher im Feuerwehrgerätehaus
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cs Netphen. Donnerstags, 6. Stunde. Viele Schülerinnen und Schüler aus dem Kreisgebiet beschäftigen sich dann mit Matheformeln, Gedichtanalyse oder historischen Ereignissen. Ganz anders am Gymnasium Netphen: Im Rahmen des Projektes zu Selbsthilfe und Gefahrenabwehr „paukte“ der Nachwuchs der Jahrgangsstufe 9 im vergangenen halben Jahr Elemente der Gefahrenabwehr und richtige Verhaltensweisen in Notsituationen. Dabei erhielten die jungen Männer und Frauen in Zusammenarbeit mit der Kreisleitstelle, dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Netphen tiefe Einblicke hinter die Kulissen, besuchten etwa die Kreisleitstelle oder inspizierten den Rettungshubschrauber „Christoph 25“.

cs Netphen. Donnerstags, 6. Stunde. Viele Schülerinnen und Schüler aus dem Kreisgebiet beschäftigen sich dann mit Matheformeln, Gedichtanalyse oder historischen Ereignissen. Ganz anders am Gymnasium Netphen: Im Rahmen des Projektes zu Selbsthilfe und Gefahrenabwehr „paukte“ der Nachwuchs der Jahrgangsstufe 9 im vergangenen halben Jahr Elemente der Gefahrenabwehr und richtige Verhaltensweisen in Notsituationen. Dabei erhielten die jungen Männer und Frauen in Zusammenarbeit mit der Kreisleitstelle, dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Netphen tiefe Einblicke hinter die Kulissen, besuchten etwa die Kreisleitstelle oder inspizierten den Rettungshubschrauber „Christoph 25“. Ihre Erkenntnisse fassten die Schüler in einem Flyer zusammen – das Faltblatt mit allen Infos rund um Erste-Hilfe-Maßnahen, das richtige Verhalten im Brandfall sowie Erklärungen von Sirenentönen wird in Kürze an alle Haushalte im Kreisgebiet verteilt.

Dieser Flyer wird bald an alle Haushalte im gesamten Kreisgebiet verteilt.

Besucher übten Erste Hilfe ganz praktisch

Bei einer bloßen Vorstellung des „Pinnwand-Helfers“, wie die Schüler die kleine Broschüre genannt haben, beließen es die jungen Frauen und Männer natürlich nicht. Im Feuerwehrgerätehaus hatten jetzt viele Besucher die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung der nun bestens ausgebildeten Gymnasiasten ihre eigenen Kenntnisse in Sachen Gefahrenabwehr ganz praktisch aufzufrischen. „Ich finde das ziemlich wichtig“, berichtete etwa Jannik Otterbach, als er Besuchern älteren Semesters gerade das richtige Vorgehen bei einer Herzdruckmassage erklärt hatte. Der 16-Jährige führte aus, dass die Teilnehmer des Projektes nun offiziell den Status als Schulsanitäter innehaben. Das Prozedere erläuterte Kumpel Fabian Wüst: „Für jeden Tag werden vier Leute von uns bestimmt, die dann während des Unterrichts per Handy erreichbar sind. Im Notfall werden wir dann gerufen“, erklärte der 15-Jährige. Zu kleineren Blessuren, die die Ersthelfer verarzten mussten, sei es bereits gekommen – allein daran zeige sich doch schon die Wichtigkeit des Projekts, unterstrichen die beiden bestimmt.

Großer Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung

Dass auch in der Bevölkerung ein riesiger Bedarf an Aufklärung besteht, verdeutlichte Thomas Tremmel. Der Leiter des hiesigen Amtes für Brand- und Bevölkerungsschutz rechnete vor, dass der Rettungsdienst im ländlichen Raum zwölf Minuten vom Anruf bis zum Eintreffen am Notfallort annehme. Es sei wichtig, das richtige Verhalten in diesem Zeitraum, das in Fachkreisen „therapiefreies Intervall“ genannt wird, immer wieder aufzufrischen. Bei vielen „scheitere“ es bereits an der Wahl der richtigen Notrufnummer, „viele Polizei-Anrufe etwa gehen bei uns ein.“ Immer wieder stelle man fest, dass Dinge, die für die erfahrenen Fachleute alltäglich seien, die Bevölkerung offenbar vor große Herausforderungen stellten.

Landrat Müller lobt "Riesen-Mehrwert"

Von der Idee, ein solches Projekt in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Netphen zu initiieren, sei er sofort begeistert gewesen, führte Tremmel aus: „Bei den Schülerinnen und Schülern ist alles noch frisch – das fanden wir eine super Sache.“ Landrat Andreas Müller lobte das Projekt und den daraus resultierenden „Pinnwand-Helfer“ als „Riesen-Mehrwert“, den alle Beteiligten mit großem Ehrgeiz geschafften hätten.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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