Schüler kamen Natur auf die Spur

Hartmut Gerlach präsentiert Tierpräparate unter freiem Himmel/Schulklasse zu Gast

dima Herzhausen. Listig blickt das Hermelin in Richtung Fuchs. Dass das flinke Tier gleich in zwei Varianten durch die heimische Natur »wieselt« – neben dem braunen Sommerkleid wechselt das Tier im Winterhalbjahr praktischerweise zum weißen Tarnfell– wusste Verena bisher noch nicht. Ab sofort kennt sich die Grundschülerin noch etwas besser aus. Gemeinsam mit den 24 Mitschülern der 4a aus Allenbach ist die Achtjährige »der Natur auf der Spur«. Und zwar in Herzhausen, im Tal des Dirlenbachs. Rund um die Jagdhütte des bekannten Präparators, Jagdaufsehers und Falkners Hartmut Gerlach pirschten die Schüler jetzt auf den Spuren von Rehbock, Wildsau, Baummarder und Co. durch den Wald. Hier gibt es viel zu entdecken. Dabei kann man die Tiere aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Größenverhältnisse, Proportionen, Farben und Artmerkmale können ausgiebig studiert werden. Mit großer Begeisterung und ohne Berührungsängste näherten sich die Grundschüler den perfekt hergerichteten Präparaten.

Informative Hinweistafeln, kindgerecht aufgearbeitet, präsentieren zusätzliche Informationen. Ebenso perfekt präpariert wie in einem guten Naturkundemuseum »warteten« die Waldtiere auf ihre Beobachter. Zum ersten Mal bekam Hartmut Gerlachs Freiluftmuseum Besuch von einer Schulklasse. Nach der Theorie, für die Klassenlehrerin Bärbel Dorweiler verantwortlich zeichnete, stand mit einem Besuch bei Hartmut Gerlach die Praxis auf dem Stundenplan. Viele Wochen, vielleicht sogar Jahre, hätte es gedauert, die zahlreichen Tierarten aus dem Herzhausener Freiluftmuseum lebendig und in freier Natur zu beobachten. Ein Reh zu beobachten gelingt oft selbst unerfahrenen Waldläufern, aber welcher Grundschüler ist schon einmal einem Baummarder, einem Dachs oder einem Waschbären begegnet? Rund um Gerlachs Jagdhütte ist das ab sofort kein Problem mehr. Nach Absprache mit dem Herzhausener kann man die Tiere aus nächster Nähe betrachten. Nur dann baut Gerlach die Präparate im Wald auf. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Obwohl bereits jetzt sehenswert, soll die Ausstellung schon bald erweitert und perfektioniert werden, so Gerlach gegenüber der SZ. Der Bau eines Hochsitzes, von dem aus im Wald versteckte Tierpräparate gesucht werden müssen, ist geplant. Sonderausstellungen sollen schon bald das Programm ergänzen. Zum Beispiel wird der Herzhausener im Frühling die »Kinderstube des Waldes« präsentieren. Steinmarder, Iltis, Feldhase, Wildschwein & Co warten ab sofort auf ihre Entdecker.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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