SZ

Vor der Fischerkurve
Radfahrer müssen auf die Straße ausweichen

Auf der Siegstraße am Ortsende von Dreis-Tiefenbach endet der Schutzstreifen für Radler – unmittelbar vor der Fischerkurve. Ein paar Hundert Meter weiter in Weidenau beginnt der Streifen wieder – die Lücke missfällt der Netphener Kommunalpolitik.
  • Auf der Siegstraße am Ortsende von Dreis-Tiefenbach endet der Schutzstreifen für Radler – unmittelbar vor der Fischerkurve. Ein paar Hundert Meter weiter in Weidenau beginnt der Streifen wieder – die Lücke missfällt der Netphener Kommunalpolitik.
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ihm Netphen. Von Weidenau nach Dreis-Tiefenbach wählen die meisten Autofahrer die schnellste Verbindung: die neue B 62 am Fuße des Haardter Bergs entlang. Aber auch die frühere Verbindung über die Siegstraße gibt es noch. Sie führt aus dem alten Weidenauer Ortskern unterhalb der Meinhardt durch die Fischerkurve und an der Braas entlang nach Dreis-Tiefenbach.
Schutzstreifen für Radfahrer endet vor der FischerkurveDie Strecke ist zum Radeln gut geeignet, zumal auf der Weidenauer Seite ein rund ein Meter breiter Schutzstreifen auf der Siegstraße abgetrennt ist. Vor der gefährlichsten Passage der Strecke aber endet dieser Streifen. Die Radler müssen sich in der unübersichtlichen Fischerkurve, früher schon ein Unfallschwerpunkt, die Fahrbahn mit Autos und vor allem Lastern teilen.

ihm Netphen. Von Weidenau nach Dreis-Tiefenbach wählen die meisten Autofahrer die schnellste Verbindung: die neue B 62 am Fuße des Haardter Bergs entlang. Aber auch die frühere Verbindung über die Siegstraße gibt es noch. Sie führt aus dem alten Weidenauer Ortskern unterhalb der Meinhardt durch die Fischerkurve und an der Braas entlang nach Dreis-Tiefenbach.

Schutzstreifen für Radfahrer endet vor der Fischerkurve

Die Strecke ist zum Radeln gut geeignet, zumal auf der Weidenauer Seite ein rund ein Meter breiter Schutzstreifen auf der Siegstraße abgetrennt ist. Vor der gefährlichsten Passage der Strecke aber endet dieser Streifen. Die Radler müssen sich in der unübersichtlichen Fischerkurve, früher schon ein Unfallschwerpunkt, die Fahrbahn mit Autos und vor allem Lastern teilen. Dieser Zustand hat die Netphener UWG auf den Plan gerufen. Sie beantragte im Stadtentwicklungsausschuss, den Schutzstreifen zu verlängern und so eine durchgehende, sichere Verbindung zu schaffen.

Verlängerung des Schutzstreifens nicht möglich

Eine Idee, die nach Angaben der Stadtverwaltung nicht durchführbar ist. Radfahr-Schutzstreifen seien nach der Straßenverkehrsordnung ausschließlich innerhalb geschlossener Ortschaften erlaubt. Auf der freien Strecke dürften sie nicht angelegt werden.

Extraspur

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, auf der Straße Bereiche für Radfahrer zu markieren:

Radfahrstreifen: Er wird durch eine weiße, durchgezogene Linie von der Fahrbahn abgetrennt und oft mit einem Piktogramm auf der Straße markiert. Er ist in der Regel mindestens 1,60 m breit. Wenn das Verkehrszeichen 237 (weißes Fahrrad auf blauem Grund) angebracht ist, besteht für Radfahrer Benutzungspflicht. Der Streifen darf von Autos nicht befahren werden, Halten und Parken sind verboten.

Schutzstreifen: Er ist durch eine gestrichelte weiße Linie und oft durch ein Piktogramm markiert. Es besteht keine Benutzungspflicht. Im Ausnahmefall dürfen Autos den Schutzstreifen befahren, wenn sie den Radverkehr nicht gefährden. Halten und Parken sind jedoch verboten.

Es gibt weitere Beispiele, wo die Radwegeverbindung im Stadtgebiet gefahrenträchtig unterbrochen ist. Dazu gehören die Bereiche Unglinghausen/Kredenbach, Walpersdorf/Nenkersdorf und Herzhausen/Allenbach. In der Ortslage von Unglinghausen könnte nach der Straßenverkehrsordnung über einen Radfahr-Schutzstreifen diskutiert werden. Aber ein solcher Streifen bedeutet auch: Dort darf nicht geparkt werden. Für das Dorf wäre das eine weitgehende Einschränkung, denn bisher gehören parkende Autos an der Landesstraße zum Alltag. Ortsbürgermeisterin Elke Bruch plädierte denn auch dafür, mit den Bürgern über das Thema zu sprechen: „Das sollten wir nicht überstülpen!“

Große Gefahr, dass Radler unter die Räder kommen

Zurück zur Siegstraße: Gerade in der Fischerkurve mache reger Lkw-Verkehr mit schwerer Ladung die Situation gefährlich, mahnte Lothar Kämpfer (SPD). Das habe sich gegenüber früheren Jahren deutlich verschärft. Oft rangierten die Brummis hin und her, um in die enge Einfahrt zu kommen. Die Gefahr, dass hier Radler im Wortsinn unter die Räder kommen, sei groß.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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