Rosen für Sidenstein

Mit Fanfarenklängen begeisterten die Musiker des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Netphen – und ehrten zugleich ihren Dirigenten Walter Sidenstein.  Foto: hmw
  • Mit Fanfarenklängen begeisterten die Musiker des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Netphen – und ehrten zugleich ihren Dirigenten Walter Sidenstein. Foto: hmw
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

hmw Netphen. Dass Konzerte in Netphen immer für eine Überraschung gut sind, war bereits der Programmüberschrift „Animals on Stage“ (Tiere auf der Bühne) zu entnehmen. Dahinter steckte das Frühlingskonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Netphen unter dem Dirigat vom Walter Sidenstein, und aus diesem Anlass war am Samstagabend die Georg-Heimann-Halle völlig ausverkauft. Viele Vertreter des öffentlichen Lebens und befreundeter Vereine waren gekommen: Neben Bürgermeister Rüdiger Bartsch sowie den Bürgermeister-Kanditaten Helmut Kneppe und Paul Wagener auch die Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter, Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Born, Kreisbrandmeister Bernd Schneider und die Ortsbürgermeisterin Dorothee Spies. Stellvertretend für die Ehrenmitglieder wurde Christel Schlemper von den beiden Vorsitzenden Stephan Göhrke und Torsten Wagener begrüßt. Eingereiht unter die Gäste hatte sich ferner der Schützenverein Bad Berleburg.

Das Repertoire war einfach „erste Sahne“, dazu trefflich von Svea Eling und Lorena Perugorria vorgestellt. Wuchtig und zackig zum Auftakt der „Hessische Fahnenmarsch“, ein beliebter Präsentiermarsch mit den Solisten Werner Eling, Dietmar Schneider und Manuel Ruby. Soloparts erster Güte stachen auch bei der „Kindersymphonie“ hervor, bei der sich Nachwuchs mit Schellenringen und Ratschen überzeugend präsentierte. Selbstverständlich ist der Musikzug auch im Reich der Klassik zuhause, was er bei der Ouvertüre zur „Diebischen Elster“ unter Beweis stellte. Locker und gefällig danach „Die Fledermaus“.

Dass Dirigent Walter Sidenstein buchstäblich mit seinem Musikzug verwachsen ist, konnte man fühlen und hören. Dass auch Hummeln fliegen können, stellte musikalisch überzeugend Hans Ruby mit seinen Söhnen Manuel und Marius beim „Hummelflug“ unter Beweis. Zum Abschluss des ersten Konzertteiles gab es noch die Filmmelodie „König der Löwen“, ein Werk mit vielen Swingelementen, ehe es in die Pause ging. Rassig erfolgte der Auftakt zum zweiten Teil mit der „Kreuzritter Fanfare“, in der wiederum Dietmar Schneider und Werner Eling solistisch mitwirkten. Nach Mozarts „Die Zauberflöte“ gab es in dem Stück „Die beiden kleinen Finken“ eine Soloeinlage von Format: Die beiden Vogelstimmen wurden von Christine Stötzel und Dominique Stephan auf ihren Piccoloflöten interpretiert: Lockere, filigrane Stakkati – einfach phantastisch! Zum „Pink Panther“ gab es eine parodistische Einlage durch zwei Darstellerinnen im rosaroten Pantherkostüm, es fehlte einfach an nichts. Ins Reich der Moderne wechselte man später mit Benny Goodman „The King of Swing“. Als besonderes „Bonbon“ zum Ausklang gab es den bekannten Galopp „Erinnerungen an Zirkus Renz“ – sogar mit zwei Xylophonen, auf denen Florian Dröge und Benedikt Göhrke als Solisten loslegten, was das Zeug nur hergab.

Doch der Höhepunkt stand noch bevor, und dies war keineswegs überall bekannt: Nämlich die Ehrung von Walter Sidenstein (und auch seiner Frau Susanne) zu seinem 25-jährigem Dirigenten-Jubiläum! Die Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter ehrte den verdienten Vollblutmusiker mit der Ehrenurkunde des Landes NRW – ausgestellt vom Sport- und Innenminister Dr. Ingo Wolff. Vom Musikzug selbst empfing Sidenstein die silberne Dirigentennadel, und selbstverständlich Ehrenurkunde und Ehrennadel aus der Hand von Theo Sting, dem Vorsitzender des Volksmusikerbundes Siegerland-Wittgenstein.

Damit nicht genug: Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Born und Kreisbrandmeister Bernd Schneider zeichneten den gerührten Dirigenten mit dem silbernen Feuerwehrverdienstkreuz des Landes NRW aus. Da floss so manche verstohlene Freudenträne, und alle jungen Musikerinnen überreichten Walter Sidenstein noch je eine Rose. Beifall und Jubel schienen kein Ende zu nehmen. „Ohne meinen Musikzug wäre ich nichts“, meinte Sidenstein bescheiden und stimmte als letzte der vielen Zugaben den „Deutschmeisters Regimentsmarsch“ an.Zu den Klängen des Alleinunterhalters Dieter Belz wurde noch bis spät in die Nacht getanzt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.