»Privatisierungswahn stoppen«

Johannlandschiene: Remmel kritisiert Schließungsabsichten

sz Netphen. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Remmel hat jetzt scharf die Kreisverkehrspolitik des neuen Landrats kritisiert: »Paul packt’s an – der Wahlslogan des CDU-Landratskandidaten bewahrheitet sich auf bittere Weise.« Erst betreibe Breuer gegen den breiten Widerstand der Bevölkerung die Privatisierung der wirtschaftlich intakten VWS. »Und nun schlage er erneut zu, plane als Kreisbahn-Aufsichtsratsvorsitzender die Stilllegung der Johannlandbahn.

Remmel beklagt, Breuer setze sich in bekannter Art und Weise über alle Argumente hinweg, die für den Erhalt und Ausbau dieser Schienenteilstrecke der Siegener Kreisbahn sprächen: »Durch die Stilllegungspläne wird eine enorme Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der Region leichtfertig verspielt.« Die heimischen Holzunternehmer nutzten die Strecke, »ihre Kapazitäten sind längst noch nicht erschöpft«. Auch im Fremdenverkehr lägen noch wirtschaftliche Potenziale für die Johannlandbahn. Als rücksichtslos empfindet es Remmel, dass für Breuer Unternehmen, die logistisch auf die Schienenstrecke angewiesen seien, in seinen Plänen keine Rolle spielten.

Die von Breuer geschmiedete »Dolchstoßlegende« gegen die Düsseldorfer Landesregierung weist Remmel zurück: »Es ist absurd, dass Breuer, der gegen den Widerstand selbst aus seiner eigenen Partei seit Jahren die Johannlandbahn torpediert, nun behauptet, von der Landesregierung in Aussicht gestellte ,Plangelder’ ständen gar nicht zur Verfügung.« Nicht das Land NRW, sondern Breuer selbst habe verhindert, dass Landesmittel zur Sanierung der Johannlandbahn abgerufen werden konnten! Im Übrigen, so Remmel, gehe der relativ hohe Sanierungsaufwand auf das Konto Breuers: »Wäre die Instandsetzung früher angegangen worden, stünde man heute weit besser dar.«

Zudem unterstützt der MdL die Forderung der Bürgerinitiative »Pro Johannlandbahn« nach der Einrichtung eines »Runden Tisches«: »Es ist höchste Zeit, den Privatisierungswahn des Landrats zu stoppen. Unser Ziel muss die Erhaltung der Bahnstrecke und ihr Ausbau zu einem wirtschaftlichen Standortvorteil für die Region sein. Und auch als regionales Kulturgut darf die Johannlandbahn nicht verloren gehen. Immerhin feiert sie 2006 ihr 100-jähriges Bestehen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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